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Schulsozialarbeit als Zwischenbühne (eBook)

Eine ethnografische Analyse und theoretische Bestimmung
eBook Download: PDF
2016 | 1. Aufl. 2017
IX, 304 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden (Verlag)
978-3-658-15978-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Schulsozialarbeit als Zwischenbühne - Anja Reinecke-Terner
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Anja Reinecke-Terner untersucht ethnografisch im Rahmen der Grounded Theory das Handlungsfeld Schulsozialarbeit. In Anlehnung an Konzepte von Erving Goffman und Jürgen Zinnecker beschreibt sie, wie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter mit ihren Praktiken eine 'Zwischenbühne' zwischen Vorderbühne (Unterricht) und Hinterbühne (Rückzugsorten) herstellen. Dabei bewegen sie sich zwischen Personen, Rollen, Räumen, Zeiten, Interessen, Verfahren und Kommunikationsformen. Je nach Anlass arbeiten sie mal der Vorderbühne zu oder werden Teil dieser, mal handeln sie am Rand der Hinterbühne. Diese Ambivalenzen zeigt die 'Zwischenbühne' auf und regt zur weiteren Diskussion an. 

Dr. Anja Reinecke-Terner studierte Diplom-Sozialarbeit/Sozialpädagogik und absolvierte den M.A. (Social Work). Nach zwölf Jahren Praxis in der Schulsozialarbeit promovierte sie als Hans-Böckler-Stipendiatin angebunden an das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim. Heute ist sie Studienrätin an einer Berufsschule für Gesundheit und Soziales.

Dr. Anja Reinecke-Terner studierte Diplom-Sozialarbeit/Sozialpädagogik und absolvierte den M.A. (Social Work). Nach zwölf Jahren Praxis in der Schulsozialarbeit promovierte sie als Hans-Böckler-Stipendiatin angebunden an das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim. Heute ist sie Studienrätin an einer Berufsschule für Gesundheit und Soziales.

Inhalt 7
1 Einleitung 10
2 Balancieren können – Zum Handeln in derSchulsozialarbeit 13
2.1 Schulsozialarbeit – Ein voraussetzungsvolles Handlungsfeld 13
2.2 Vom ungeklärten Methodenverständnis zur selbstreflexivenProfessionalität mit politischem Anspruch 17
2.3 Schulsozialarbeit als lebensweltbezogener Be- und Erziehungsraum 21
2.4 Zweckgebunden? – Schulsozialarbeit und ihr Handeln in einerInstitution 24
2.5 Schulsozialarbeit und Lehrkräfte – Kooperation oderZusammenarbeit? 28
2.6 Schulsozialarbeit im Handeln mit Schüler_innen –‚Gechillt‘-verständnisvoll oder regelsetzende Vermittler_innen? 32
2.7 Resümee – Der Balken der sie trägt? 35
3 Zur Forschungsmethodologie Grounded Theoryund Ethnografie 37
3.1 Die Forschungskonzeption 37
3.2 Handeln als Praktik und Teil einer Kultur des Sozialen 38
3.3 Forschungsphasen 39
3.4 Protokollieren und das Verdichten zu Texten 41
3.5 Datenanalyse und Kodierungsprozesse im Rahmen der GTM 44
4 Forschungsergebnisse 48
4.1 Anlässe des Handelns 48
4.2 Handeln der Schulsozialarbeit im strukturellen Gefüge Schule 49
4.2.1 Gerahmte Auszeiten erschaffen 49
4.2.1.1 Zulassen, offen ‚man selbst sein? zu dürfen – Ein Pausenangebot derSchulsozialarbeit 50
4.2.1.2 Unterrichtszeit mit ‚anderer? Pädagogik füllen 55
4.2.1.3 Zusammenfassung 64
4.2.2 Mit Zeitressourcen im Massenbetrieb Schule umgehen 65
4.2.2.1 Unterbrechungen des Handelns 66
4.2.2.2 Die Kunst der geteilten Aufmerksamkeit – Mit vielen Erwartungengleichzeitig umgehen 71
4.2.2.3 Zusammenfassung 81
4.2.3 Kommunikative Welten inszenieren 82
4.2.3.1 Ein geschlossenes und strukturiertes Kommunikationssetting mitdeutlicher pädagogischer Zielrichtung 83
4.2.3.2 Zusammenfassung 92
4.2.4 Subjektivierte Aufsichtstätigkeiten 92
4.2.4.1 Aufsicht in der Gruppenarbeit 93
4.2.4.2 Aufsichten in Schulalltagsbegegnungen – Partielle Interventionen 99
4.2.4.3 Zusammenfassung 103
4.2.5 Lenkprozesse zum ‚richtigen Weg? vollziehen 103
4.2.5.1 Kommentierungen durch die Schulsozialarbeit 105
4.2.5.2 Wegweiser_innen? – Ein Beratungsgespräch bei der Schulsozialarbeitnach Anregung der Lehrkraft 107
4.2.5.3 Der richtige Weg – Interview mit dem Schüler Sinan 115
4.2.5.4 Zusammenfassung 120
4.2.6 ‚Verlängerter Arm? von Lehrkräften 121
4.2.6.1 ‚Geschickte? Schüler_innen nach Konfliktfällen 122
4.2.6.2 Sonderfall Trainingsraum 128
4.2.6.3 Anlassdifferenzen 135
4.2.6.4 Lob und Disziplin und eine Schulsozialarbeit, die ausführt 137
4.2.6.5 Beweggründe: Interviewrekonstruktion mit dem SchulsozialarbeiterHerrn Tomsen 145
4.2.6.6 Zusammenfassung 147
4.2.7 Arbeitsteilung zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeiter_innen 148
4.2.7.1 Arbeitsteilung – Der Lehrer für die Schule, die Sozialarbeit fürGespräche 148
4.2.7.2 Steuern im Hintergrund 161
4.2.7.3 Arbeitsteilung im Unterrichtsgeschehen 173
4.2.7.4 Zusammenfassung 183
4.2.8 Schüler_innen in eigenaktiven Dienstleistungsfeldern mit Außenwirkungbegleiten 185
4.2.8.1 Typen der dienstleistungserbringenden Schüler_innen unter Anleitungvon Schulsozialarbeit 191
4.2.8.2 Die Struktur der Eigenaktivität bei der Bearbeitung vonRegelverstößen 192
4.2.8.3 Dienstleistungserbringende Schüler_innen: Bewertung derZusammenarbeit mit Schulsozialarbeit 196
4.2.8.4 Interviewrekonstruktion: Schulsozialarbeiter Herr Tomsen zurZusammenarbeit mit Schüler_innen 201
4.2.8.5 Resümee: Der Staffellauf zum funktionierenden Dienstleistungsprojekt 205
4.2.8.6 Zusammenfassung 207
4.2.9 Zwischenfazit 208
4.3 Ambivalenzen des Handelns in der Schulsozialarbeit 210
4.3.1 Zwischen Lebensweltorientierung und Zweckerfüllung 210
4.3.2 Ambivalenzen in der Schulsozialarbeit – Ethnografische Analysen 213
4.3.2.1 Nähe und Distanz 214
4.3.2.2 Person und Persönlichkeit 223
4.3.2.3 Kontrolle und Kontakt 239
4.3.3 Resümee – Grenzsetzungen und -öffnungen 243
5 Schulsozialarbeit als Herstellen einerZwischenbühne 247
5.1 Interaktionen auf Bühnen – Zum Ansatz von Erving Goffman 247
5.1.1 Die Beobachtung von Interaktionen und Rollen(-spielen) 248
5.1.2 Die Bühnen der Darstellung von Interaktionen 250
5.1.3 Vorder- und Hinterbühnen in der Schule nach Zinnecker 252
5.1.4 Das theoretische Konstrukt (Zusammenfassung) 254
5.2 Das Herstellen einer Zwischenbühne – Empirisch analysiert 257
5.2.1 Zwischen den Interessen 258
5.2.2 Zwischen den Personen 263
5.2.2.1 Wechsel zwischen Person und Persönlichkeit und daraus resultierendeAmbivalenzen 264
5.2.2.2 Arbeitsteilung zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeiter_innen 266
5.2.2.3 Schüler_innen und ihre Annahme oder Verweigerung derZwischenbühne 269
5.2.2.4 Die Zwischenbühne als ‚Kontakthof? für Sorgeberechtigte 270
5.2.3 Zwischen den Rollen 271
5.2.4 Zwischen den Räumen 274
5.2.5 Zwischen den Zeiten 276
5.2.6 Zwischen den Verfahren 279
5.2.7 Zwischen den Kommunikationsformen 281
5.3 Schulsozialarbeit als Unterstützung der Vorderbühne 284
5.4 Kontaktaufbau durch die Schulsozialarbeit am Rand der Hinterbühne 287
6 Fazit und weiterer Forschungsbedarf 290
Literaturverzeichnis 293
Anhang 303
Der Klassenrat 304
Das Trainingsraummodell 305
Dankesworte 306

Erscheint lt. Verlag 19.10.2016
Reihe/Serie Beiträge zur Sozialen Arbeit an Schulen
Beiträge zur Sozialen Arbeit an Schulen
Zusatzinfo IX, 304 S. 1 Abb.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Ethnografie • Handlungsfeld Schulsozialarbeit • Handlungskompetenz Schulsozialarbeit • professionsentwicklung • Schulstruktur
ISBN-10 3-658-15978-2 / 3658159782
ISBN-13 978-3-658-15978-8 / 9783658159788
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