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Entkoppelte Gesellschaft – Ostdeutschland seit 1989/90 - Yana Milev

Entkoppelte Gesellschaft – Ostdeutschland seit 1989/90

Band 3: Exil

(Autor)

Buch | Hardcover
594 Seiten
2020
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-81990-6 (ISBN)
CHF 159,95 inkl. MwSt
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lt;p>Der Band belegt den Zusammenhang zwischen der Annexions-, Vertreibungs- und Assimilationspolitik der Bundesregierung im Beitrittsgebiet. Die Entkopplung der DDR-Bevölkerung aus soziokulturellen Gefügen und die gesellschaftliche Zurückweisung ihrer Herkunft haben einen intergenerativen Ost-West-Kulturkonflikt und das Exil im eigenen Land zur Folge.


lt;p>Seit das "Ende des Kommunismus" auf 1990 festgeschrieben und der "Unrechtsstaat DDR" der Justiz übergeben wurde, inszenieren neue Institutionen, Stiftungen und Behörden auf Bundesebene den ökonomischen, kulturellen und moralischen Erfolg des Rechtsstaates. Dabei wird die Mehrheit der Neubürger mit Schockereignissen des krassen sozialen Wandels und der gesellschaftlichen Stigmatisierung konfrontiert. Konzepte wie "Transformation", "Modernisierung" und "Demokratisierung" treten als Euphemismen auf, die über eine neoliberale Annexion der "Neuländer" hinwegtäuschen. Das Investmentprojekt "Aufschwung Ost" ist ein Laborfall der Globalisierung. Über eine Aufarbeitung der DDR im Totalitarismus- und Diktaturenvergleich hinaus ist eine politische Soziologie der Landnahme, des Gesellschaftsumbaus und des strukturellen Kolonialismus in Ostdeutschland längst überfällig. Das Forschungsprogramm "Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium" will im dreißigsten Jahr der "Einheit" diesem Thema mit einer mehrbändigen Publikation Rechnung tragen.

Der Band "Exil" belegt den Zusammenhang zwischen der Annexions-, Vertreibungs- und Assimilationspolitik der Bundesregierung im Beitrittsgebiet und dem rapiden Anstieg von Krankheit, Sterblichkeit, Substanzkonsum, Suizid, Abwanderung oder Kinderlosigkeit. Die Entkopplung der DDR-Bevölkerung aus soziokulturellen Gefügen und die institutionelle Diskriminierung ihrer Herkunft haben einen intergenerativen Ost-West-Kulturkonflikt und das Exil im eigenen Land zur Folge.

Yana Milev ist Soziologin, Ethnografin und Kuratorin. Im Anschluss an ethnografische Studien in Japan promovierte sie zur Dr.phil. Seit 2009 ist Milev Research Associate am Seminar fu r Soziologie der Universita t St. Gallen (SfS-HSG). 2014 habilitierte sie sich und wurde zur Privatdozentin fu r Kultursoziologie der Universita t St. Gallen (HSG) ernannt. Sie ist Initiatorin und Leiterin der Forschung "Entkoppelte Gesellschaft" sowie seit 2017 Founder und CEO des Think Tank AGIO Gesellschaftsanalyse + Politische Bildung mit Sitz in St. Gallen und Berlin.

lt;p>Annexions-, Vertreibungs- und Assimilationspolitik der BRD im Beitrittsgebiet - Gesellschaftliche Verwerfungen - Sozialer Niedergang - Stigmatisierung - Diskriminierung - Herkunft DDR

Erscheinungsdatum
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 946 g
Themenwelt Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Politische Systeme
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Politische Theorie
Sozialwissenschaften Soziologie Allgemeines / Lexika
Sozialwissenschaften Soziologie Empirische Sozialforschung
Schlagworte 1989 • Band • DDR-Bürger • Death of Despair • Entkoppelte • Exil • Gesellschaft • Gesellschaftliche Verwerfung • Herabsetzung • Milev • Ostdeutschland • seit • Sozialer Niedergang • Yana
ISBN-10 3-631-81990-0 / 3631819900
ISBN-13 978-3-631-81990-6 / 9783631819906
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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