Zuhause im Übergang
Hamburg Hauptbahnhof: Hier finden sich junge Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, hier hat sich - wie am Bahnhof Zoo - eine eigene kleine Welt gebildet. Ute Marie Metje hat sich in die Szene hineinbegeben und drei Jahre lang den Alltag und die Lebenswelt minderjähriger junger Frauen und Mädchen kennen gelernt. Einfühlsam schildert sie, was diese Mädchen bewegt: Worüber sie reden, wie sie miteinander umgehen, wie sie sich auf der Straße, im Bahnhof und innerhalb einer pädagogischen Anlaufstelle am Hauptbahnhof verhalten. So erscheinen die jungen Frauen mitunter als "ganz normale" Mädchen - die dennoch unübersehbar geprägt sind durch das Überlebenmüssen auf der Straße. Die Autorin liefert überdies wichtige Einsichten für die Arbeit vor Ort, indem sie die Rolle der Jugendhilfeeinrichtungen in dieser Situation thematisiert.
Ute Marie Metje, Dr. phil., habilitiert sich am FB Kulturwiss./Europäische Ethnologie der Universität Bremen.
I. Einleitung
II. Theoretische Grundlagen
1. Forschungsstand
2. Der "Cultural Turn"
III. Methodische Überlegungen
1. Forschungsorte
1.1 Die Anlaufstelle KIDS (Kinder in der Szene)
1.2 Der Hauptbahnhof
1.3 Die Straße
2. Forschungsstrategien
2.1 Zum Einstieg ins Feld
IV. Facetten von Inszenierungen
1. Das KIDS als Bühne
1.1 Vom Wert eines Menschen
1.2 Martha, oder: "...da wär' ich ein richtiges Busenwunder!"
1.3 Sex als Leistungssport
2. Der Bahnhof als Bühne
2.1 Vom Spucken und Bespuckt-Werden
3. Die Straße als Bühne
3.1 Gewitztheit und Kreativität
3.2 Scham und Verleugnung
V. Grenzüberschreitungen
1. Anpassung und Widerspenstigkeit
1.1 Gegenseitiges Beleidigen und Beschimpfen
2. Wechselspiele: Macht und Ohnmacht
2.1 Der Kampf um das eigene Gleichgewicht
2.2 Austesten von Grenzen
VI. Gespräche beim Essen
1. Die Küche als wichtigster Ort der Forschung
2. Kommunikative Formen bei Tisch
2.1 "Früher, da war ich richtig fett..."
2.2 "Kinder, das Essen ist fertig!"
2.2.1 Machtkämpfe bei Tisch
2.3 "Essen her - das schmeckt ja alles wie Kotze!"
VII. Aspekte der Jugendhilfelandschaft
1. Jugendhilfelandschaft
1.1 Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
1.2 Vernetzungsstrukturen
2. Brüche und Ungereimtheiten
2.1 "Endlich habe ich meine Ruhe…!"
2.2 "Sie will keine enge Betreuung."
3. Aspekte von Machtverhältnissen
3.1 Die Bedeutung von Symbolen und ihre Funktion
3.2 Anpassung und Identifizierung
4. Das KIDS: Zentrum und Peripherie
4.1 "Weil die sich hier kümmern."
4.2 "Es gibt keinen Bedarf mehr."
VIII. "Na, was weißt du jetzt vom Bahnhof?"
IX. Literaturverzeichnis
| Erscheint lt. Verlag | 14.2.2005 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Transkulturelle Studien ; 2 |
| Verlagsort | Weinheim |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 151 x 212 mm |
| Gewicht | 387 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie |
| Schlagworte | Bahnhofsszene • Drogenszene • Ethnologie • Hamburg • Hamburg (Hauptbahnhof) • Hamburg; Politik/Zeitgesch. • HC/Ethnologie/Sonstiges • HC/Ethnologie/Völkerkunde • Jugendhilfe • Sozialarbeit • Strassenkind • Strassensozialarbeit |
| ISBN-10 | 3-593-37604-0 / 3593376040 |
| ISBN-13 | 978-3-593-37604-2 / 9783593376042 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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