Das Stadtmarketingbuch für Bürgermeister, Stadtmarketingverantwortliche und Innenstadtmanager (eBook)
204 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-384-06985-6 (ISBN)
Jana Wieduwilt ist MarketingBeraterin. Seit 2002 begleitet sie Unternehmen und vor allem Kommunen dabei, die richtigen Menschen anzuziehen. Die Diplom-Kauffrau und Diplom-Ingenieurin (FH) wuchs in Brandenburg auf und ging sofort nach ihren Studien der Stadt- und Landschaftsplanung und Betriebswirtschaftslehre ungewöhnliche Wege: Statt Festanstellung lernte sie Menschen (kennen), indem sie als freie Journalistin die Verästelungen, Wendungen und gelegentlichen Sackgassen von Lebenswegen, Projekten und Enthusiasten auf dem Land begleitete. Immer wieder faszinieren sie die Macher, die positiven, optimistischen Menschen, die Anpacker, die Begeisterten, die was bewegen, auch wenn scheinbar nichts mehr geht. Recht bald entstanden mit eben diesen Menschen gemeinsame Projekte - bei denen Jana das im Studium erlernte Marketingwissen in der Praxis umsetzen konnte. Jana Wieduwilt berät heute Unternehmerinnen und vor allem Lokalpolitiker sowie kleine Städte dabei, Bürger, Investoren und Gäste zu Fans zu machen. Neben fachlicher Expertise stehen mit der von ihr entwickelten Wie-Du-Willst-Methode immer die Menschen im Vordergrund. Am Ende geht es immer darum, authentisch den eigenen MarketingWeg zu finden. Das gilt für Einzelunternehmerinnen ebenso wie für kleine Städte und Kommunen. Die Unternehmerin ist Mutter zweier erwachsener Kinder und lebt heute überwiegend unterwegs reisend und pilgernd. Diese Verbindung aus neugierigem Entdecken, beweglichem Geist und der Adaption auf aktuelle Marketingthemen fließt in ihre Arbeit ein. Als Podcasterin, Buchautorin, Moderatorin und Speakerin betont Jana immer wieder, wie wichtig Augenhöhe, eine klare Identität, ein vernünftiger Plan und Kommunikation mit allen Projektbeteiligten sind. Einige der Projekte, die sie mit ihrer Agentur im Marketing begleitet hat, sind deutschlandweit als herausragend ausgezeichnet worden. www.wieduwilt-agentur.de www.wieduwilt-kommunikation.de
Jana Wieduwilt ist MarketingBeraterin. Seit 2002 begleitet sie Unternehmen und vor allem Kommunen dabei, die richtigen Menschen anzuziehen. Die Diplom-Kauffrau und Diplom-Ingenieurin (FH) wuchs in Brandenburg auf und ging sofort nach ihren Studien der Stadt- und Landschaftsplanung und Betriebswirtschaftslehre ungewöhnliche Wege: Statt Festanstellung lernte sie Menschen (kennen), indem sie als freie Journalistin die Verästelungen, Wendungen und gelegentlichen Sackgassen von Lebenswegen, Projekten und Enthusiasten auf dem Land begleitete. Immer wieder faszinieren sie die Macher, die positiven, optimistischen Menschen, die Anpacker, die Begeisterten, die was bewegen, auch wenn scheinbar nichts mehr geht. Recht bald entstanden mit eben diesen Menschen gemeinsame Projekte – bei denen Jana das im Studium erlernte Marketingwissen in der Praxis umsetzen konnte. Jana Wieduwilt berät heute Unternehmerinnen und vor allem Lokalpolitiker sowie kleine Städte dabei, Bürger, Investoren und Gäste zu Fans zu machen. Neben fachlicher Expertise stehen mit der von ihr entwickelten Wie-Du-Willst-Methode immer die Menschen im Vordergrund. Am Ende geht es immer darum, authentisch den eigenen MarketingWeg zu finden. Das gilt für Einzelunternehmerinnen ebenso wie für kleine Städte und Kommunen. Die Unternehmerin ist Mutter zweier erwachsener Kinder und lebt heute überwiegend unterwegs reisend und pilgernd. Diese Verbindung aus neugierigem Entdecken, beweglichem Geist und der Adaption auf aktuelle Marketingthemen fließt in ihre Arbeit ein. Als Podcasterin, Buchautorin, Moderatorin und Speakerin betont Jana immer wieder, wie wichtig Augenhöhe, eine klare Identität, ein vernünftiger Plan und Kommunikation mit allen Projektbeteiligten sind. Einige der Projekte, die sie mit ihrer Agentur im Marketing begleitet hat, sind deutschlandweit als herausragend ausgezeichnet worden. www.wieduwilt-agentur.de www.wieduwilt-kommunikation.de
2. Die richtigen Leute machen die Stadt – Motivation fürs Ehrenamt
Häufig ist das Budget in den Kommunen knapp bemessen. Aufgrund von Haushaltsbeschlüssen, Doppelhaushalten und ähnlichen Sachzwängen sowie Pflichtaufgaben ist oft wenig Spielraum, bestimmte Aufgaben im Stadtmarketing außer der Reihe zu erledigen.
Deshalb ist gerade der Einsatz von ehrenamtlich arbeitenden Helfern unerlässlich.
Sie wirken oftmals im Hintergrund, nehmen jedoch der Kommune viel Arbeit ab. Aus dem ersten Kapitel wissen wir: Die Menschen machen das Hygge.
Oftmals verrichten diese Engagierten neben einem Vollzeitjob ihr Ehrenamt zum Wohle der Gemeinschaft.
Dieses Kapitel vermittelt Ihnen, wie Sie nicht nur die richtigen Leute für Ehrenämter finden sondern auch, wie Sie effektiv und zielgerichtet mit ihnen arbeiten und ihre Freiwilligen motiviert und bei Laune zu halten.
Wir sprechen also über eine Art Mitarbeiterführung für Leute, die nicht ihre Mitarbeiter sind, die mit keinerlei Vertrag an Sie gebunden sind.
Diese Ehrenamtler beziehen kein Gehalt und könnten im schlimmsten Falle von heute auf morgen alles stehen und liegen lassen, wenn sie sich nicht wertgeschätzt oder wahrgenommen fühlen.
2.1 VIER TIPPS, WIE KOMMUNEN EHRENAMTLER FINDEN
Wie findet man denn Ehrenamtler? Es ist herausfordernd, aber nicht unmöglich. Ich denke, hier tut die „Politik der kleinen Schritte“ sehr gut. Mit den folgenden vier Schritten können Sie sich ganz einfach und leicht Ihre Community aufbauen
2.1.1 Wer ist eigentlich die Zielgruppe? Wofür werden Ehrenamtler gebraucht?
Danach richtet sich die Ansprache. Es soll ein Stadtfest organisiert werden? Ihre Ansprechpartner sind Vereine, Kreative und Unternehmer aus Ihrer Stadt. Es soll ein Sportwettbewerb sein? Verbinden Sie sich mit den Sportlern der Stadt. Oder soll es einen Frühjahrsputz geben? Wie wäre es dann, sich an Kindergärten, Schulen und die dazugehörigen Eltern zu wenden?
2.1.2 Sammeln Sie Ideen!
Wenn sich jemand ehrenamtlich engagieren soll, braucht er/sie einen Sinn, dies zu tun. Es gibt kein Geld dafür, im Gegenteil, der- oder diejenige schenkt seine Zeit der guten Sache.
Da sind Mitspracherecht und Wertschätzung Elemente des „Mindest-Ehrenamtler-Lohns“! Gründen Sie eine Social-Media-Gruppe, laden Sie zu einem Kick-off-Meeting ein.
Und hören Sie sich alle Ideen an, die eingebracht werden. Schon im Meeting werden Sie wissen, dass die eine oder andere Idee bei Ihnen im Dorf oder in der kleinen Stadt nicht umsetzbar sein wird.
Aber bitte, bitte: Nehmen Sie alles mit. Lassen Sie sich nichts zerreden. Beschreiben Sie die gute Sache, z.B. Frühjahrsputz in Ihrer kleinen Stadt. Und setzen vielleicht die eine oder andere Idee um.
2.1.3 Ermutigen. Bestärken. Gemeinschaftsgefühl aufbauen. Arbeit verteilen.
Geben Sie schon im Kick-off-Meeting klare Termine vor und verteilen Sie Einschreibe- und ToDo-Listen. Wer besorgt was? Wer kümmert sich um Versorgung, Werkzeug, Akquise, Werbung und so weiter. Jede*r hat spezielle Talente. Eine*r kann sicher gut mit Werkzeug umgehen, ein Anderer gut organisieren und die Dritte besonders gut Bratwurst grillen und Bier bereitstellen. Und achten Sie darauf, dass jeder sein persönliches Netzwerk, seine Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen motiviert, auch mitzumachen.
2.1.4 Sinnvolle Informationsflüsse aufbauen
Suchen Sie ein Medium, das möglichst Viele erreicht. Das kann eine E-Mail-Liste sein, eine WhatsApp-Gruppe oder auch speziell gezüchtete Brieftauben, so dass Sie Ihre Ehrenamtler immer wieder mit thematisch wichtigen Infos versorgen und natürlich auch die nächsten Termine oder Aufgaben bekannt geben können.
Fazit für Schnellleser:
• Je Ehrenamt einer Zielgruppe entsprechen
• Ideen sammeln
• Ermutigen, Gemeinschaftssinn stärken, sanft organisatorisch eingreifen
• Sinnvolle Informationsflüsse aufbauen
2.2 KLEINE STÄDTE LEBEN VOM EHRENAMT – BELOHNEN SIE ES!
Kennen Sie das? Es gibt – gerade in kleinen Städten Menschen, die trifft man im Sportverein, der Kirchengemeinde, der Gemeindevertretung, im Förderverein – und dieselbe Person ist auch noch im Seniorenclub aktiv. Immer die Gleichen, denkt man – und das ist gut so!
Diese Menschen sind eine wichtige Säule im sozialen Miteinander.
Doch die Gefahr besteht, dass diese Menschen ausbrennen und sich irgendwann ganz aus ihrem sozialen Engagement zurückziehen. Natürlich werden Ehrenamtler geehrt und ausgezeichnet. Aber warum nicht mal einen weiteren mutigen Weg gehen? Eine gute Idee habe ich in Amerika gefunden: Was halten Sie davon, den tatkräftigsten Mitarbeitern rechtzeitig ein Sabbat Jahr oder einen Sabbat Monat vorzuschlagen? Eine Zeit Abstinenz, auftanken und dann mit voller Kraft wieder für die Gemeinde da sein.
Bitte nicht alle gleichzeitig, aber wir denken, dass es funktionieren kann.
Fazit für Schnellleser:
Loben Sie ein offizielles Sabbatjahr/einen Sabbat Monat für Ihre besten Ehrenamtler aus!
2.3 WARUM SIE EINEN HAUPTSTRASSEN-MANAGER BRAUCHEN
Wir haben uns in den letzten Jahren hunderte kleiner Städte genau angeschaut.
In vielen dieser Städte gibt es eine Straße, die so ein Problemkind ist, in der Leerstand herrscht, wo sich Unsicherheit und Unordnung ausbreiten.
Wie wäre es, wenn Rathaus und Bürgermeister dafür zumindest temporär einen Hauptstraßen-Manager auf den Plan rufen als Helfer oder Unterstützer des Citymanagers?
Jaa, ich weiß, es gibt oft kein Geld dafür. Aber das kann man ja auch extern anbieten. Fragen Sie das Ministerium Ihres Landes nach Städtebau-Fördermitteln und nach einem Pilotprojekt oder suchen Sie gezielt in der Straße nach rüstigen Senioren und/ oder Ladeninhabern, deren Herzblut an der Straße hängt.
Fazit für Schnellleser:
Herausfordernde-Straßen-Manager im Ehrenamt!
2.4 PERIPHERE STÄDTE HABEN ES SCHWER!?
Wir sind der Meinung, dass periphere Städte eine einzigartige Nischenposition innehaben, die sie zu ihrem Vorteil nutzen können.
Sie werden nämlich nicht vom Speckgürtel Zuzug überrollt, sondern können sich eigenständig profilieren.
Ohne Profil, ohne Alleinstellungsmerkmal (siehe Kapitel 3.10) und Angebote ist alles nichts, auch nicht für Rückkehrer. Wenn wir strategisches Marketing für kleine Städte machen, finden wir daher zuerst immer einmal heraus, was diese Kommune einzigartig macht.
Was ist das Besondere – und wie ist die Stimmung in der Stadt? Denn noch wichtiger als Zuzug und Rückzug zu organisieren, ist es, die, die da sind, zum Bleiben zu bewegen und ihren Stolz auf ihre Stadt zu wecken.
Denn – wir bleiben dabei: Alles Marketing ergibt keinen Sinn, wenn die Bürger, die eigenen Leute, die eigene Verwaltung die eigene Stadt/Region nicht lieben.
Fazit für Schnellleser:
Auch mal die loben, die da bleiben. Und die eigene Stadt lieben (lernen)!
2.5. „SEI EIN FREUND DEINER REGION“: EINE MILLION MEHR UMSATZ DURCH DEN SAMMLER-PASS
Es war 2020 und die Welt schien aus den Fugen. Auf dem Lande und in der Stadt. Hoffnungslosigkeit. Würden die sowieso durch den Onlinehandel angeschlagenen Einzelhändler nach der Pandemie nicht mehr da sein?
Wird der Einzelhandel sterben und Innenstädte verwaisen und öde?
Das fragten sich drei Macher aus der Sängerstadt Finsterwalde. „Nein. Das wollen wir nicht zulassen.“ So gründeten Angela Hesse-Krüger, Sybille Reimschüssel und Jens Madsen eine Cityoffensive. Die Stempelfiwanauten. Finsterwalde wird von den Einheimischen Fiwa genannt.
Die Idee ist so einfach wie genial:
Mit der Botschaft: „Kaufe in unserer Stadt ein – sei ein Freund deiner Region.“ Sammle Stempel und werde zertifizierter Stempelfiwanaut!“, ging das Team auf Unternehmer und Kunden zu.
Ziel war es, mit jedem Einkauf in einem lokalen Geschäft vor Ort einen Stempel in ein Stempelheft zu bekommen und so möglichst viele Stempel zu sammeln. Bereits zu Beginn beteiligten sich 87 Unternehmer an der Aktion.
Die Stempelfiwanauten nahmen rasch an Fahrt auf. Vor allem über intensive Social Media Aktivitäten kamen täglich neue Händler und begeisterte Stempelsammler hinzu.
Und eine Art neues Selbstbewusstsein entstand.
Angela Hesse-Krüger sagt: „Wir haben die Finsterwalder animiert, Lokalpatrioten zu werden. Fragten. Wer, wenn nicht ihr, könnt die Innenstadt retten?“ Die Finsterwalder und das Umland reagierten.
Sie wurden zu begeisterten Stempeljägern und die fast tägliche Berichterstattung über die Menschen die in den Läden, Restaurants oder Sport- und Freizeiteinrichtungen stehen, ließen die Social Media Fangemeinde...
| Erscheint lt. Verlag | 23.11.2023 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Bewerbung / Karriere |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung ► Staat / Verwaltung | |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Marketing / Vertrieb | |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Projektmanagement | |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| Schlagworte | Alleinstellungsmerkman • bcsd • Einzelhandel • Innenstadt • Innenstadtmanagement • Innenstadt Management • kleine Stadt • kleine Städte • Marke • Markenbildung • Marketing • Öffentliche Hand • Stadtmarketing • Stadtmarketing Beispiele |
| ISBN-10 | 3-384-06985-4 / 3384069854 |
| ISBN-13 | 978-3-384-06985-6 / 9783384069856 |
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