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Für und wider die Bürger:innen -

Für und wider die Bürger:innen

Andreas Weigl (Herausgeber)

Buch | Hardcover
352 Seiten
2025
Studien Verlag
978-3-7065-6444-1 (ISBN)
CHF 69,85 inkl. MwSt
Die Frage, wer in einer Stadt das Sagen hat, beschäftigt bekanntlich Politik, Verwaltung und die städtische Wählerschaft immer aufs Neue. Das ist freilich kein Thema, welches erst mit der Durchsetzung demokratischer Verhältnisse größere Bedeutung erlangt hätte. Schon mit der Blüte der Städtegründungen im Hochmittelalter kam es zur allmählichen Herausbildung von Bürgergemeinden, die nicht zuletzt auf Basis des wirtschaftlichen Aufschwungs ein eigenes Selbstbewusstsein entwickelten und Selbstbestimmungsrechte gegenüber dem Stadtherrn einforderten. Das Ringen um Macht und Einfluss mündete manchmal sogar in Aufständen, die sich auch gegen innerstädtische Oligarchien mit ihrem Anspruch auf alleinige Vertretung städtischer Rechte richten konnten. Ab dem späten 15. Jahrhundert begannen landesfürstliche Stadtherren gestützt auf den sich herausbildenden „fiscal-military state“ immer mehr die Oberhand gegenüber dem städtischen Bürgertum zu gewinnen und städtische Autonomie zu begrenzen. Während unterbürgerlichen Schichten bis in die Frühe Neuzeit bei diesen Auseinandersetzungen lediglich die Rolle einer von verschiedenen Fraktionen instrumentalisierten „Armee zum Schlagen“ zukam, änderte sich dies mit der Entstehung eines städtischen Industrieproletariats. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sorgte die Kommunalisierung für eine schrittweise Rückgewinnung städtischer Autonomie, allerdings in Abhängigkeit von der Ausweitung der Bürokratie des modernen Flächenstaates. Der Wandel zur partizipativen Demokratie ermöglichte schließlich auch großen Teilen der städtischen Unterschichten ein höheres Maß an Mitbestimmung bei Kommunalwahlen wie auch in weiterer Folge als Teilnehmer von Bürgerinitiativen oder Volksbefragungen.

Mit Beiträgen von Peter Csaendes, Roman Czaja, Wolfram Dornik, Helmut Gebhardt, Florian H. Geidner, Holger Th. Gräf, Alfred Joham, Peter F. Kramml, Alexander Łupienko, Andrea Pühringer, Michael Georg Schiestl, Jacqueline Schindler, Walter Schuster, Andreas Weigl und Norbert Weiss.
Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Beiträge zur Geschichte der Städte Mitteleuropas ; 32
Sprache deutsch
Maße 165 x 230 mm
Gewicht 773 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Bürgergemeinden • Frühe Neuzeit • Judenburg • Kommunalpolitik • Modernisierung • Ordnungssysteme • Partizipation • Patriachat • politische Partizipation • Spätmittelalter • Stadtregiment • Straßenbennenung
ISBN-10 3-7065-6444-0 / 3706564440
ISBN-13 978-3-7065-6444-1 / 9783706564441
Zustand Neuware
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