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Marcel Reich-Ranicki

Kritik für alle

(Autor)

Buch | Hardcover
224 Seiten
2020 | 1. Auflage
wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Verlag)
978-3-8062-4056-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Marcel Reich-Ranicki - Gunter Reus
CHF 18,90 inkl. MwSt
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Er war der berühmteste Literaturkritiker Deutschlands, verehrt, gefürchtet und verhasst. Marcel Reich-Ranicki hat Maßstäbe gesetzt. Doch was von ihm bleibt und bleiben sollte, ist nicht, was er über Literatur sagte, sondern wie er es tat. Gunter Reus präsentiert einen Feuilletonisten, der Kritik konsequent als Dienstleistung für alle begriff.
Verehrt, verhasst, gefürchtet: Marcel Reich-Ranicki und die Demokratisierung der Literatur

Er las, wie wir alle lesen, und sprach darüber so, dass jeder ihm zuhören konnte. Marcel Reich-Ranicki hat Maßstäbe gesetzt: Der bekannteste Literaturkritiker Deutschlands wurde vom Publikum geliebt, von der Bücherwelt gleichermaßen respektiert wie verurteilt und von Schriftstellern nicht selten gefürchtet. Doch was von ihm bleibt, ist nicht, was er über Literatur sagte, sondern wie er es tat.

Gunter Reus portraitiert einen großen Literaten, der das Feuilleton als Dienstleistung für alle begriff und sich wie kein Zweiter darauf verstand, sein Publikum mit Wortgewalt und journalistischer Professionalität zu überzeugen.

  • Spannendes Porträt des Journalisten Marcel Reich-Ranicki
  • Reich-Ranickis Erfolgsrezept: Über die Qualität seiner Kritik und den ungewöhnlichen Aufstieg des Buchkritikers zum Publikumsliebling
  • Mit Kurzinterviews prominenter Feuilletonisten: Kann die Methode Reich-Ranicki Vorbild sein für die Kulturwelt der Zukunft?
  • Ausgewählte Rezensionen Ranickis aus der Zeit und dem FAZ -Feuilleton

Feuilleton für alle: Reich-Ranickis Vorbildfunktion für den Literaturbetrieb von morgen

Marcel Reich-Ranicki brachte Literatur zu Menschen, die kein Kritiker vor ihm erreicht hatte. Wo das Feuilleton viele mit Abgehobenheit und verschwurbeltem Bildungsjargon abschreckt, begeisterte er mit unterhaltsamer Leidenschaft, barrierefreier Sprache und nachvollziehbaren Argumenten. Seine Literatursendung Das literarische Quartett mit Sigrid Löffler, Hellmuth Karasek und Iris Radisch war nicht zuletzt deshalb Kult.

In einer Zeit, in der Journalisten mehr Misstrauen als Sympathie entgegenschlägt und für Buchtipps eher die Suchmaschine bemüht wird als der Kulturteil der Zeitung, könnte die Besinnung auf Ranickis Stärken dem Feuilleton wieder Halt und Profil verleihen.

Spüren Sie mit Gunter Reus Essay der Frage nach, was guten Kulturjournalismus ausmacht und warum Marcel Reich-Ranicki als Vorbild der Alltagspublizistik und des Feuilletons für alle unersetzlich ist!

Dr. Gunter Reus ist außerplanmäßiger Professor für Journalistik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Nach Studium (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte) und Promotion in Mainz lehrte er fünf Jahre in Frankreich als DAAD-Lektor an der Universität Lille. Reus war als freier Journalist für die Allgemeine Zeitung und den Südwestfunk in Mainz tätig. Nach einem Volontariat arbeitete er als Redakteur der Taunus Zeitung Bad Homburg und der Frankfurter Neue Presse, bevor er zur Journalistenausbildung in die Hochschule zurückkehrte. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf den Gebieten Kulturjournalismus, Journalismusforschung, Sprache und Stil der Massenmedien.

Inhalt
7 Vorwort
10 Reich-Ranicki und die Folgen I
11 Hass und Sympathien: die Schriftsteller
15 Ignoranz und Bewunderung: die Literaturwissenschaft
18 Street Credibility: das Publikum
32 Im transparenten Haus der Literatur
32 Lebensstationen, Haltepunkte
47 Vier Säulen
60 Gespräch über Bücher
70 Trio, Quartett, Solo
88 Ein republikanisches Geschäft
88 Blick aus dem Fenster
98 Krise als Chance
111 Guter Journalismus
115 Qualität bei Marcel Reich-Ranicki
152 Reich-Ranicki und die Folgen II
158 Interviews mit deutschen Feuilletonisten und Feuilletonistinnen
195 Rezensionen von Marcel Reich-Ranicki
206 Endnoten
216 Literatur
221 Personenregister

»Der einzige Literaturkritiker, der Millionen erreichte, weil er sich auf die Fernsehformatierung des Redens über Literatur einließ, wurde zum Inbegriff des Literaturkritikers, dabei war er in mancher Hinsicht eine Ausnahme. Diesen Sonderstatus unter den Kritikern (…) beleuchtet der hannöversche Professor für Kulturjournalismus Gunter Reus in kenntnisreicher, aber keineswegs distanzloser Verehrung«. Westdeutsche Allgemeine
»Gunter Reus unternimmt es, Reich-Ranickis Qualitätsstandards auf die heutige, sich permanent verändernde Medienwirklichkeit zu übertragen. Vieles, was Reich-Ranicki verkörperte, erscheint ihm auch gegenwärtig und zukünftig für den Journalismus unverzichtbar: Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit, Relevanz, Nutzwert, Verständlichkeit, Unterhaltsamkeit, Attraktivität der Darstellung, Transparenz, Reflexivität und Fairness. Man könnte die Liste verlängern: um Engagement, Leidenschaft und Temperament.« General Anzeiger

Erscheinungsdatum
Verlagsort Darmstadt
Sprache deutsch
Maße 135 x 215 mm
Gewicht 410 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
Literatur Essays / Feuilleton
Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
Sozialwissenschaften Kommunikation / Medien Journalistik
Schlagworte Buchempfehlungen • Bücher Empfehlungen • Buchmarkt • Bücher Empfehlungen • Essay • FAZ • faz feuilleton • Feuilleton • Frank Schirrmacher • Hellmuth Karasek • Iris Radisch • Journalismus • Literarisches Quartett • Literaturbetrieb • Literaturkritik • Literaturkritiker • Literaturpapst • Medienschelte • Pressegeschichte • Publizistik • Qualitätsjournalismus • Qualitätsjournalismus • Sigrid Löffler • Sigrid Löffler
ISBN-10 3-8062-4056-6 / 3806240566
ISBN-13 978-3-8062-4056-6 / 9783806240566
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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