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Hedwig Dohm. Feuilletons 1877–1903

Nikola Müller, Isabel Rohner (Herausgeber)

(Autor)

Buch | Softcover
296 Seiten
2016
trafo Wissenschaftsverlag
978-3-86464-137-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Hedwig Dohm. Feuilletons 1877–1903 - Hedwig Dohm
CHF 56,90 inkl. MwSt
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Hedwig Dohm war eine Meisterin der Genres: Sie verfasste Romane, Novellen, Theaterstücke, politische Essays. Bei einem breiteren Publikum bekannt, beliebt und gefürchtet wurde sie dabei durch ihre Beiträge, die sie ab den 1870er Jahren in ganz unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte – von Kunst- und Literaturzeitschriften über Fachorgane für Bildung oder Politik bis zur feministischen Frauenbewegung, der liberalen Zeitschrift Die Zukunft oder der auflagenstarken Vossischen Zeitung. Diese Medien wählte sie nicht beliebig aus. Die meisten ihrer Artikel erschienen in Zeitschriften, die sich an ein liberales, linkes oder frauenbewegtes Publikum wandten – kurz: die emanzipatorische Bestrebungen förderten und selber verfolgten. Einige dieser Texte hat Dohm später in Essaybände aufgenommen und wiederverwertet – die meisten von ihnen sind jedoch nur einmal veröffentlicht worden und waren alsbald vergessen.
Diese Feuilletons bilden für die beiden Herausgeberinnen das Herzstück der Edition Hedwig Dohm: Noch nie gesammelt veröffentlicht, zeigen sie sowohl Dohms politische und stilistische Kontinuität als auch ihre schwerpunktmäßige und strategische Entwicklung. Verpackt sie ihre feministischen Botschaften in den früheren Jahren für das jeweilige Zeitschriftenpublikum noch in vermeintlich leichten Gesellschaftsbildern, so wählt sie später immer stärker Medien, deren Publikum offen politische beziehungsweise bisweilen auch satirisch-polemische Texte zugemutet werden können.
An immer wieder neuen Beispielen, aktuellen Diskussionen und Neuerscheinungen arbeitet sie sich ab. Dreh- und Angelpunkt jeglicher Emanzipation bildet von Anfang an die ökonomische Selbstständigkeit der Frau. Das steht im Kontrast und mutet fast wie eine indirekte Stellungnahme zur bürgerlichen Frauenbewegung an, die in diesen Jahren in erster Linie als Bildungsbewegung auftritt und weniger die ökonomischen Rechte der Frauen im Blick hat.
Später wird sie in ihren publizistischen Arbeiten das Argument, Frauenrechte verbesserten die Gesellschaft als Ganzes, sogar als Zumutung von sich weisen, – Rechte stehen der Frau zu, weil sie Mensch ist, nicht, um dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen.

Die Publizistin Hedwig Dohm 7
Anmerkungen zur Edition 13
Feuilletons 1877–1903 von Hedwig Dohm 15
Die Geheimratstochter (1877) 15
Der deutsche Aufsatz in der Mädchenschule (1879) 39
Die Opfer der Mode (1880) 49
Laura Marholms Buch der Frauen (1895) 55
Offener Brief (1895) 77
Herrenrechte (1896) 79
Die Schwiegermutter der Zukunft (1896) 87
Nachlese vom Frauentag (1896) 93
Die Ritter der mater dolorosa (1897) 97
Auf die Ausführungen des Herrn Dr. Scholz (1897) 123
Laura Marholms Zur Psychologie der Frau (1897/98) 125
Nietzsche und die Frauen (1898) 143
Reaktion in der Frauenbewegung (1899) 157
Die neue Mutter (1900) 173
Frauenrechtlerinnen (1900) 183
Sind Berufstätigkeit und Mutterpflichten vereinbar? Plauderei mit Hedwig Dohm (1900) 197
Eine Anregung zur Erziehungsfrage (1900) 205
Meine Anregung zur Erziehungsfrage (1900/1901) 213
Augusta Trevirorum. Skizzen und Bilder aus trierischer Mappe von Miriam Eck (1901) 215
Randglossen zur Schrift Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes von P. J. Möbius (1901) 221
Kinderrechte (1902) 237
Die alte Frau (1903) 247
Jerusalem (1903) 259
Anhang
Leserinnenbrief von M. Sobotta (1895) 267
Leserbrief von F. Scholz (1897) 269
Leserinnenbrief von M. Ander (1900) 279
Namensregister 287
Die Herausgeberinnen 293
Danksagung 295

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Edition Hedwig Dohm ; 5
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 125 x 190 mm
Gewicht 350 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Literatur Essays / Feuilleton
Sozialwissenschaften Kommunikation / Medien Journalistik
Schlagworte Deutsche Frauenbewegung • Dohm, Hedwig • Feuilletons 1877-1903 • Frauenrechtlerinnen • Herrenrechte • Internationaler Frauentag • Jerusalem • Kinderrechte • Mode • Mutterschaft • Nietzsche und die Frauen • Psychologie der Frau
ISBN-10 3-86464-137-3 / 3864641373
ISBN-13 978-3-86464-137-4 / 9783864641374
Zustand Neuware
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