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Unbeobachtete Kommunikation (eBook)

Das Konzept von Anonymität im Mediendiskurs seit der Aufklärung

(Autor)

eBook Download: PDF
2017 | 1. Aufl. 2018
XII, 564 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden (Verlag)
978-3-658-20610-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Unbeobachtete Kommunikation - Sabine Pabst
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Sabine Pabst untersucht deskriptiv Praxis und Diskurse zu anonymer Autorschaft anhand von einschlägigen Lexika und Fallbeispielen aus dem 18. Jahrhundert. Diese kontrastiert sie mit historischen und theoretischen Erörterungen etwa in der Literatur- und Rechtswissenschaft. Zudem ergänzt die Autorin ihre Analyse zu den Periodika der Aufklärung durch die Betrachtung unterschiedlicher Medien vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Da Anonymität Kommunikation ermöglicht, die sich jedweder Kontrolle entzieht, betrifft anonymes Kommunizieren auch immer Fragen der Verantwortlichkeit und Zuverlässigkeit. Die Analyse zeigt, dass anonyme Kommunikation sich nicht einfach normativ begründen lässt, weil sie - damals wie heute - sehr gegensätzliche Werte schützt oder auch angreift.

Sabine Pabst ist als Referentin für Forschungsförderung an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr tätig.

Sabine Pabst ist als Referentin für Forschungsförderung an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr tätig.

Danksagung 5
Inhalt 6
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 10
Abkürzungsverzeichnis 11
1 Das Phänomen anonymer Autorschaft – ein Problemaufriss 12
1.1 Einleitung 12
1.2 Forschungsstand 15
1.3 Anonymität in der Diskussion der Gegenwart 21
1.3.1 Anonymität im Internet 21
1.3.2 Anonymität, Identität und Kommunikation als Beziehungsgefüge 25
1.3.3 Anonyme Kommunikation und kollektive Wissensgenerierung im Internet 33
1.3.4 Anonymität vs. Authentizität 36
1.3.5 Anonymität und ihr (potenzieller) Missbrauch 43
1.4 Anonymität seit dem Zeitalter der Aufklärung 50
1.4.1 Anonymität angesichts gesellschaftlicher und medialer Differenzierungsprozesse 50
1.4.2 Zur Verbreitung von anonymer Autorschaft vom 16. bis in das 18. Jahrhundert hinein 64
1.4.3 Der Zwang personaler Zurechenbarkeit in der Moderne 68
1.4.4 Die Norm anonymer Autorschaft und der Autorenname als Devianz 71
1.5 Anonymität seit dem vortypografischen Zeitalter und danach 74
1.5.1 Eine gattungsspezifische Betrachtung der anonymen Autorschaft 75
1.5.2 Der Einfluss der Druckkultur auf Anonymität 78
1.6 Forschungsinteresse 85
1.6.1 Forschungsfragen 88
1.6.2 Begründung des Untersuchungsgegenstands 90
2 Anonymität und anonyme Autorschaft 96
2.1 Begriffsbestimmung von Anonymität 96
2.2 Die zeitgenössische Identifizierung von Autoren 100
2.2.1 Die Enttarnung anonymer und pseudonymer Autoren in Lexika 100
2.2.2 Die zeitgenössische Reflexion über anonyme Autorschaft in Nachschlagewerken 104
2.2.3 Von den Nachschlagewerken zu den Nationalbiografien 114
2.2.4 Anonyme Autorschaft im Diskurs von Zeitungen und Zeitschriften 117
2.3 Das Verhältnis von Anonymität und Pseudonymität 125
2.4 Formen pseudonymer Verschleierung 131
2.5 Motive für Anonymität 135
2.5.1 Anonymität aus politischen Gründen 139
2.5.2 Anonymität aus der Sicht von Akteuren 141
2.5.2.1 Anonymität aufgrund sozialer Konventionen 141
2.5.2.2 Literarische Gepflogenheiten und Experimente 160
2.5.2.3 Anonymität und Autonomie des Individuums 163
2.5.2.4 Anonymität als ästhetische Funktion 165
2.5.2.5 Anonymität als Eigenschaft des modernen Lebens 168
2.5.3 Diskursbezogene Motive für Anonymität 169
2.5.3.1 Anonymität und Tabubruch 169
2.5.3.2 Unparteilichkeit und Vorurteilslosigkeit 169
2.5.3.3 Anonymität bestimmter Genres 172
2.5.3.4 Das Verschleiern kreativer Produktivität 174
3 Privatheit und Öffentlichkeit 175
3.1 Das Konzept von Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert 175
3.1.1 Der Begriff Öffentlichkeit 175
3.1.2 Die arkane Öffentlichkeit in der Ständegesellschaft 178
3.1.3 Anonymität in der Ständegesellschaft vs. Identität in der bürgerlichen Gesellschaft 182
3.2 Aufklärung durch eine mediale Öffentlichkeit 187
3.3 Zur Politisierung von Öffentlichkeit durch Medien 197
3.3.1 Intelligenzblätter und Zeitungen 197
3.3.2 Zeitschriften 200
3.3.3 Institutionen der Aufklärung 206
3.4 Öffentlichkeit, Macht und Herrschaft 207
3.5 Kommunikationstheoretischer Zugang zur Herausbildung von Öffentlichkeit(en) 213
4 Anonymität und die Ausdifferenzierung des Mediensystems 229
4.1 Der Buchmarkt im 18. Jahrhundert 229
4.2 Die Handlungsrolle des Autors 236
4.2.1 Vom ständischen zum Berufsschriftsteller 238
4.2.2 Zur Entlohnung von Autoren 242
4.2.3 Urheber- und Eigentumsrechte 246
4.3 Die Handlungsrolle des Publikums 249
4.4 Die Handlungsrolle des Kritikers 253
4.5 Zensur und Zensurausübung 258
4.5.1 Theoretische Ausführungen zur Zensur 258
4.5.1.1 Zensur in Abhängigkeit von der Reichweite der Medien 265
4.5.1.2 Zensur und die am materiellen Herstellungsprozess beteiligten Produzenten 268
4.5.1.3 Zensur und Rezipienten 272
4.5.1.4 Welche Literatur wurde verboten? Die Zensur vom 16. bis in das 18. Jahrhundert hinein 279
4.5.2 Die Institutionalisierung der Zensur im zeitgeschichtlichen Verlauf 293
4.5.2.1 Das Impressum: Zur verpflichtenden Veröffentlichung von Verlagsangaben 304
4.5.2.2 Formale Aspekte der Täuschung und Tarnung 308
4.5.3 Die Forderung nach Meinungs- und Pressefreiheit 314
4.5.4 Die Institutionalisierung der Freiheit der Meinung und der Presse 321
5 Die Moralischen Wochenschriften aus Halle (1748-1768) 347
5.1 Überblick über die Moralischen Wochenschriften 347
5.1.1 Anspruch und Selbstverständnis 351
5.1.2 Maßnahmen zur Bildung der Leser 353
5.1.3 Die Vermittlungsebene – Lernen am Beispiel 358
5.2 Anonymität in den Moralischen Wochenschriften – Deskription 360
5.2.1 Die Anonymität der Herausgeber und der Leser 361
5.2.2 Strategien der Beglaubigung bei anonymer (und pseudonymer) Autorschaft 368
5.3 Argumente für die Namensverschweigung – Diskurs 376
5.3.1 Anonymität aufgrund von Bescheidenheit 377
5.3.2 Äußerungsfreiheit und Schutz dank Anonymität 380
5.3.3 Anonymität: verleumderische Kritik und Öffentlichkeit 382
5.3.4 Anonymität und nonkonformes Gedankengut 388
5.3.5 Anonyme Autorschaft im öffentlichen Mediendiskurs 390
5.3.6 Unparteilichkeit dank Anonymität – Der vorurteilslose Diskurs 391
5.3.7 Motive für anonyme Autorschaft im Diskurs der Wochenschriften 392
6 Christoph Martin Wieland und Der Teutsche Merkur 398
6.1 Wieland und die Zensur 403
6.1.1 Zur bedingten Meinungsäußerungsfreiheit in der zeitgenössischen Öffentlichkeit 403
6.1.2 Wielands theoretische Auseinandersetzung mit der Pressefreiheit 404
6.1.3 Die legitime Forderung von Pressefreiheit nach Wieland 405
6.1.4 Die legitime Einschränkung der Pressefreiheit nach Wieland 408
6.1.5 Wielands persönliche Erfahrungen mit der Zensur 411
6.1.6 Anwendung des Kommunikationsmodells – Zensur 421
6.2 Wielands Verhältnis zur (anonymen) Autorschaft 429
6.2.1 Das Selbstverständnis Wielands als Autor und Publizist 429
6.2.2 Wielands Streben nach Publizität 432
6.2.3 Das publizistische Wirken Wielands im Teutschen Merkur 434
6.2.4 Anonymität in der Zeitschrift Der Teutsche Merkur 443
6.2.4.1 Anonymität aufgrund von politischer Ächtung 443
6.2.4.2 Anonyme Autorschaft und diskursive Wahrheitsfindung 445
6.2.4.3 Anonymität als Ausdruck quantitativer und qualitativer Mängel 447
6.2.4.4 Anonyme Autorschaft weiblicher Autoren 449
6.2.4.5 Anonymität als (Genre-)Konvention 452
6.2.4.6 Die anonyme (und pseudonyme) Veröffentlichung von Erstlingswerken 456
6.2.4.7 Anonymität aufgrund des Standes und der Stellung 458
6.2.4.8 Identität und Anonymität in einer medialen Öffentlichkeit 464
6.2.4.9 Der Name als Marke – Falsch zugeschriebene Autorschaft: Anonymität als kontraproduktive Kategorie 467
6.2.4.10 Die Fiktion der alleinigen Herausgeberschaft Wielands: die anonymen Mitherausgeber 469
6.2.5 Anwendung des Kommunikationsmodells – Autor 472
6.3 Wieland und das Rezensionswesen seiner Zeit 476
6.3.1 Wieland und sein Verhältnis zum Kunstrichter resp. Kritiker 476
6.3.2 Anwendung des Kommunikationsmodells – Kritik 479
6.4 Literarischer Buchmarkt und literarische Öffentlichkeit 482
6.4.1 Publikum und Publikumsbezug 482
6.4.2 Anwendung des Kommunikationsmodells – Publikum 485
6.5 Anonymität bei Wieland 488
7 Schlussbetrachtung und Ausblick – Unbeobachtete Kommunikation: ein zeitübergreifendes Thema 495
Literaturverzeichnis 506
Anhang – Die Moralischen Wochenschriften aus Halle (Übersicht) 570

Erscheint lt. Verlag 21.12.2017
Zusatzinfo XII, 564 S. 10 Abb., 6 Abb. in Farbe.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Autorschaft • Buchmarkt • Christoph Martin Wieland • Der Teutsche Merkur • Impressumspflicht • Moralische Wochenschriften aus Halle (Saale)
ISBN-10 3-658-20610-1 / 3658206101
ISBN-13 978-3-658-20610-9 / 9783658206109
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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