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Minderheitenpolitik als Risikoabwägung im Langen Ersten Weltkrieg
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Wie ging man in der Zeit des Ersten Weltkriegs mit nationalen Minderheiten um? Arno Barth bricht in seiner Studie mit der gängigen Vorstellung, die das 'gute' Minderheitenschutzsystem der Versailler Friedensordnung und des Völkerbundes der 'schlechten' Gewaltpolitik ethnischer Säuberungen gegenüberstellt, deren alleinige Verantwortung man Diktaturen und lokalen Akteuren vorgeblich rückständiger Regionen zuweist. In seiner Studie zeichnet er den Weg zur Lausanner Konvention von 1923 nach, durch die auf Initiative des Völkerbundes und mit aktiver Zustimmung der Westmächte ein zwangsweiser Bevölkerungsaustausch - zwischen Griechenland und der Türkei - beschlossen wurde.
Arno Barth war Doktorand am DFG-Graduiertenkolleg 1919 an der Universität Duisburg-Essen; er ist Referent bei der Bundeszentrale für politische Bildung und freiberuflich als Historiker tätig.
| Erscheinungsdatum | 08.05.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Kontingenzgeschichten ; 8 |
| Verlagsort | Weinheim |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 142 x 214 mm |
| Gewicht | 458 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► 1918 bis 1945 |
| Sozialwissenschaften ► Ethnologie | |
| Schlagworte | 1923 • Bevölkerungsaustausch • Erster Weltkrieg • ethnische Säuberungen • Fritjof Nansen • Griechenland • Lausanner Konvention • Minderheiten • Minderheitenschutz • Nationalismus • Osmanisches Reich • Pariser Vorortverträge • Selbstbestimmungsrecht • Völkerbund • Zwangsmigration |
| ISBN-10 | 3-593-51283-1 / 3593512831 |
| ISBN-13 | 978-3-593-51283-9 / 9783593512839 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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