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Für den Gemeinen Nutzen

Politisches Handeln und Politikverständnis von Rat und Bürgerschaft in Augsburg im Spätmittelalter

(Autor)

Buch | Hardcover
IX, 332 Seiten
1996 | 1. Reprint 2013
De Gruyter (Verlag)
978-3-484-16506-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Für den Gemeinen Nutzen - Jörg Rogge
CHF 153,90 inkl. MwSt
Die Studia Augustana bilden ein Forum literaturwissenschaftlicher und intermedialer Forschungen. Der Schwerpunkt der Reihe liegt auf der Schnittfläche zwischen Spätmittelalter, Früher Neuzeit und früher Moderne, die der kulturgeschichtlichen Bedeutung Augsburgs entspricht. Als Ort des Religionsfriedens von 1555 bietet die Stadt eine ideale, modellhafte Voraussetzung für Verständigungsprozesse aller Art.
Vergesellschaftung bzw. das Zusammenleben von Bürgern und Nichtbürgern in den Städten des Mittelalters funktionierte über Werte und Normen, in die alle Einwohner - unabhängig davon, ob sie reiche Patrizier oder Tagelöhner waren - eingebunden waren. Dazu zählten: den Frieden wahren, den Gemeinen Nutzen der Stadt fördern, die bürgerlichen Lasten (Steuerpflicht, Wach-, Kriegs- und Feuerwehrdienst) tragen, der Obrigkeit, den Räten, gehorsame Bürger und Untertanen zu sein. Diese Verpflichtungen gingen die Bürger und Einwohner durch das jährliche feierliche Schwören ihrer Eide ein. Die politischen Einstellungen bzw. das Politikverständnis von einzelnen oder Gruppen entwickelten sich aus der Interpretation dieser Grundwerte im Zusammenhang mit konkreten, die Stadt als ganzes, eine Gruppe oder einen einzelnen unmittelbar betreffenden Ereignissen: Wirtschaftskrisen oder Kriege und daraus resultierende Versorgungsstörungen der Bevölkerung, Seuchenzüge, demographische Veränderungen, aber auch politische Ereignisse, wie beispielsweise der Versuch der Errichtung einer Alleinherrschaft durch eine kleine Gruppe oder einen einzelnen. Auf solche Ereignisse mußte der Rat reagieren, und dazu nahmen die Bürger in vielfältiger Form Stellung. Anhand der folgenden Bereiche des politischen Handelns wird diese Interdependenz für Augsburg untersucht: die Ratspolitik gegenüber den Zünften und der Herrenstube sowie die der Herrschaftsintensivierung des Rates dienenden institutionellen und legitimatorischen Maßnahmen.

Jörg Rogge (Prof. Dr. phil.) lehrt Geschichte des Mittelalters an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Methode der historischen Kulturwissenschaften sowie Politik und Kultur des spätmittelalterlichen Europas.

Erscheint lt. Verlag 22.2.1996
Reihe/Serie Studia Augustana ; 6
Zusatzinfo 3 b/w ill., 10 b/w tbl.
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Maße 155 x 230 mm
Gewicht 636 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Staat / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie Empirische Sozialforschung
Schlagworte Augsburg • Augsburg (Germany) • Augsburg, Geschichte; Geistes-/Kultur-Geschichte • Augsburg /Mittelalterliche Geschichte • Augsburg / Stadtrat • Bürgertum • Geschichte 1460-1525 • Hardcover, Softcover / Geschichte/Mittelalter • HC/Geschichte/Mittelalter • Mittelalter /Gesellschaft, Wirtschaft • Politisches Handeln • Politisches Verhalten • Spätmittelalter (Einzelne Länder); Deutschland • Spätmittelalter (Einz. Länder); Deutschland
ISBN-10 3-484-16506-5 / 3484165065
ISBN-13 978-3-484-16506-9 / 9783484165069
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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