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Tschüss Tretmühle! (eBook)

Mehr Freiheit und persönliches Wachstum im Job durch Selbstbestimmung.
eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
288 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-910236-17-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Tschüss Tretmühle! -  Oliver Ristau
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In einer Welt zunehmender Komplexität, in der viele Organisationen noch an veralteten Führungsansätzen festhalten, bietet Oliver Ristau einen erhellenden und inspirierenden Ausblick. Mit seiner Expertise in Betriebswirtschaft und Unternehmenspsychologie verknüpft er theoretische Erkenntnisse mit praktischen Beispielen, angereichert durch anschauliche Illustrationen. Das Buch richtet sich an junge Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und zeigt auf, wie überholte Denkweisen wie Zahlenfetischismus, Mikromanagement und Perfektionismus überwunden und durch zeitgemäße Werte wie Augenhöhe, Integrität und Selbstverantwortung ersetzt werden können. Es ist ein Plädoyer für eine Arbeitswelt, die Freiheit mehr als nur ein Ideal, sondern als gelebte Realität begreift. Ristau lädt die Leser ein, nicht nur Zuschauer, sondern aktive Gestalter der Arbeitswelt von heute zu sein. Er motiviert sie, das Lenkrad selbst in die Hand zu nehmen und die vielfältigen Möglichkeiten unserer Zeit zu ergreifen. 'Tschüss, Tretmühle' ist mehr als ein Ratgeber - es ist ein Aufruf zum Handeln.

Oliver Ristau beeindruckt durch seine außergewöhnliche Vielseitigkeit. Seine Kombination aus selbständiger Unternehmensberatung und Anstellung bei drei Weltkonzernen ist einzigartig. In seiner Karriere war er Manager, Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzender. Anfänglich als Trainer für Moderation und Verhandlungsführung tätig, leitet er heute Workshops für effektives Arbeiten und Selbstbestimmung.

Oliver Ristau beeindruckt durch seine außergewöhnliche Vielseitigkeit. Seine Kombination aus selbständiger Unternehmensberatung und Anstellung bei drei Weltkonzernen ist einzigartig. In seiner Karriere war er Manager, Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzender. Anfänglich als Trainer für Moderation und Verhandlungsführung tätig, leitet er heute Workshops für effektives Arbeiten und Selbstbestimmung.

1. Risiko voraus!

‚Das Leben ist wie Fahrradfahren. Um das Gleichgewicht zu halten, musst du in Bewegung bleiben.‘ (Albert Einstein)

1.1. Das globale Dorf

Die Welt, in der wir leben, ist voller Risiken und stellenweise sogar gefährlich, ja lebensbedrohlich. Das war sie schon immer und ich will das auch nicht verharmlosen, aber ich möchte es hier ausblenden. Um die Wirkungsmechanismen, die deinen Job beeinflussen, zu beschreiben, brauche ich nicht auf Kriege, Pandemien und Naturkatastrophen und deren teilweise vehementen Auswirkungen auf die Wirtschaft einzugehen. Die ganz normale, jeden Tag stattfindende Praxis des Arbeitens – was immer man unter ‚normal‘ verstehen mag – reicht dafür völlig aus. Es geht um den technologischen Fortschritt, die Globalisierung und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das Arbeitsleben. DEIN Arbeitsleben und auch DEIN Erleben von Arbeit.

Die Verfügbarkeit von moderner Technologie als Grundlage für die Globalisierung hat als einer der ersten Marshall McLuhan, ein kanadischer Kommunikationstheoretiker, im Jahr 19621 beschrieben und damit den Begriff des globalen Dorfs (global village) geprägt. Seine Idee: Fortschritte in der Kommunikationstechnologie werden über kurz oder lang zur Überwindung aller geografischen Grenzen führen. Nach 60 Jahren ist diese Idee Realität geworden und in unseren Alltag eingezogen. Wenn man berücksichtigt, dass McLuhan noch von Fernsehen in Form eines Röhrenfernsehers, der nur Antennensignale empfangen, aber nichts senden konnte, und Telefonie in Form eines Hausapparats mit Wählscheibe als technologischer Grundlage ausging, ist seine Idee durchaus visionär zu nennen. Es ist ja noch einiges mehr passiert, als er es damals voraussehen konnte. Hier ein paar Beispiele für Faktoren, die die Globalisierung ermöglichten und die es entweder 1962 noch gar nicht gab oder in den Kinderschuhen steckten:

1. Computer

Immer höhere Rechen- und Speicherleistungen ermöglichen den Einsatz von Robotern und Künstlicher Intelligenz, die die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern werden. Durch das Internet, zusammen mit Milliarden von intelligenten Handys, kann, technisch gesehen, jeder Mensch alle anderen Menschen erreichen und mit äußerst niedrigen Investitionen ein neues Geschäftsmodell etablieren. Bisher nie dagewesene Transportleistungen in Kombination mit internationalen Handelsabkommen erleichtern Massentransporte zwischen Billig- und Hochlohnländern.

Damit hat die Globalisierung während der letzten Jahrzehnte ein Ausmaß erreicht, das regelmäßig Auswirkungen von der anderen Seite des Planeten zu uns befördert, ohne dass wir immer gleich erkennen können, worin die Ursachen liegen und welche Konsequenzen es für uns hat. Diese Konsequenzen bestehen nicht nur in dem, was wir konsumieren, sie bestehen auch in dem, womit wir uns gedanklich beschäftigen und wie wir arbeiten! Ständige Erreichbarkeit, Zunahme von Arbeitsverdichtung und Informationsüberflutung, obwohl uns die Digitalisierung entlasten sollte, sind besorgniserregende Megatrends. ‚schneller, höher, weiter‘ führt immer öfter in der multimedialen Welt zu Überforderung und auch im nicht mehr so seltenen Extremfall zu Burnout.

Wenn man das 21. und das 19. Jahrhundert nebeneinanderhält, kommt es einem so vor, als wenn man ein Space Shuttle mit einem Segelflugzeug vergleicht. Dabei – da ist sich die große Mehrheit der Fachleute einig – nimmt das Tempo noch ständig zu. Während unsere Vorfahren vor noch nicht einmal zweihundert Jahren vorrangig damit beschäftigt waren, ihre Existenzgrundlagen zu sichern, die ersten Fabriken zu bauen und mit Dünger auf den Feldern zu experimentieren, bewegen wir uns heute parallel in physischen und virtuellen Welten, sind global miteinander vernetzt – ob wir das nun wollen oder nicht – und erlernen als junge Menschen Berufe, von denen es am Ende eines Berufslebens höchstwahrscheinlich nicht mehr viele geben wird.

In Risiken stecken auch Chancen heißt es, aber irgendwie scheint alles mit allem auf diesem Planeten zusammenzuhängen und wir blicken manchmal nicht mehr durch. Die menschlichen Reaktionen reichen von totaler Lähmung bis hin zu Hyperaktivität, was durchaus verständlich ist, aber nicht wirklich weiterhilft.

Unternehmen funktionieren jedoch anders als Menschen. Unternehmen stehen nie still. Sie starren nicht wie das vielzitierte Kaninchen auf die Schlange. Sie entscheiden, handeln und beobachten permanent ihren Markt und ihr gesamtes Umfeld. Sie überlegen, was geht und was nicht. Bewährtes wird behalten und permanent verbessert. Neues wird entwickelt, getestet und angeboten. Was sich nicht am Markt behauptet, wird wieder aus dem Angebot genommen. Unternehmen sind kurz gesagt eher aktiv als passiv unterwegs.

Dieses Verhalten resultiert aus der Notwendigkeit, sich permanent den herrschenden Bedingungen anpassen zu müssen. Und daraus können wir als Angestellte auch etwas lernen, wohingegen wir manche Dinge, die Unternehmen tun, selbst gar nicht tun müssen bzw. anders tun dürfen und auch sollten.

Logischerweise sind die verschiedenen Ebenen (global, Unternehmen, individuell) untrennbar miteinander verwoben, haben aber ihre spezifischen Eigenheiten. Deshalb schauen wir uns alle Ebenen nacheinander an.

1.2. Die Welt im VUCA-Modell

Da ich ein großer Fan davon bin, Dinge zu verwenden, die schon jemand erfunden hat und sich als praktisch erwiesen haben – das gilt nicht nur für Bekleidung, Autos und Strom, sondern auch für Theorien und Konzepte – möchte ich mit VUCA anfangen.

Dieses Modell wird von vielen Organisationen verwendet, um mit schwierigen Rahmenbedingungen umzugehen.

Der Begriff VUCA wurde Ende der 1980er Jahre vom United States Army War College geprägt und diente dazu, die Welt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu beschreiben. Die bipolare Situation von West gegen Ost gab es nicht mehr, dafür zahlreiche andere Brandherde. Schließlich machte der Anschlag auf das World Trade Center in 2001 überdeutlich klar, dass Krieg nicht mehr unbedingt in der Form von Armeen, die sich in Fronten gegenüberstehen, stattfinden würde.

In der Wirtschaft verbreitete sich die Anwendung von VUCA ab Mitte der 1990er mit dem Beginn der dot.com-Euphorie. Alles schien plötzlich möglich – sowohl die Gründung von Milliarden-Unternehmen aus der Garage heraus wie auch das abrupte Ende etablierter Industriezweige. Die Platzhirsche suchten nach Orientierung in der sich neu auftuenden Ordnung. Auch hier wurde das VUCA-Modell erst mit einem Zusammenbruch so richtig populär, konkret dem Platzen der Spekulationsblase. Nachdem der Hype im März 2000 jäh sein Ende fand, blieb die Erkenntnis, dass Unternehmen wesentlich flexibler, resilienter und innovativer sein müssen, um mit den Herausforderungen, die mit den neuen Technologien kommen würden, umgehen zu können.

Was bedeutet nun VUCA? Die vier Buchstaben sind die Abkürzung für die englischen Wörter

• volatility (Volatilität)

• uncertainty (Unsicherheit)

• complexity (Komplexität)

• ambiguity (Mehrdeutigkeit)

VOLATILITÄT

Volatilität bezieht sich auf die Häufigkeit und die Intensität von Veränderungen. Am ehesten begegnet einem der Begriff ‚volatil‘, wenn man sich mit der Börse beschäftigt. Wenn der Kurs einer Aktie im Zeitverlauf sehr stark nach oben und unten ausschlägt, ist sie eben sehr volatil. Für Börsenprofis, die ein Wertpapier mehrmals am Tag kaufen und verkaufen, um kleinste Kursänderungen mitzunehmen, ist Volatilität sehr verlockend. Für Privatanleger, die ihr Erspartes möglichst sicher über einen längeren Zeitraum investieren wollen, sind große Kursschwankungen eher eine nervenaufreibende Eigenschaft. Volatilität ist somit nicht per se gut oder schlecht. Es hängt von dem Zeithorizont, dem Geschäftsmodell und den Reaktionsmöglichkeiten der Beteiligten ab. Der Börsenprofi kann innerhalb weniger Sekunden seine Aktie verkaufen, wenn es mal schlecht läuft, der Privatanleger eher nicht.

Nun spekuliert nicht jeder an der Börse, trotzdem gibt es Volatilität an vielen unterschiedlichen Stellen.

Große, häufige oder überraschende Preisschwankungen gibt es nicht nur bei Aktien, sie treten beispielsweise auch bei Erdöl auf. Bekanntermaßen kann die OPEC über Nacht den Preis verändern. Hier sind es Menschen, die über Preise entscheiden. Aber auch Mutter Natur kann sehr launisch sein und die Verfügbarkeit und damit die Preise von saisonal verfügbaren Lebensmitteln, stark beeinflussen. Eine Missernte beim Kaffee in Brasilien und zack! –...

Erscheint lt. Verlag 19.2.2024
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft Bewerbung / Karriere
Sachbuch/Ratgeber Sport
Geisteswissenschaften Psychologie
Sozialwissenschaften Pädagogik
Sozialwissenschaften Soziologie
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management
Schlagworte Angestellte • Arbeitspsychologie • Arbeitswelt • Betriebswirtschaft • Freiheit • Führungsansatz • Führungskraft • Mitarbeiter • new work • Organisation • Sinnhaftigkeit • Sinn in der Arbeit • unternehmenswelt • Unternehmer
ISBN-10 3-910236-17-0 / 3910236170
ISBN-13 978-3-910236-17-2 / 9783910236172
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