Animal rationale
Ortsbestimmung einer anthropologisch fundierten Ethik
Seiten
2020
|
1. Auflage
wbg Academic in Herder (Verlag)
978-3-534-40426-1 (ISBN)
wbg Academic in Herder (Verlag)
978-3-534-40426-1 (ISBN)
Die Definition animal rationale wird anhand von geschichtlichen Belegen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. Der Autor greift eine philosophische Redeweise von "Menschen und anderen Tieren" auf. Er leuchtet die alte Formel neu aus und sieht in ihr das Gründungsdokument einer Mitleidsethik, die nicht-menschliche Lebewesen einschließt.
Hermann Braun ruft die ehrwürdige anthropologische Formel Animal rationale in den Zeugenstand. Das Projekt wurde angeregt durch die Beobachtung einer provokativen Redeweise von zeitgenössischen Philosophinnen und Philosophen: "Menschen und andere Tiere", oder" Human animals". In begriffsgeschichtlichen Feldstudien wird ausgearbeitet, wie die alte Definition der menschlichen Natur, die auf Cicero zurückgeht, bis heute, auf unterschiedlichem gedanklichen Niveau, in ihrer impliziten Logik verkannt und verstellt geblieben ist. Vorwiegend unter christlichen Prämissen war sie einer anthropozentrischen Umdeutung ausgesetzt. Die Rede von "Menschen und anderen Tieren" (Ernst Tugendhat) oder von "human animals" (Christine Korsgaard) eröffnet nun einen neuen und logisch korrekten Umgang mit der alten Formel. Schopenhauers Mitleidethik, mit mystisch basierter Reichweite auf alles Lebendige in der Natur, kann so die lang versagte Anerkennung in der Philosophie wiedererlangen.
Hermann Braun ruft die ehrwürdige anthropologische Formel Animal rationale in den Zeugenstand. Das Projekt wurde angeregt durch die Beobachtung einer provokativen Redeweise von zeitgenössischen Philosophinnen und Philosophen: "Menschen und andere Tiere", oder" Human animals". In begriffsgeschichtlichen Feldstudien wird ausgearbeitet, wie die alte Definition der menschlichen Natur, die auf Cicero zurückgeht, bis heute, auf unterschiedlichem gedanklichen Niveau, in ihrer impliziten Logik verkannt und verstellt geblieben ist. Vorwiegend unter christlichen Prämissen war sie einer anthropozentrischen Umdeutung ausgesetzt. Die Rede von "Menschen und anderen Tieren" (Ernst Tugendhat) oder von "human animals" (Christine Korsgaard) eröffnet nun einen neuen und logisch korrekten Umgang mit der alten Formel. Schopenhauers Mitleidethik, mit mystisch basierter Reichweite auf alles Lebendige in der Natur, kann so die lang versagte Anerkennung in der Philosophie wiedererlangen.
Hermann Braun studierte in Tübingen, Reading bei London und Heidelberg, wo er Assistent von Karl Löwith und Akademischer Rat am Philosophischen Seminar war. Seit 1997 ist er emeritierter Professor der Philosophie und veröffentlichte Studien zu Hegel, Schelling und Nietzsche, zur Begriffsgeschichte, zur Existenzphilosophie, Rechtsphilosophie und Soziologie.
| Erscheinungsdatum | 31.10.2020 |
|---|---|
| Verlagsort | Darmstadt |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 400 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Philosophie ► Ethik |
| Sozialwissenschaften ► Ethnologie | |
| Schlagworte | Dekonstruktion • Ethik • Ethik - anthropopzentrisch • Human Animals • Leiden • Mensch • Menschen und andere Tiere • Menschenwürde • Mitleid • Mystik • Philosophische Anthropologie • Solidarität • Tiere • Utilitarismus • wbg Publishing Services |
| ISBN-10 | 3-534-40426-2 / 3534404262 |
| ISBN-13 | 978-3-534-40426-1 / 9783534404261 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
Buch | Hardcover (2025)
Suhrkamp (Verlag)
CHF 32,15
ein Versuch über Kardinaltugenden und Laster
Buch | Hardcover (2025)
De Gruyter (Verlag)
CHF 55,90