Hochschuldidaktisches Interreligiöses Begegnungslernen (eBook)
260 Seiten
Waxmann Verlag GmbH
978-3-8309-9415-2 (ISBN)
Dieser Band thematisiert Potenziale interreligiöser Kompetenzentwicklung aus einer empirisch und international angelegten Studie. Der Autor greift Sichtweisen von Ethik- und Religionsstudierenden unterschiedlicher Religion bzw. Weltanschauung auf, reflektiert den interreligiösen Kompetenzbegriff in der Hochschullehre und entwickelt daraus Empfehlungen für die Ethik- und Religionslehrerausbildung.
Christian Ratzke, Dr., lehrt und forscht im Bereich Religionspädagogik mit den Schwerpunkten interreligiöses Lernen, Kompetenzentwicklung und Heterogenität. Seit 2016 untersucht er das Interreligiöse Begegnungslernen in der Lehrerbildung. Ab August 2021 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Katholische Theologie an der RWTH Aachen.
Frontmatter 1
Titel 1
Impressum 4
Danksagung 7
Inhalt 9
Einleitung 15
1. Ausgangssituation 15
1.1 Forschungsdesiderat 17
1.2 Fragestellung der empirisch-explorativen Studie 19
1.3 Aufbau der empirisch-explorativen Studie 20
A. Interreligiöses Lernen als Chance in der Hochschullehre 23
1. Bedeutende Entwicklungen im interreligiösen Lernen 23
1.1 Interreligiöses Lernen als Antwort auf zunehmende religiöse Pluralität 23
1.2 Eckpunkte interreligiösen Lernens vom Zweiten Vatikanum bis 2010 24
1.2.1 Das Zweite Vatikanum (1962–1965) 24
1.2.2 Interreligiöses Bemühen der 1960er bis 1990er Jahre 25
1.2.3 Interreligiöse Forschungen in den 2000er Jahren 29
1.3 Interreligiöse Kompetenz in den 2010er Jahren als fester Bestandteil innerhalb der Religionspädagogik 33
1.3.1 Modell „Trialog der Kulturen“ (2011) 34
1.3.2 Die „Berliner Kompetenz“ (2011) 34
1.3.3 Interreligiöse Kompetenz nach J. Willems (2011) 35
1.3.4 Subjektorientierte interreligiöse Kompetenz nach M. Schambeck (2013) 36
1.3.5 Interkulturell-interreligiöse Kompetenz nach M. Bernlochner (2013) 37
1.3.6 Interreligiöses Lernen in Begegnung an der KPH Wien/Krems (2014) 38
1.3.7Fächerkooperierendes Interreligiöses Begegnungslernen des Instituts für Philosophie und Theologie an der PH Heidelberg (2014) 39
1.3.8 Neuere Forschung zu interreligiösen Kompetenzen (2014–2016) 40
1.3.9 Interreligiöses Lernen durch Perspektivenübernahme (2017) 42
1.3.10 Neueste Forschung zu interreligiösen Kompetenzen (2018–2019) 43
1.3.11 Fazit: Empirische Forschung zu interreligiösen Kompetenzen 45
2. Definitionen zentraler Begrifflichkeiten 46
2.1 Interreligiöse Bildung 46
2.2 Die Verhältnisbestimmung von religiöser und interreligiöser Kompetenzanbahnung 47
2.3 Interreligiöse Kompetenzen 48
2.4 Die Diskussion um den Religionsbegriff 48
2.5 Religiöses Lernen 50
2.6 Interkulturelles Lernen 51
2.7 Interreligiöses Lernen 51
2.8 Interreligiöses Begegnungslernen 52
2.8.1 Interreligiöses Begegnungslernen mittels Medien 52
2.8.2 Interreligiöse Begegnungen anhand von Trainings 53
2.8.3 Interreligiöse Begegnungen zwischen Personen 53
2.8.4 Fächerkooperierendes Interreligiöses Begegnungslernen 54
3. Kompetenzorientierung im erziehungswissenschaftlichen Kontext: Eine kritische Annäherung aus religionspädagogischer Perspektive 54
3.1 Zum gegenwärtigen Stand der Kompetenzorientierung 54
3.2 Kritische Einwürfe zur Kompetenzorientierung im Religionsunterricht 56
3.3 Argumente für eine Kompetenzorientierung im Religionsunterricht 59
3.4 Fazit zur Kompetenzorientierung im Religionsunterricht 61
4. Interreligiöse Kompetenzen im Religionsunterricht laut Kirchen- und Bildungsvorgaben 62
4.1 Anschlussfähige interreligiöse Kompetenzen 63
4.2 Empirische Anschlussfähigkeit von interreligiösen Kompetenzen 65
B. Interreligiöses Begegnungslernen als Chance in der Hochschullehre 69
1. Das Konzept des Fächerkooperierenden Interreligiösen Begegnungslernens am Institut für Philosophie und Theologie an der PH Heidelberg 70
1.1Zur Etablierung des Konzepts im Fächerkooperierenden Interreligiösen Begegnungslernen in der Lehrer_innenbildung 70
1.2 Die Kompetenzorientierung im Fächerkooperierenden Interreligiösen Begegnungslernen 71
1.3 Der Modulaufbau des Zertifikats „Fächerkooperierendes Interreligiöses Begegnungslernen“ 72
1.4 Zum Ablauf der Projektdurchführung im Sommersemester 2017 73
1.5 Bisherige empirische Evaluationen von Projektdurchführungen im Fächerkooperierenden Interreligiösen Begegnungslernen 76
1.6 Replik aus der Forschung auf das Konzept Interreligiöses Begegnungslernen 76
2. Das interreligiöse Lernen in Begegnung an der KPH Wien/Krems 77
2.1 Die Institution Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems 77
2.1.1 Die interreligiös-ökumenische Kooperation des Instituts für Aus- und Fortbildung Religion 78
2.1.2 Interreligiöses Lernen in Begegnung im interkonfessionellen Modul 2-12 im Wintersemester 2016/2017 80
2.1.2.1 „Religion und schulische Festkultur“ 80
2.1.2.2 „Einführung in die Religionswissenschaft“ 81
2.1.2.3 „Einführung in das interkulturelle und interreligiöse Lernen“ 81
2.1.2.4 „Religion und ihre Feste als Lernchance und Herausforderung zur Begegnung“ 81
2.1.2.5 „Religiöse Feste in der Schule“ 82
2.1.2.6 „Religiöse Feste in einer säkularen Gesellschaft“ 82
2.1.2.7 Übergeordnete Zielsetzung des interkonfessionellen Moduls 2-12 82
2.1.2.8 Zwischenfazit 82
C. Religionspädagogische Grundlagen 84
1. Prozessbezogene interreligiöse Teilkompetenzender empirisch-explorativen Studie 84
1.1 Religiöse Wahrnehmungskompetenz 84
1.1.1 Die Diskussion um die religiöse Wahrnehmungskompetenz 84
1.1.2 Religiöse Wahrnehmungskompetenz im Kontext interreligiöser Kompetenzanbahnung in der Hochschullehre 86
1.2 Die Kompetenz der Anerkennung 87
1.2.1 Die Diskussion um die Kompetenz der Anerkennung 87
1.2.2 Die Kompetenz der Anerkennung im Kontext interreligiöser Kompetenzanbahnung in der Hochschullehre 89
1.3 Von der Differenzkompetenz zur Ambiguitätstoleranz 89
1.3.1 Die Diskussion um die Differenzkompetenz 90
1.3.2 Die Differenzkompetenz im Kontext interreligiöserKompetenzanbahnung in der Hochschullehre 91
1.3.3 Die Diskussion um die Ambiguitätstoleranz 91
1.3.4 Die Ambiguitätstoleranz im Kontext interreligiöserKompetenzanbahnung in der Hochschullehre 93
1.4 Reflektierter Perspektivenwechsel 93
1.4.1 Die Diskussion um die Kompetenz des Perspektivenwechsels 93
1.4.2 Die Kompetenz des Perspektivenwechsels im Kontext interreligiöser Kompetenzanbahnung in der Hochschullehre 96
1.4.3 Entwicklungsebenen der Kompetenz des Perspektivenwechsels 96
1.5 Empathiekompetenz 98
1.5.1 Die Diskussion um Empathiekompetenz 98
1.5.2 Empathiekompetenz im Kontext interreligiöserKompetenzanbahnung in der Hochschullehre 101
1.6 Religiöse Identitätssicherheit 101
1.6.1 Die Diskussion über die Kompetenz der religiösen Identitätssicherheit 101
1.6.2 Religiöse Identitätssicherheit im Kontext interreligiöser Kompetenzanbahnung in der Hochschullehre 104
1.7 Vorurteilsbewusste Haltung 104
1.7.1 Die Diskussion über die Kompetenz der vorurteilsbewussten Haltung 104
1.7.2 Vorurteilsbewusste Haltung im Kontext interreligiöser Kompetenzanbahnung in der Hochschullehre 108
2. Das interreligiöse Kompetenzstufenmodell der empirisch-explorativen Studie 108
2.1 Relevanz einer empirisch-explorativen Kompetenzuntersuchung 108
2.2 Erläuterung des interreligiösen Kompetenzstufenmodells der empirisch-explorativen Studie 109
D. Forschungsdesign 112
1. Zielsetzung der Arbeit 112
1.1 Forschungsfragen 113
1.2 Überblick Forschungsdesign 114
2. Beschreibung der Untersuchungsgruppen 116
2.1 Beschreibung der Untersuchungsgruppe „Wien“ 117
2.2 Beschreibung der Untersuchungsgruppe „Heidelberg“ 117
2.3 Auswahl der Stichprobe 118
2.3.1 Auswahl der Proband_innen für die quantitative Zusatzstudie 118
2.3.2 Auswahl der Proband_innen für die leitfadengestützten Interviews 118
2.3.3 Übersicht der Stichprobenziehungen 120
2.4 Generalisierbarkeit der quantitativen Ergebnisse 120
2.5 Konsequenzen für die Interpretation der qualitativen Ergebnisse 121
2.6 Größe der Untersuchungsgruppen 122
2.6.1 Größe der Stichprobe der Untersuchungsgruppe „Wien“ 122
2.6.2 Größe der Stichprobe der Untersuchungsgruppe „Heidelberg“ 123
2.6.3 Kurzüberblick beider Untersuchungsgruppen 124
3. Zeitlicher Ablauf der Studie 124
3.1 Ablauf des interreligiösen Lernens in Begegnung an derKPH Wien/Krems im Wintersemester 2016/2017 127
3.2 Ablauf des Fächerkooperierenden Interreligiösen Begegnungslernens an der PH Heidelberg im Sommersemester 2017 127
3.3 Fremdeinschätzung der Dozierenden nach der Projektdurchführung des Fächerkooperierenden Interreligiösen Begegnungslernens derPH Heidelberg im Wintersemester 2018/2019 131
4. Vorstellung der Untersuchungsinstrumente 132
4.1 Die schriftliche Befragung 132
4.1.1 Erläuterung der eingesetzten Erhebungsinstrumente 134
4.1.1.1 Schriftliche Befragung „Wien I“ 134
4.1.1.2 Schriftliche Befragung „Wien II“ 134
4.1.1.3 Schriftliche Befragung „Heidelberg I“ 134
4.1.1.4 Schriftliche Befragung „Heidelberg II“ 135
4.2 Das wissenschaftliche Leitfadeninterview 135
4.2.1 Leitfadeninterview „Wien“ 136
4.2.2 Leitfadeninterview „Heidelberg“ 137
4.3 Begründung für Telefoninterviews 138
5. Auswertung 140
5.1 Begründung der Verknüpfung quantitativer und qualitativer Forschung 140
5.2 Qualitative Forschung: Inhaltlich evaluative Auswertung der leitfadengestützten Interviews 141
5.2.1 Ablauf der evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse 141
5.2.1.1 Bewertungskategorien aus dem Kompetenzstufenmodell als Grundlage 142
5.2.1.2 Identifizierung und Codierung relevanter Textstellen am Material 142
5.2.1.3 Zusammenstellung codierter Segmente des Kompetenzmodells 143
5.2.1.4 Überprüfung der Ausprägungen anhand der Beschreibungen des interreligiösen Kompetenzstufenmodells 143
5.2.1.5 Modifikation der Kompetenzbeschreibungen 143
5.2.1.6 Kategorienbasierte Auswertung des gesamten Materials 144
5.3 Quantitative Zusatzstudie: Überprüfung statistisch signifikanter Veränderungen anhand der schriftlichen Befragungen 144
6. Gütekriterien 145
6.1 Güte der empirisch-explorativen Studie 145
6.1.1 Objektivität 149
6.1.2 Reliabilität 150
6.1.3 Validität 150
6.2 Fazit zur Güte des Forschungsprozesses 151
E. Ergebnisse der qualitativen Studie 153
1. Kurzvorstellung der Interviewpersonen 153
2. Analyse der Anbahnung interreligiöser Teilkompetenzen bei den angehenden Ethik- und Religionslehrer_innen 156
2.1 Analyse der religiösen Wahrnehmungskompetenz 157
2.2 Analyse der Kompetenz der Anerkennung 162
2.3 Analyse der Differenzkompetenz und der Ambiguitätstoleranz 171
2.4 Analyse der Fähigkeit des reflektierten Perspektivenwechsels 181
2.5 Analyse der Empathiekompetenz 195
F. Ergebnisse der quantitativen Zusatzstudie 199
1. Kurzbeschreibung der untersuchten Seminargruppen 199
2. Quantitative Zusatzanalyse interreligiöser Kompetenzen 200
2.1 Religiöse Identitätsfähigkeit 200
2.1.1 Die gestellten Untersuchungsfragen 200
2.1.2 Die Ergebnisse zur Kompetenz der religiösen Identitätssicherheit 201
2.2 Vorurteilsbewusste Haltung 209
2.2.1 Die gestellten Fragen 209
2.2.2 Die Ergebnisse der Kompetenz der vorurteilsbewussten Haltung 210
3. Zusammenfassung der quantitativen Forschungsergebnisse 219
G. Schlussbetrachtung 222
1. Genese der empirischen Studie 222
2. Anbahnung interreligiöser Teilkompetenzen in der qualitativen Interviewanalyse 223
2.1 Anbahnung der Fähigkeit der religiösen Wahrnehmungskompetenz 224
2.2 Anbahnung der Kompetenz der Anerkennung 226
2.3 Anbahnung der Differenzkompetenz sowie der darauf aufbauenden Kompetenz der Ambiguitätstoleranz 229
2.4 Anbahnung der Kompetenz des reflektierten Perspektivenwechsels 231
2.5 Anbahnung der Empathiekompetenz 233
3. Anbahnung interreligiöser Teilkompetenzen in der quantitativen Zusatzstudie 234
3.1 Anbahnung der Kompetenz der religiösen Identitätssicherheit 234
3.2 Anbahnung der vorurteilsbewussten Haltung 235
4. Abschließende Forschungshypothesen 238
5. Forscherreflexion 239
6. Abschließende Überlegungen zum hochschuldidaktischen Interreligiösen Begegnungslernen 242
7. Ausblick 244
Backmatter 246
Literatur- und Quellenverzeichnis 246
Abbildungsverzeichnis 259
| Erscheint lt. Verlag | 16.7.2021 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Erwachsenenbildung |
| ISBN-10 | 3-8309-9415-X / 383099415X |
| ISBN-13 | 978-3-8309-9415-2 / 9783830994152 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Größe: 6,5 MB
Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopierschutz. Eine Weitergabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persönlichen Nutzung erwerben.
Dateiformat: PDF (Portable Document Format)
Mit einem festen Seitenlayout eignet sich die PDF besonders für Fachbücher mit Spalten, Tabellen und Abbildungen. Eine PDF kann auf fast allen Geräten angezeigt werden, ist aber für kleine Displays (Smartphone, eReader) nur eingeschränkt geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. den Adobe Reader oder Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. die kostenlose Adobe Digital Editions-App.
Zusätzliches Feature: Online Lesen
Dieses eBook können Sie zusätzlich zum Download auch online im Webbrowser lesen.
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich