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Zeichen und Gesten – Heilpädagogik als Kulturthema - Heinrich Greving, Christian Mürner, Peter Rödler

Zeichen und Gesten – Heilpädagogik als Kulturthema

Buch | Softcover
281 Seiten
2004
Psychosozial-Verlag
978-3-89806-302-9 (ISBN)
CHF 41,85 inkl. MwSt
Sprachliche Zeichen und körperliche Gesten sind grundlegend für die menschliche Kultur und den Umgang mit Menschen. Darauf aufbauend, beschreiben die Beiträger dieses Bandes den Wandel von Zeichen und Gesten in der Heilpädagogik und stellen dies als Kulturthema vor.
Zeichen und Gesten wirken wegweisend. Sie gehören zusammen, werden aber in der Alltagserfahrung oft vernachlässigt. Reflexionen über Körper und Körperlichkeit sowie die Semiotik – die Lehre von den Zeichen – sind grundlegende Theorien für die menschliche Kultur und den Umgang mit Menschen.
'Zeichen und Gesten' beschreibt den Wandel von Zeichen und Begrifflichkeiten in der Heilpädagogik, z. B. durch Normalitätsvorstellungen, die 'Behinderung' erst definieren. Einen zweiten Schwerpunkt bildet das Thema Körperlichkeit und Gesten. Abschließend stellen die Beiträger das Thema Heilpädagogik als Kulturthema vor, u. a. unter den Aspekten 'Behindertsein als kulturelles Wahr-Zeichen' und 'Kultur der Behinderung im Gedicht'.

Heinrich Greving ist Professor für Allgemeine und Spezielle Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster. Forschungsschwerpunkte: Professionsentwicklung der Heilpädagogik, Didaktik und Methodik, Organisationsentwicklung und Beratung.
(Stand: April 2013)

Veröffentlichungen u.a.:

Heilpädagogisches Denken und Handeln (mit P. Ondracek), Stuttgart 2009.

Handbuch Heilpädagogik (mit P. Ondracek), Troisdorf, 2009, 2. Aufl.

Kompendium der Heilädagogik, Troisdorf, 2007.

Management in der Sozialen Arbeit, Bad Heilbrunn, 2008. Christian Mürner lebt und arbeitet als Behindertenpädagoge und freier Publizist seit 1977 in Hamburg. Zu seinen Themenschwerpunkte zählen Behinderung, Genetik, Ethik, Ästhetik, Literatur, Kunst, Kulturgeschichte und Medien.
(Stand: April 2013)

Veröffentlichungen u.a.:

Behinderung als Metapher (Verlag Paul Haupt, Bern 1990).

Philosophische Bedrohungen, Kommentare zur Bewertung der Behinderung (Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 1996).

Verborgene Behinderungen, 25 Porträts bekannter behinderter Persönlichkeiten (Luchterhand Verlag, Neuwied 2000).

Medien- und Kulturgeschichte behinderter Menschen. Sensationslust und Selbstbestimmung (Beltz, Weinheim 2003).

Malerische Kompetenz, Bildende Künstler mit Behinderung (Murken-Altrogge Herzogenrath).

Hrsg. von: Ethik, Genetik, Behinderung (1991, Edition SZH Luzern).

Hrsg. von: Die Verbesserung des Menschen - Von der Heilpädagogik zur Humangenetik (2002, Edition SZH Luzern).

zusammen mit Volker Schönwiese (Hg.): Das Bildnis eines behinderten Mannes. Ausstellungskatalog und Wörterbuch (Neu-Ulm, 2006).

zusammen mit Udo Sierck: Kruppelzeitung. Brisanz der Behindertenbewegung (Neu-Ulm, 2009). Peter Rödler ist Professor für Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Heterogenität an der Universität Koblenz-Landau. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich der Lehrerausbildung des Diploms Erziehungswissenschaften und der Computervisualistik.

Rödler wurde 1993 für Erziehungswissenschaften habilitiert auf der Basis der Habilitationschrift "Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen - Grundlagen einer allgemeinen basalen Pädagogik". In den folgenden Jahren hatte er Gastprofessuren an den Universitäten Frankfurt, Würzburg, Wien und Innsbruck inne.

Zusammen mit Prof. Gerd Schwabe (Wirtschaftsinformatik) und Prof. Uli Fuhrbach (Informatik, KI) gründete er 2001 das fachbereichübergreifende Dienstleistungs- und Forschungsinstitut "Institut für Wissensmedien" (IWM) und ist seitdem Mitdirektor des Instituts.

Er ist Mitglied in den EU-Sokrates-Projekten INTEGER zur Erarbeitung eines Hochschulcurriculums für Inclusive Education und ODL:Inclusive zur Erarbeitung eines Selbst- und Fernstudienmoduls zu den Grundlagen von Inclusive Education.

Rödler hält Vorträge und macht Fall- und Krisenberatungen insbesondere zu autistischem Verhalten und den Grundlagen der Arbeit mit Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen im In- und Ausland, unter anderem in Ecuador, Italien, Japan, Österreich und Ungarn.

1989-2007 war er Schriftleiter der Fachzeitschrift "Behindertenpädagogik".
(Stand: April 2013)

Veröffentlichungen u.a.:

geistig behindert - Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen? Neuwied, Berlin 2000.

Diagnose: Autismus - ein Problem der Sonderpädagogik. Frankfurt am Main, Afra-Druck, 1983.

Rödler, P./Berger, E./Jantzen, W. (Hrsg.): Es gibt keinen Rest! Neuwied, Berlin 2001.
mit Greving H. (Hrsg.): Stichworte "Sprache", "Kommunikation" und "Autismus". In: Kompendium Heilpädagogik. Bildungsverlag eins, Troisdorf 2007.

Pubertät als krisenanfällige Zeit. In: Hilfe für das autistische Kind e.V.: Krise ist immer auch Bewegung - Autismus im Brennpunkt. Hamburg 2005.

Rehistorisierung als Konstruktion. In: Feuser, G./Jantzen, W.: Erkennen und Handeln. Berlin 2002.

Die Theorie des Sprachraums als methodische Grundlage der Arbeit mit 'schwerstbeein- trächtigten' Menschen. In: Rödler, P./Berger, E./Jantzen, W.: Es gibt keinen Rest! Neuwied, Berlin 2001.

Geistig behindert - nicht wahr aber wirklich! In: Greving/Gröschke (Hrsg.): Geistige Behinderung - Reflexionen über ein Phantom. Bad Heilbrunn 2000.

Ein wahrer Einblick in eine unheimliche Inklusionsdiskussion. Behindertenpädagogik 4/2011, S. 342-355.

Kein Missverständnis! Zur tödlichen Logik der Argumentation Peter Singers. Behindertenpädagogik 1/2011, S. 54-65.

Inhalt

Vorwort der Herausgeber
Heinrich Greving, Christian Mürner, Peter Rödler

I. Wandel der Zeichen
Peter Rödler: Zur ethischen Potenz einer zeichenorientierten Pädagogik
Hajo Jacobs: Mikrologische Heilpädagogik – heilpädagogische Mikrologie?
Oder: 'Nur wenn, was ist, sich ändern lässt, ist das, was ist, nicht alles.'
Martin Stahlmann: Fahren ohne Stadtplan – Heilpädagogisches Handeln ohne Wegweiser?
Heinrich Greving: Von der Erziehung zur Assistenz – Wandel der Sprache oder Verwandlungen der Botschaften?
Ulrich Scheibner: Zeichen. Sprache. Verständigung und Sprachlosigkeit. Kommunikation im besonderen Sprachraum der Werkstatt für behinderte Menschen
Anne Waldschmidt: Paradoxien des Normalismus: Normalitätsvorstellungen im heilpädagogischen Diskurs

II. Gesten im Blickpunkt
Franz Schönberger: Präsenz und Repräsentanz – Körperkult und Leibfeindlichkeit, Körperbehinderung und Leibkultur in den Netzwerken der ((post-?))(post-?)modernen Gesellschaft
Brita Schirmer: Mimik und Gestik von Menschen mit autistischer Behinderung
Andreas Schultheiß: Wenn Hiob berührt worden wäre
Barbara Jeltsch-Schudel: Klinische Heilpädagogik: unüblich als Begriff, vernachlässigt als Bereich, herausfordernd als Aufgabe

III. Heilpädagogik als Kulturthema
Emil E. Kobi: Kulturhindernde Existenzen und Leiden als kultureller Stimulus
Hans-Uwe Rösner: Behindertsein als kulturelles Wahr-Zeichen. Umrisse einer dekonstruktiven Kritik
Friedrich Albrecht: Warum Freire nie nach Playas kam und warum Menschen immer wieder das Rad neu erfinden müssen
Peter Fuchs: Vom Selbstverständlichen im Umgang mit Menschen
Christian Mürner: 'Sechs Beine hat der Elefant. Er wird auch Missgeburt genannt.' Kultur der Behinderung im Gedicht

Reihe/Serie psychosozial
Verlagsort Gießen
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 425 g
Themenwelt Sozialwissenschaften Pädagogik Sonder-, Heil- und Förderpädagogik
Schlagworte Gestik • Gesundheit • Heilpädagogik • Inklusion • Semiotik • Sprache • Zeichen
ISBN-10 3-89806-302-X / 389806302X
ISBN-13 978-3-89806-302-9 / 9783898063029
Zustand Neuware
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