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Verehrte Körper, verführte Körper

Die Olympischen Spiele der Neuzeit und die Tradition des Dionysischen
Buch | Softcover
X, 293 Seiten
2004
De Gruyter (Verlag)
978-3-484-66043-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Verehrte Körper, verführte Körper - Mischa Delbrouck
CHF 124,00 inkl. MwSt
Die Buchreihe Theatron bietet besonders qualifizierten Abhandlungen aus den Bereichen Theaterwissenschaft und Dramenforschung ein interdisziplinäres Forum. Studien zu allen Sparten des Theaters– vom Bühnenbild bis zur Schauspielkunst, vom Regietheater bis zum Puppenspiel– finden ebenso Platz wie solche zur Dramentheorie und zu den dramatischen Gattungen aus den verschiedenen philologischen Disziplinen, des weiteren zum Musiktheater und Theatertanz. Die Vielfalt der im Phänomen Theater zusammentreffenden Künste verlangen diese Ausrichtung auf ein breites Spektrum von Forschungsansätzen und Fragestellungen.
Die Olympischen Spiele der Neuzeit sind ein Fest der Körper. Während die Sportler ihren Körper und ihre Körperlichkeit zur Schau stellen, erfahren die Olympiazuschauer im Stadion und am Fernsehbildschirm die olympische Leidenschaft am eigenen Leib. Bombastische Inszenierungen mit Feuer, Licht und Musik; Spannung, Jubel und Ekstase; die Macht der Masse; kultische Versatzstücke; die Sinnlichkeit der agierenden Körper; alles zusammengehalten von der Olympischen Idee, die in ihrer Vagheit ans Herz und nicht an den Verstand appelliert: Das - im Sinne Nietzsches - dionysische Erbe des modernen Olympia ist unverkennbar. »Verehrte Körper, verführte Körper« verfolgt diesen für Theater-, Medien- und Sportwissenschaft interessanten Zusammenhang in vier Stationen: Zunächst wird die von Richard Wagner inspirierte Olympische Idee des Olympiagründers Baron Pierre de Coubertin erläutert. Coubertin konzipierte Olympia als moderne Zivilreligion in einer abstrakter werdenden Umwelt. Wie Körper- und Kollektivideale über sinnliche Inszenierungsformen vermittelt werden, zeigen drei vergleichende Medienanalysen: Die Olympische Eröffnungsfeier von Barcelona 1992 bedient sich desselben Inszenierungsarsenals wie historische Massentheaterprojekte; die Olympia-Filme Leni Riefenstahls kombinieren faschistische und olympische Sehnsüchte zu einem filmischen >Gesamtkunstwerk<; die TV-Inszenierungen der Spiele 2000 von Sydney werden zu einem media event, der sich selbst, »The best games ever« und die weltumspannende Gemeinschaft der Fernsehzuschauer feiert.
Erscheint lt. Verlag 12.3.2004
Reihe/Serie Theatron ; 43
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Gewicht 400 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Theater / Ballett
Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft • Außenpolitik • Das @Dionysische • Das Dionysische • dionysische • Dionysus (Greek deity) • Drama • Gesamtkunstwerk • Hardcover, Softcover / Kunst/Theater, Ballett • HC/Kunst/Theater, Ballett • Het Dionysische • Human body (Philosophy) • Inszenierung • Korperbild • Körperbild • Körperbild • Körperkultur • Literary criticism • Literary Studies, general • Massamedia • Massenmedien • Olympics • Olympics, Philosophy • Olympics, Sociological aspects • Olympische Spel • Olympische Spelen • Olympische Spiele • philologisch • Philosophy • Populaire cultuur • sociological aspects • Sport • Wilhelm • Zuschauer
ISBN-10 3-484-66043-0 / 3484660430
ISBN-13 978-3-484-66043-4 / 9783484660434
Zustand Neuware
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