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Das höhere Schulwesen in Preussen im 19. Jahrhundert - Lucas Lohbeck

Das höhere Schulwesen in Preussen im 19. Jahrhundert

(Autor)

Buch | Softcover
124 Seiten
2005 | 1., Aufl.
Tectum (Verlag)
978-3-8288-8914-9 (ISBN)
CHF 34,85 inkl. MwSt
",Tun am Denken, Denken am Tun zu prüfen, das ist die Summe aller Weisheit, von jeher anerkannt, von jeher geübt, nicht eingesehen von einem jeden', insbesondere aber von den Schulhäuptern der Humanisten und der Realisten"ergänzte Blättner das Zitat Goethes in einem Rückblick auf den Schulstreit zwischen Humanismus und Realismus im 19. Jahrhundert. Während Goethe die Verbindung des Ideellen mit dem Praktischen pries, zog sich, ausgehend von Humboldt, die Schule der Griechenverehrung aus den Bezirken des praktischen Lebens zurück und widmete sich dem ewig Wahren und Schönen. Das 19. Jahrhundert hat den Idealismus Humboldts und die Ausklammerung alles Zweckmäßigen, Nützlichen und Brauchbaren aus der Schulbildung jedoch nicht bestätigt. Der das Jahrhundert durchziehende Kampf des humanistischen Prinzips mit dem verachteten Prinzip des Realismus endete mit einem klaren Sieg des realistischen Gedankens: die Gymnasien mussten Realien akzeptieren und schließlich den Realschulen die Gleichberechtigung zugestehen. Die Forderung nach Gleichberechtigung bestimmte auch einen weiteren, für die deutsche Schulgeschichte bedeutsamen Konflikt: nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen der bürgerlichen Frauenbewegung mit der Regierung um die höhere Mädchenbildung vor allem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Frauen das Tor zum Abiturientenexamen und zum Studium ein Stück weit geöffnet.
„,Tun am Denken, Denken am Tun zu prüfen, das ist die Summe aller Weisheit, von jeher anerkannt, von jeher geübt, nicht eingesehen von einem jeden‘, insbesondere aber von den Schulhäuptern der Humanisten und der Realisten“ ergänzte Blättner das Zitat Goethes in einem Rückblick auf den Schulstreit zwischen Humanismus und Realismus im 19. Jahrhundert. Während Goethe die Verbindung des Ideellen mit dem Praktischen pries, zog sich, ausgehend von Humboldt, die Schule der Griechenverehrung aus den Bezirken des praktischen Lebens zurück und widmete sich dem ewig Wahren und Schönen. Das 19. Jahrhundert hat den Idealismus Humboldts und die Ausklammerung alles Zweckmäßigen, Nützlichen und Brauchbaren aus der Schulbildung jedoch nicht bestätigt. Der das Jahrhundert durchziehende Kampf des humanistischen Prinzips mit dem verachteten Prinzip des Realismus endete mit einem klaren Sieg des realistischen Gedankens: die Gymnasien mussten Realien akzeptieren und schließlich den Realschulen die Gleichberechtigung zugestehen. Die Forderung nach Gleichberechtigung bestimmte auch einen weiteren, für die deutsche Schulgeschichte bedeutsamen Konflikt: nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen der bürgerlichen Frauenbewegung mit der Regierung um die höhere Mädchenbildung vor allem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Frauen das Tor zum Abiturientenexamen und zum Studium ein Stück weit geöffnet.
Erscheint lt. Verlag 10.9.2008
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 195 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Sozialwissenschaften Pädagogik Bildungstheorie
Schlagworte Gymnasium • HC/Pädagogik/Bildungswesen • Humboldt, Wilhelm von • Lange, Helene • Neuer Humanismus • Preußen; Geistes-/Kultur-G. • Schulgeschichte
ISBN-10 3-8288-8914-X / 382888914X
ISBN-13 978-3-8288-8914-9 / 9783828889149
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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