Der Schattenvater
Psychosozial-Verlag
978-3-8379-3020-7 (ISBN)
Mithilfe genetischer Testverfahren lässt sich der biologische Vater heute eindeutig feststellen. Gut gehütete Geheimnisse und tabuisierte Familienkonstellationen kommen so ans Licht. Welche Folgen das für die Identität sogenannter "Kuckucks-" und "Spenderkinder" hat, untersucht Christine Müller.
Anhand von Interviews geht die Autorin folgenden Fragen nach: Wie wirkt sich eine verschwiegene Vaterschaft unbewusst auf das Familiensystem aus? Welche Hintergründe führten zur Aufdeckung der Wahrheit? Wie gehen Betroffene mit der Erkenntnis um, dass biologischer und sozialer Vater nicht ein und dieselbe Person sind? Wie integrieren Kinder das Wissen um den anderen Vater in ihr Leben? Welche Unterschiede zeigen sich in den Entwicklungsverläufen von Kuckucks- und Spenderkindern?
Christine Müller, Dr. phil., Dipl.-Psych., ist analytische Psychotherapeutin und Gruppentherapeutin. Sie ist als Dozentin an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München tätig und promovierte im Bereich Familienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Autorenfoto: Patrizio De Mitri Stand: August 2020
Wolfgang Mertens ist Psychoanalytiker (DGPT), Lehranalytiker, Supervisor und Dozent an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Konzept- und Psychotherapieforschung, im Bereich von Behandlungstechnik und Schulenvergleich. Stand: Oktober 2025
Inhalt
Vorwort
Wolfgang Mertens
Hinführung und Danksagung
Einleitung
1 Einführung in das Forschungsgebiet
1.1 »Kuckuckskind«
1.1.1 Begriffsklärung und rechtlicher Kontext
1.1.2 Statistische Häufigkeit des Vorkommens von Kuckuckskindern
1.1.3 Forschung zu Kuckuckskindern
1.2 »Spenderkind«
1.2.1 Geschichte, Verfahren, Recht und ethische Gedanken
1.2.2 Statistische Häufigkeit des Vorkommens von Spenderkindern
1.2.3 Forschung zu Spenderkindern
1.3 Erste Fragen und Überlegungen
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Identität – Ich – Selbst
2.1.1 Philosophische Theorien zur Entwicklung des Ich
2.1.2 Sozialwissenschaftliche Theorien zur Entwicklung des Ich
2.1.3 Entwicklungspsychologische Theorien zur Entwicklung des Selbst
2.1.4 Neurowissenschaftliche Theorien zur Entstehung des Bewusstseins
2.1.5 Psychoanalytische Theorien zur Entwicklung des Ich
2.2 Affekt und Abwehr
2.2.1 Hass
2.2.2 Scham
2.2.3 Schuld
2.2.4 Neid
2.2.5 Abwehr
2.3 Bedeutung der sozialen Umgebung für die individuelle Entwicklung
2.3.1 Mütterlichkeit und Funktionen der Mutter für die kindliche Entwicklung
2.3.2 Vaterschaft und Funktionen des Vaters für die kindliche Entwicklung
2.3.3 Funktion des Vaters als »Drittem« und andere Formen der Triangulierung
3 Empirischer Teil
3.1 Forschungsrahmen
3.2 Fragestellung und Zielsetzung
3.3 Design der Studie
3.3.1 Psychoanalyse und qualitative Forschung
3.3.2 Das narrative Interview
3.3.3 Das narrative Interview im Projekt
3.3.4 Beschreibung der Datengrundlage
3.4 Methode der Datenverwaltung
3.4.1 Qualitative Datenanalyse (QDA) mittels MAXQDA
3.4.2 Grounded Theory
3.4.3 Praktisches Arbeiten mit dem Kategorie-System von MAXQDA
4 Methodenteil
4.1 Rekonstruktion narrativer Identität (RNI)
4.1.1 Dimensionen narrativer Identität
4.1.2 Grundprinzipien der Textinterpretation
4.1.3 Die Schritte der Textanalyse
4.2 Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD)
4.2.1 Beziehung
4.2.2 Struktur
4.2.3 Konflikt
4.3 Psychoanalytische Hermeneutik
5 Ergebnisteil
5.1 Ergebnisse der quantitativen Analyse
5.1.1 Soziodemografische Merkmale der Personengruppen
5.1.2 Sozioökonomische Merkmale der Personengruppen
5.2 Ergebnisse der Rekonstruktion narrativer Identität (RNI)
5.2.1 Zeitpunkt, Beteiligte und Folgen der Aufklärung
5.2.2 Objektrepräsentanz der Mutter
5.2.3 Objektrepräsentanz des sozialen Vaters
5.2.4 Objektrepräsentanz des biologischen Vaters
5.2.5 Objektbeziehungsrepräsentanz der Eltern
5.2.6 Selbstrepräsentanz und Selbstpositionierung
5.2.7 Identitätssicherheit, Identitätsunsicherheit, Identitätsverlust
5.2.8 Aufbau des Narrativs
5.3 Ergebnisse der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD)
5.3.1 Beziehung
5.3.2 Konflikt
5.3.3 Struktur
5.4 Ergebnisse psychoanalytischer Hermeneutik
5.4.1 Übertragung und Gegenübertragung
5.4.2 Affekte
5.4.3 Abwehr
6 Schlussbetrachtungen
6.1 Limitationen der Studie
6.2 Diskussion
6.3 Implikationen für Forschung und Praxis
Literatur
Anhang: Transkriptionsregeln
| Erscheinungsdatum | 31.08.2020 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Forschung psychosozial |
| Vorwort | Wolfgang Mertens |
| Verlagsort | Gießen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 559 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Psychologie ► Psychoanalyse / Tiefenpsychologie |
| Medizin / Pharmazie ► Medizinische Fachgebiete ► Psychiatrie / Psychotherapie | |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sozialpädagogik | |
| Schlagworte | Biologischer Vater • Entwicklungspsychologie • Familie • Identität • Identitätkonstruktionen • Kuckuckskinder • Psychoanalyse • Samenspende • Sozialwissenschaft • Spenderkinder • Vaterschaftsdiskrepanz • Vaterschaftstest |
| ISBN-10 | 3-8379-3020-3 / 3837930203 |
| ISBN-13 | 978-3-8379-3020-7 / 9783837930207 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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