Effektivität des Schulsystems beim Abbau sozialer Ungleichheit (eBook)
357 Seiten
Waxmann Verlag GmbH
978-3-8309-8480-1 (ISBN)
Der Autorin ist es damit gelungen, einen wichtigen Beitrag zur differenzierten Analyse der Perpetuierung von Bildungsungleichheiten vorzustellen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema ergänzt sie in ihrer Arbeit auch Überlegungen zur Modellierung von Kausalitätsannahmen und der Generalisierbarkeit von Befunden aus Sekundäranalysen von großangelegten Schulleistungsuntersuchungen, um so methodologische Grenzen und Möglichkeiten solcher Analysen zu beleuchten.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Arbeit einen vielschichtigen Einblick in Untersuchungen über Bedingungen, Perspektiven und auch Grenzen gesellschaftlicher Bemühungen, soziale Ungleichheiten zu reduzieren, bietet.
Prof. Dr. Knut Schwippert
Im Anschluss an eine mehrjährige Forschungstätigkeit an der Universität Hamburg arbeitet Frau Dr. Agnes Stancel-Pi?tak gegenwärtig als stellvertretende Leiterin der Forschungsabteilung (Research and Analysis Unit) am Data Processing and Research Center (DPC) der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA). Als Konsortialmitglied ist sie involviert in die theoretische Fundierung, Entwicklung und Analyse im Rahmen von internationalen großangelegten Untersuchungen (Teaching and Learning International Survey 2018; TALIS Starting Strong Survey 2018). Ihre Forschungstätigkeit umfasst neben den inhaltlichen Analysen zur Schuleffektivität sowie zur Reproduktion sozialer Ungleichheit im Schulsystem ebenso forschungsmethodische Schwerpunkte im Bereich von Datenanalyse großangelegter Untersuchungen, unter anderem anhand von Mehrebenen-Strukturgleichungsmodellen, Invarianzanalysen und Analysen im Rahmen der Item-Response-Theorie.
Buchtitel 1
Impressum 4
Danksagung 7
School effectiveness on mitigating social inequalities. Latent multilevel model of the individual and institutional factors of social reproduction (PIRLS) 9
Inhalt 11
1. Einleitung 15
1.1 Hintergrund und Zielsetzung 15
1.2 Aufbau der Arbeit 17
1.3 Beitrag der Arbeit 19
2. Ansätze der Schuleffektivität 20
2.1 Gesellschaftlicher und bildungspolitischer Kontext 20
2.2 Entwicklungen der Schuleffektivitätsforschung 24
2.2.1 Forschungsphasen 24
2.2.2 Forschungsstränge 25
2.2.3 Neuere Entwicklungen 27
2.2.4 Implikationen für die vorliegende Untersuchung 29
2.3 Organisationstheoretische Ansätze in Schuleffektivitätsmodellen 30
2.3.1 Kriterien von Schuleffektivität in den organisationstheoretischen Ansätzen 31
2.3.2 Bereiche der schulischen Organisationsstruktur 33
2.3.3 Implikationen für die vorliegende Arbeit 38
2.4 Schule in der sozialökologischen Perspektive 38
2.4.1 Individuum und Umwelt als ein reziprokes Wechselwirkungssystem 39
2.4.2 Die Rolle des sozialen Umfelds für die Persönlichkeitsbildung 40
2.4.3 Der Beitrag des sozialökologischen Ansatzes zur Schuleffektivitäts- und Ungleichheitsforschung 42
2.4.4 Implikationen für die vorliegende Untersuchung 43
2.5 Modelle zur Beschreibung schulischer und lehr-lernbezogener Effektivität 43
2.5.1 Entwicklungen der Modellierung von Instruktionsqualität und Schuleffektivität 43
2.5.2 Dynamisches Modell der Lerneffektivität 47
2.5.3 Implikationen für die vorliegende Untersuchung 49
2.6 Resümee und Forschungsimplikationen für die vorliegende Untersuchung 50
3. Analyse von Bildungsungleichheiten 52
3.1 Theorien sozialer Machtreproduktion 52
3.1.1 Soziale Machtreproduktion nach Bourdieu 52
3.1.2 Sozialer Determinismus vs. subjektive Rationalität 60
3.1.3 Zusammenfassung und Implikationen für die vorliegende Untersuchung 64
3.2 Bildungsentscheidungen als rationale Wahlentscheidungen 66
3.2.1 Ökonomische Ansätze zur Theorie der rationalen Wahlentscheidung (rational-choice-theory) 66
3.2.2 Subjektive Rationalität in soziologischen Ansätzen 68
3.2.3 Bildungsentscheidungen im institutionellen Kontext 72
3.2.4 Erklärungsmodelle zu Bildungsentscheidungen 77
3.2.5 Zusammenfassung und Implikationen für die vorliegende Untersuchung 80
3.3 Resümee und Forschungsimplikationen für die vorliegende Untersuchung 82
4. Forschungsergebnisse 85
4.1 Schulische Kontextfaktoren: Ergebnisse aus Studien zu Schul- und Unterrichtseffekten auf schulische Leistungen 85
4.1.1 Ergebnisse zu Effektivitä tsfaktoren auf der Unterrichtsebene 85
4.1.2 Ergebnisse zu Effektivitätsfaktoren auf der Schulebene 87
4.1.3 Distale und proximale Faktoren 90
4.1.4 Die Frage des Outputs 91
4.1.5 Resümee und Forschungsimplikationen für die vorliegende Untersuchung 93
4.2 Kompositionseffekte der Sc hülerzusammensetzung 95
4.2.1 Soziale und leistungsbezogene Kompositionseffekte 95
4.2.2 Schulform und Schülerkomposition 97
4.2.3 Resümee und Forschungsimplikationen für die vorliegende Untersuchung 99
4.3 Empirische Ergebnisse zur sozialen Ungleichheit an den Übergängen im Schulsystem 101
4.3.1 Forschungsphasen 101
4.3.2 Stellenwert der primären und sekundären Effekte 102
4.3.3 Ungleichheitseffekte der elterlichen Entscheidungen 103
4.3.4 Übergangsempfehlung der Lehrkräfte 107
4.3.5 Resümee und Forschungsimplikationen für die vorliegende Untersuchung 110
4.4 Resümee und Forschungsimplikationen für die vorliegende Untersuchung 111
5. Entwicklung der Fragestellung 113
5.1 Entwicklung der Hypothesen 113
5.1.1 Bildungsentscheidung und -empfehlung als rationale Wahlentscheidung 113
5.1.2 Schulklassen als differenzielle Lernumwelten: Kompositions- und Kontexteffekte 114
5.1.3 Schulische Bereiche, die zum Abbau sozialer Ungleichheit beitragen 117
5.2 Modellierung der Reproduktion sozialer Ungleichheit an den Übergängen 121
6. Datengrundlage und eingesetzte Methoden 123
6.1 Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung 123
6.1.1 Hintergrund von IGLU/PIRLS 123
6.1.2 Organisation und Durchführung 124
6.1.3 Rahmenkonzept 125
6.1.4 Erhebungsinstrumente 127
6.1.5 Stichprobendesign 127
6.2 Methodischer Hintergrund 128
6.2.1 Komplexe Datenstrukturen 128
6.2.2 Aggregierte Modellierung (aggregate modeling) 130
6.2.3 Latente Modellierung von Mediator- Moderatorvariablen in Mehrebenenmodellen 130
6.2.3.1 Mediator-Moderator-Modelle 131
6.2.3.2 Mehrebenenmodellierung von Mediator- und Moderatoreffekten mit manifesten Variablen (MLM, multilevel modeling) 134
6.2.3.3 Mehrebenen-Strukturgleichungsmodelle (MSEM, multilevel structuralequation modeling) 135
6.2.3.4 Aggregationstypen, -arten und sampling ratio 139
6.2.3.5 Implikationen für die vorliegende Arbeit 145
6.2.4 Gewichtung und Skalierung 146
6.2.4.1 Gewichtung 146
6.2.4.2 Skalierung 147
6.2.4.3 Umgang mit der komplexen Datenstruktur in der vorliegenden Arbeit 149
6.2.5 Fitindizes 150
6.2.5.1 Modellevaluation 150
6.2.5.2 Modellvergleiche im Kontext der Mehrebenenmodellierung 152
6.2.5.3 Implementation in der vorliegenden Arbeit 157
6.2.6 Fehlende Werte 158
6.2.7 Implementierung der SL-SEM- und MSEM-Modelle in Mplus 159
6.2.7.1 Parameterschätzung und Teststatistiken 160
6.2.7.2 Zentrierung von Variablen in Mehrebenenmodellen 161
6.2.7.3 Standardisierung von Variablen 163
6.2.8 Die Kausalitätsfrage 165
6.3 Vorgehensweise und Modellierung 166
6.3.1 Modellierungsschritte 166
6.3.2 Vorbereitende Arbeiten 168
6.4 Beschreibung der Substichprobe für die vorliegenden Analysen 170
6.5 Operationalisierung der Konstrukte und Skalenbildung 171
6.5.1 Hintergrundmerkmale der Schülerinnen und Schüler 172
6.5.2 Persönlichkeitsmerkmale 175
6.5.3 Übergangsempfehlungen und -entscheidungen 176
6.5.4 Schulische Einflussfaktoren 176
7. Ergebnisse 180
7.1 Ungleichheitseffekte am Übergang 180
7.1.1 Vorannahmen 180
7.1.2 Befunde 182
7.1.3 Zusammenfassung und Interpretation 184
7.2 Schulklassen als differenzielle Umwelten 186
7.2.1 Annahmen 186
7.2.2 Befunde 187
7.2.3 Interpretation 189
7.3 Kompositionseffekte 190
7.3.1 Annahmen 191
7.3.2 Befunde 193
7.3.3 Interpretation 199
7.4 Kontextfaktoren: schulstrukturelle Faktoren 200
7.4.1 Annahmen 201
7.4.2 Befunde 205
7.4.3 Interpretation 210
7.5 Differenzieller Einfluss der Klassenkomposition und schulischer Umweltfaktoren 211
7.5.1 Annahmen 211
7.5.2 Vorgehen 212
7.5.3 Befunde: Unterschiede zwischen den Klassen in den Ungleichheitseffekten 216
7.5.4 Befunde: differenzielle Effekte der sozialen und leistungsbezogenen Klassenzusammensetzung 217
7.5.5 Befunde: differenzielle Kontexteffekte 223
8. Zusammenfassung, praktische Implikationen und Grenzen der vorliegenden Arbeit 234
8.1 Zusammenfassung, Interpretation und praktische Implikationen 234
8.1.1 Sekundäre Ungleichheitseffekte an den Übergängen 234
8.1.2 Kompositionseffekte: Einfluss sozialer und leistungsbezogener Klassenzusammensetzung auf die Übergangsempfehlung und Elternentscheidung 235
8.1.3 Kontexteffekte: schulische Potenziale zum Abbau sozialer Selektivität 237
8.1.4 Resümee 238
8.2 Ausblick und kritischer Rückblick 239
8.2.1 Der wissenschaftliche und methodische Beitrag der Studie 239
8.2.2 Grenzen der eingesetzten Methode und methodische Empfehlungen 240
8.2.3 Forschungsdesiderate 244
8.3 Abbau sozialer Ungleichheit im gesellschaftlichen Kontext: Is it really the teacher that makes the school? 246
Literatur 250
Abbildungsverzeichnis 271
Tabellenverzeichnis 272
Anhang 273
Inhalt Anhang 275
A.1 Abkürzungsverzeichnis 276
A.2 Implementierte Modelle 277
A.3 Eingesetzte Skalen und Items 280
A.3.1 Hintergrundmerkmale der Schülerinnen und Schüler 280
A.3.2 Leistungsbezogene Persönlichkeitsmerkmale 282
A.3.3 Deutschnote und Übergangsvariablen 283
A.3.4 Unterrichtliche und schulische Kontextfaktoren 285
A.4 Deskriptive Statistiken 299
A.4.1 Hintergrundmerkmale der Schülerinnen und Schüler 299
A.4.2 Leistungsbezogene Persönlichkeitsmerkmale 299
A.4.3 Deutschnote und Übergangsvariablen 300
A.4.4 Unterrichtliche und Schulische Kontextfaktoren 301
A.5 Covariance Coverage Matrix in MPLUS 306
A.6 Faktorladungen der eingesetzten Skalen aus MPLUS 307
A.6.1 Hintergrundmerkmale und leistungsbezogene Merkmale von Schülerinnen und Schülern 307
A.6.2 Unterrichtsmerkmale 312
A.6.3 Schul- und Umweltmerkmale 318
A.7 Vorbereitende Arbeiten 321
A.7.1 Überprüfung der Faktorenstruktur der latenten Individualvariablen 321
A.7.1.1 Faktorenstruktur der latenten Individualvariablen 321
A.7.1.2 Modellvergleiche: MSEM mit variablen und fixierten L2-Residuen der Faktorindikatoren 325
A.7.1.3 Zusammenfassung und Implikationen 327
A.7.2 Wahl der Aggregationsart der Kompositionsvariablen 328
A.7.2.1 Latente vs. manifeste Aggregation 328
A.7.2.2 Faktorenstruktur der latenten Kompositionseffekte(Quer-Ebenen-Invarianz) 336
A.7.2.3 Zusammenfassung und Implikationen 337
A.7.3 Wahl der Aggregationsart der Unterrichtsvariablen 337
A.7.3.1 Latente vs. manifeste Aggregation 337
A.7.3.2 Faktorenstruktur der Unterrichtsvariablen (Quer-Ebenen-Invarianz) 339
A.7.3.3 Zusammenfassung und Implikationen 343
A.8 Modellgleichungen 344
A.8.1 Modellierung der Kontextfaktoren 344
A.8.2 Differenzielle Kompositions- und Kontexteffekte: Modellspezifikation 345
A.9 Ergebnisse aus der Einzelmodellierung der Kontexteffekte 347
A.10 Abbildungen 351
Literatur 354
Tabellenverzeichnis 355
Abbildungsverzeichnis 357
| Erscheint lt. Verlag | 1.12.2016 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| ISBN-10 | 3-8309-8480-4 / 3830984804 |
| ISBN-13 | 978-3-8309-8480-1 / 9783830984801 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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