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Die WF-Methode - eine nachhaltige und effektive Möglichkeit, Konflikte zu lösen! (eBook)

Wähle die Freiheit auf dem Weg zum Frieden mit dir selbst und deiner Umgebung
eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
132 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-63697-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die WF-Methode - eine nachhaltige und effektive Möglichkeit, Konflikte zu lösen! -  Carolin Kreyling
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Die WF-Methode ist eine Möglichkeit, Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Frieden in das eigene Leben zu bringen, indem man Wut und andere belastende Emotionen als Wegweiser nutzt, um falsche Überzeugungen zu finden und positive Überzeugungen über sich und die Welt zu aktiveren. Sie ist einfach in der Anwendung: man muss keine sprachlichen Methoden und Kniffe lernen, um Konflikte zu lösen, sondern kann sich von Assoziationen leiten lassen. Sie ist effektiv: man muss sich nicht auf die Suche nach hinderlichen Glaubenssätzen machen, sondern findet sie ganz leicht, indem man sich von Wut und anderen unangenehmen intensiven Emotionen leiten lässt. Sie wirkt umfassend: Überzeugungen haben einen Einfluss auf das gesamte Leben und Umfeld. Konflikte lösen sich quasi als Nebenwirkung der Arbeit von selbst auf. Sie ist nachhaltig: man muss die positiven Überzeugungen nicht auswendig lernen, sondern diese sind schon immer da gewesen und werden nun wieder aktiviert.

Auch wenn mir das erst später klar wurde, war mein berufliches Leben immer davon geprägt, Menschen in verschiedenen Situationen über einen mehr oder weniger langen Weg zu begleiten. Als Sozialpädagogin arbeitete ich bei einem privaten Bildungsträger und leitete später als Montessori-Pädagogin Mutter-Kind-Montessori-Gruppen bzw. Spielgruppen für Kleinkinder. Später begleitete ich einige Kinder als Tagesmutter. In dieser Zeit fertigte ich auch eine Dissertation zur sozialen Situation von Familien mit psychisch krankem Elternteil an. Meine Promotion schloß ich 2009 ab. Das Jin Shin Jyutsu lernte ich 2009 kennen. Über eine Praxisgruppe näherte ich mich den Selbsthilfekursen, schließlich besuchte ich auch die Kurse, die mir das Zertifkat als Praktikerin brachten. 2016 gründete ich meine Praxis und seit 2017 darf ich die Selbsthilfebücher auch unterrichten. In meiner Arbeit mit Jin Shin Jyutsu stieß ich manchmal an Grenzen, wenn es um die Veränderung tiefsitzender Überzeugungen über sich selbst und die Welt ging. Seit 2019 arbeite ich deshalb mit der WF-Methode. Die Kombination von Jin Shin Jyutsu und WF-Methode finde ich extrem effektiv. 2015 bot sich mir die Gegelenheit, an der zweijährigen Weiterbildung "NaturSpielpädagogik" an der FH Kiel teilzunehmen. Die Inhalte und Erkenntnisse aus dieser Weiterbildung fließen ebenfalls in meine tägliche Arbeit mit ein. Ehrenamtlich biete ich seit 2013 für die LaLecheLiga Stillberatung an.

Auch wenn mir das erst später klar wurde, war mein berufliches Leben immer davon geprägt, Menschen in verschiedenen Situationen über einen mehr oder weniger langen Weg zu begleiten. Als Sozialpädagogin arbeitete ich bei einem privaten Bildungsträger und leitete später als Montessori-Pädagogin Mutter-Kind-Montessori-Gruppen bzw. Spielgruppen für Kleinkinder. Später begleitete ich einige Kinder als Tagesmutter. In dieser Zeit fertigte ich auch eine Dissertation zur sozialen Situation von Familien mit psychisch krankem Elternteil an. Meine Promotion schloß ich 2009 ab. Das Jin Shin Jyutsu lernte ich 2009 kennen. Über eine Praxisgruppe näherte ich mich den Selbsthilfekursen, schließlich besuchte ich auch die Kurse, die mir das Zertifkat als Praktikerin brachten. 2016 gründete ich meine Praxis und seit 2017 darf ich die Selbsthilfebücher auch unterrichten. In meiner Arbeit mit Jin Shin Jyutsu stieß ich manchmal an Grenzen, wenn es um die Veränderung tiefsitzender Überzeugungen über sich selbst und die Welt ging. Seit 2019 arbeite ich deshalb mit der WF-Methode. Die Kombination von Jin Shin Jyutsu und WF-Methode finde ich extrem effektiv. 2015 bot sich mir die Gegelenheit, an der zweijährigen Weiterbildung "NaturSpielpädagogik" an der FH Kiel teilzunehmen. Die Inhalte und Erkenntnisse aus dieser Weiterbildung fließen ebenfalls in meine tägliche Arbeit mit ein. Ehrenamtlich biete ich seit 2013 für die LaLecheLiga Stillberatung an.

Beispiele für WF-Arbeit

Zwei Beispiele für vollständige WF-Arbeiten zeigen im Folgenden, wie WF-Gespräche aussehen können. Im ersten Beispiel ging es um eine konkrete kurze Situation, auf die wir uns konzentriert haben. Alle Nebenaspekte wurden auf ein weiteres Blatt geschrieben, das als Ausgangspunkt für weitere WF-Gespräche diente. Die Klientin war mit der Arbeitsweise schon vertraut, sodass eine erklärende Einführung nicht nötig war und die Überlegungen und Formulierungen der richtigen Glaubenssätze zügig verliefen. Auf diese Weise dauerte dieses Gespräch ungefähr 45 Minuten.

Manche Gespräche sind umfangreicher, weil der Klient viel zu den Fragen zu antworten hat. Die Suche nach den richtigen Glaubenssätzen kann dann länger dauern, als es die Konzentration des Klienten zulässt. Dann kann man die Arbeit unterbrechen und später wieder aufnehmen. Auch wenn mehrere Tage dazwischen liegen, kann man die Arbeit an dieser Stelle fortführen. Zurück zum Beispiel.

Die Ausgangssituation war eine missglückte Kontaktaufnahme der Klientin mit ihrer Mutter: diese widmete sich sehr intensiv einem Etikett, anstatt sich ihr zuzuwenden. Die Klientin sprach ihre Mutter an, erhielt aber keine Reaktion.

Die Mitschrift umfasste nur die Antworten, zur besseren Übersicht sind hier die Fragen auch aufgeführt.

Auf wen bist Du wütend? Um wen geht es? Meine Mutter.

Was genau macht Dich wütend? Sie ignoriert mich. Das Etikett ist ihr wichtiger.

Was sollte Deine Mutter stattdessen in dieser Situation machen oder nicht machen? Sie sollte das Etikett Etikett sein lassen und sich mir zuwenden.

Was sollte Deine Mutter stattdessen in dieser Situation denken oder nicht denken? Sie sollte denken, dass ich wichtiger bin als das Etikett.

Was sollte Deine Mutter stattdessen in dieser Situation sein oder nicht sein? Sie sollte mir zugewandt sein.

Was sollte Deine Mutter stattdessen in dieser Situation fühlen oder nicht fühlen? Sie sollte mich fühlen. Sie sollte nicht so steinhart fühlen.

So insgesamt: wie sollte sich Deine Mutter in dieser Situation ändern? Sie sollte nicht so unverschämt sein und mich nicht mit Ignorieren strafen.

Was denkst Du über Deine Mutter? Mache eine Liste mit negativen und positiven Eigenschaften, wie sie in dieser Situation ist. Sie ist steinhart. Sie ist nicht ansprechbar.

Brauchst Du etwas von Deiner Mutter? Was muss sie Dir in dieser Situation geben oder tun, um Dir zu gefallen? Ich brauche ihre Aufmerksamkeit.

Was willst Du mit Deiner Mutter in dieser Situation NIE WIEDER erleben? Ich will NIE WIEDER erleben, dass ich ignoriert werde!

Nun wurden die Antworten Satz für Satz bearbeitet. Zur besseren Nachvollziehbarkeit, wie die positiven Glaubenssätze gefunden wurden, folgt hier die Umformung nach dem Schema:

Antwort: _________,

falscher Glaubenssatz: _________,

Überlegungen, die zum richtigen Glaubenssatz führen: _________,

richtiger Glaubenssatz: _________.

Zur Erinnerung: Der falsche Glaubenssatz ergibt sich aus der Antwort, indem die Personalpronomen in die Ich-Form verändert werden. Der richtige Glaubenssatz ergibt sich aus der Suche nach dem Gegenteil oder Gegenstück.

Aufgeschrieben wurden nur die positiven Glaubenssätze, wie in der Zusammenfassung weiter unten.

Antwort: Sie ignoriert mich. Das Etikett ist ihr wichtiger.

Falscher Glaubenssatz: Ich ignoriere mich. Das Etikett ist mir wichtiger.

Überlegungen: Was ist eigentlich „das Etikett“? Es ist etwas, das ganz außen auf der Verpackung klebt. Das Gegenteil davon ist das Innerste. Das ist für die Klientin ihre Seele.

Richtiger Glaubenssatz: Ich nehme mich wahr. Meine Seele ist mir am wichtigsten.

Antwort: Sie sollte das Etikett Etikett sein lassen und sich mir zuwenden.

Falscher Glaubenssatz: Ich sollte das Etikett Etikett sein lassen und mich mir zuwenden.

Überlegungen: „Das Etikett Etikett sein lassen“ bedeutete für die Klientin, es nicht zu beachten, das Gegenteil davon ist „beachten“, dazu gehört dann auch „achten“. Auch der ganze andere Inhalt, im Gegenteil zum außen Aufgeklebten, gehört dazu: meine Fähigkeiten und mein Körper.

Richtiger Glaubenssatz: Ich beachte, wie es meiner Seele geht. Ich achte meine Fähigkeiten und meinen Körper!

Überlegungen: Aus „zuwenden“ ist der Teil „wenden“ wichtig, also „umwenden, umdrehen, verändern“. Das Gegenteil dazu ist: „etwas so lassen, wie es ist“.

Richtiger Glaubenssatz: Ich lasse mich so, wie ich bin!

Antwort: Sie sollte denken, dass ich wichtiger bin als das Etikett.

Falscher Glaubenssatz: Ich sollte denken, dass ich wichtiger bin als das Etikett.

Überlegungen: Das Gegenteil zu „denken“ ist „fühlen“. Das Gegenteil von „wichtiger“ ist „gleich wichtig“.

Richtiger Glaubenssatz: Ich fühle: Meine Seele, mein Körper und meine Fähigkeiten sind gleich wichtig.

Antwort: Sie sollte mir zugewandt sein.

Falscher Glaubenssatz: Ich sollte mir zugewandt sein.

Überlegungen: Wie oben: „(zu)wenden“ → „etwas so lassen wie es ist“. Hier kommt aber noch ein weiterer Aspekt dazu:

Richtiger Glaubenssatz: Meine Seele, mein Körper und meine Fähigkeiten machen mich aus.

Antwort: Sie sollte nicht so steinhart fühlen.

Falscher Glaubenssatz: Ich sollte nicht so steinhart fühlen.

Überlegungen: Das Gegenteil davon ist:

Richtiger Glaubenssatz: Meine Seele, mein Körper und meine Fähigkeiten sind füreinander da und durchlässig.

Antwort: Sie sollte mich fühlen.

Falscher Glaubenssatz: Ich sollte mich fühlen.

Überlegungen: Das Gegenteil von „fühlen“ ist „kennen, wissen, verstehen“.

Richtiger Glaubenssatz: Meine Seele, mein Körper und meine Fähigkeiten kennen sich gegenseitig.

Antwort: Sie sollte nicht so unverschämt sein und mich nicht mit Ignorieren strafen.

Falscher Glaubenssatz: Ich sollte nicht so unverschämt sein und mich nicht mit Ignorieren strafen.

Überlegungen: Das Gegenteil von „sein“ ist „haben“, von „verschämt sein“ ist „frei sein“. Das Gegenteil zu „Strafe“ ist „Freiheit“.

Richtiger Glaubenssatz: Ich habe die Freiheit und befreie mich dadurch, dass ich mich wahrnehme.

Antwort: Sie ist steinhart.

Falscher Glaubenssatz: Ich bin steinhart.

Überlegungen: Das Gegenteil zu „steinhart“ ist für die Klientin „etwas Weiches, Kuscheliges, das mich einhüllt“. Richtiger Glaubenssatz: Ich umhülle mich: meine Seele und meinen Körper und meine Fähigkeiten. Oder anders ausgedrückt: Ich gebe dieser Dreiheit eine Hülle, ich verbinde sie zu einem Ganzen.

Antwort: Sie ist nicht ansprechbar.

Falscher Glaubenssatz: Ich bin nicht ansprechbar.

Überlegungen: Hier brauchte nicht weiter überlegt zu werden, der richtige Satz lag der Klientin schon auf der Zunge. Richtiger Glaubenssatz: Ich nehme mich wahr.

Antwort: Ich brauche ihre Aufmerksamkeit.

Falscher Glaubenssatz: Ich brauche meine Aufmerksamkeit.

Überlegungen: Das Gegenteil zu „brauchen“, also einer Bewegung, die etwas zu mir hinzieht, ist „geben“, also eine Bewegung, die von mir weggibt. Das Gegenteil zu „auf-“ ist „zu“. Und aus dem Inneren der Klientin hat sich der Begriff „Zu-Neigung“ zu Wort gemeldet.

Richtiger Glaubenssatz: Ich gebe mir Zuneigung.

Antwort: Ich will NIE WIEDER erleben, dass ich ignoriert werde!

Falscher Glaubenssatz: Ich werde ignoriert!

Überlegungen: Auch hier brauchte nicht weiter überlegt zu werden.

Richtiger Glaubenssatz: Ich nehme mich wahr!

Zusammenfassung der positiven Glaubenssätze, die nun wirken können.

Ich nehme mich wahr.

Meine Seele ist mir am wichtigsten.

Ich beachte, wie es meiner Seele geht.

Ich achte meine Fähigkeiten und meinen Körper!

Ich lasse mich so, wie ich bin!

Meine Seele, mein Körper und meine Fähigkeiten sind gleich wichtig und machen mich aus und sind durchlässig und kennen sich gegenseitig.

Ich habe die Freiheit und befreie mich dadurch, dass ich mich wahrnehme.

Ich umhülle mich: meine Seele und meinen Körper und meine Fähigkeiten. Ich gebe dieser Dreiheit eine Hülle, ich verbinde sie zu einem Ganzen.

Ich nehme mich wahr.

Ich gebe mir Zuneigung.

Ich nehme mich wahr!

Bemerkenswert ist die Veränderung der Glaubenssätze während der Arbeit von „meine Seele ist am wichtigsten“ über „Seele, Körper und Geist sind gleich wichtig“ bis hin zu „sie sind eine Einheit.“ Und diese Verbindung zu einer Einheit erlaubt es der Person, sich „wahrzunehmen“,...

Erscheint lt. Verlag 15.11.2022
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Lebenshilfe / Lebensführung
Sozialwissenschaften Soziologie
Technik
Schlagworte Ausgeglichenheit • Einstellungen • Glaubenssätze • Konfliktlösung • Überzeugungen
ISBN-10 3-347-63697-X / 334763697X
ISBN-13 978-3-347-63697-2 / 9783347636972
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