Islamischer Religionsunterricht in Europa (eBook)
310 Seiten
Transcript Verlag
978-3-8394-0453-9 (ISBN)
Irka-Christin Mohr (Dr. phil.) ist Islamwissenschaftlerin in Berlin und Erfurt und arbeitet zu Islam und Unterricht.
INHALT 5
Vorwort 11
Anmerkungen zur Schreib- und Zitierweise 14
1. Eröffnung 15
1.1 Der islamische Religionsunterricht in der öffentlichen Schule 16
1.2 Lehrtexte als Objekte und Akteure 17
1.3 Die Verortung als Zweck der Lehrtexte 19
1.4 Unausgesprochene didaktische Entscheidungen 21
1.5 Zur Kontextualität von Verortung 22
1.5.1 Die Säkularität als Kontext islamischer Lehrtexte 24
1.5.2 Die Region als Kontext islamischer Lehrtexte 25
1.6 Fokus der Untersuchung: Auswahl, Anordnung und Bewertung der islamischen Quellen 27
1.7 Fokus der Untersuchung: Die Bedeutung von Gemeinschaft und Gesellschaft 29
1.8 Islam in Europa: Landkarte mit weißen Flecken 32
1.9 Aufbau der Untersuchung 34
2. Rahmenbedingungen für den islamischen Religionsunterricht in Deutschland 37
3. Unterscheidung in Kern und Rand: Der Lehrplan für islamischen Religionsunterricht herausgegeben vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) 43
3.1 Der Lehrplan des ZMD als nordrhein-westfälisches Produkt 45
3.2 Der Konsens als Instrument für gemeinsames Handeln 48
3.3 Die Zugehörigkeit zur islamischen Gemeinschaft 50
3.3.1 Die Gottesfurcht als konstituierend für den inneren Kreis der Gemeinschaft 51
3.3.2 Die Bewertung von Handlungen als islamisch oder unislamisch 51
3.3.3 Die Unterscheidung von Innen und Außen 53
3.4 Das Andersdenken als Kriterium der Unterscheidung von Muslim und Nichtmuslim 54
3.5 Inhaltliche und formale Toleranz 55
3.6 Die Glaubensgrundsätze als Kern der Gemeinschaft 58
3.7 Die Umma als Minderheit 60
3.8 Die Gemeinschaft in der Gesellschaft 62
3.9 Innermuslimische Vielfalt als Bereicherung und Zersplitterung 63
3.9.1 Einheit und Vielfalt in einer dialektischen Beziehung 64
3.9.2 Einheit und Vielfalt in einer polaren Beziehung 65
3.10 Kern und Rand der religiösen Quellen 68
3.10.1 Die vertraute Denkweise als Kriterium zur Auswahl von Interpretationen 71
3.10.2 Der ortlose Islam in Europa 73
3.10.3 Die Säkularisierung des Fiqh 75
3.10.4 Das Wissen: konstruiert mittels der Unterscheidung von Innen und Außen 76
3.10.5 Die Identität: konstruiert mittels der Unterscheidung von Innen und Außen 78
3.11 Fazit: Verortung in der und durch die Gemeinschaft 79
4. Erweiterung und Integration von Interpretationen: Die Lehrtexte des Instituts für Interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) 81
4.1 Die Texte: Rahmenplan, Materialien und Lehrbuch 81
4.2 Die koranische Didaktik als Variante des Korrelationsprinzips 83
4.2.1 Die Verortung gegenüber dem Koran 86
4.2.2 Die Verortung in der deutschen Sprache 87
4.2.3 Besser oder Schlechter: Der Elativ als Schutz vor dogmatischen Haltungen 89
4.2.4 Die Unterscheidung von Eng und Weit und ihre Anwendung im Fiqh 92
4.2.5 Die Zurückhaltung gegenüber dem Hadith 94
4.3 Die Integration von Welt im tau…ñd 96
4.3.1 Tau…ñd als Ausgangspunkt für Erziehung und Bildung 98
4.4 Argumente zur Gemeinschaft 100
4.4.1 Die Geschöpflichkeit 101
4.4.1.1 Die Identität als festes Grundwissen 102
4.4.2 Der Monotheismus als Grenze 104
4.4.3 Religion und Glaube in engeren und weiteren Bedeutungen 106
4.4.4 Exkurs: Das weibliche Geschlecht als Grund für Gemeinschaft 107
4.5 Der Einzelne und die Gemeinschaft: Eine spannungsreiche Beziehung gesteuert durch Verfahrenstechniken 110
4.6 Basis des islamischen dñn: Der verpflichtende Orientierungsrahmen 112
4.7 Der interreligiöse Dialog aus dem Koran heraus gelesen 114
4.8 Die deutsche Gesellschaft: Ein multireligiöses, pluralistisches Haus 116
4.9 Fazit: Der Islam als Wahrheit 118
5. Exkurs: Der Rahmenplan des IPD in der Lesart der Islamischen Föderation in Berlin (IFB) 123
5.1 Der weite Weg der IFB in die öffentliche Schule 123
5.2 Die Verortungsbedürfnisse der IFB in den Rahmenplan des IPD hineingelesen 125
5.2.1 Die Unvereinbarkeit von Erweiterung und Eindeutigkeit 127
5.2.2 Die Bindung an die richtige Einstellung 127
5.2.3 Die Gottzentriertheit als Kehrseite der Geschöpflichkeit 128
5.2.4 Die Integration der Gemeinschaft im elementaren Wissen 129
5.2.5 Auf Platz eins der Agenda: Die Vermittlung eines Ethos 130
5.3 Fazit: Islamischer Religionsunterricht als niedrigschwelliges Breitenangebot 132
6. Ein Vergleich der Verortungsargumente des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) und des Instituts für Interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) 135
6.1 Argumente zur Interpretation der Quellen 135
6.2 Argumente zur Säkularität 136
6.3 Argumente zur Gemeinschaft 139
6.4 Fazit: Unterschiedliche Lehrtexte für verschiedene Verortungsbedürfnisse 141
7. Islamischer Religionsunterricht in Österreich: Zwei Jahrzehnte Unterrichtspraxis 143
8. Universalisierung der hanafitischen Rechtsschule: Die Lehrtexte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGgiÖ) 149
8.1 Die Texte: Lehrplan und Lehrbücher 150
8.2 Die Organisation von Wissen 154
8.2.1 Die ideale Lebenswelt 154
8.2.2 Die Einschulung in das gute Muslimsein 156
8.2.3 Lehrbücher als Lexika 160
8.2.4 Die Unterscheidung von richtigem und falschem Wissen 162
8.2.5 Der gerade Weg: Bild für die Ordnung des Lebens 163
8.2.6 Wissen im Wandel 164
8.2.6.1 Die IRPA als Garantin für die Kontinuität von Wissen 167
8.2.6.2 Die überlokale Verortung der IRPA 168
8.3 Die Verortung im islamischen Denken: Die Bevorzugung des Fiqh vor der Theologie 170
8.3.1 Die Theologie am Rande 171
8.3.2 Der Fiqh im Zentrum 173
8.4 Die Verortung in der Gemeinschaft 176
8.4.1 Formen der Zugehörigkeit: Prinzipiell, automatisch, definitiv 176
8.4.2 Die Priorität der Universalität im österreichischen Kontext 177
8.4.2.1 Die freundliche Assimilierung 180
8.4.3 Die Universalisierung der hanafitischen Rechtsschule 181
8.4.3.1 Die Anerkennung der hanafitischen Rechtsschule durch die k. u. k. Monarchie 182
8.4.4 Die Monopolisierung der Interpretation 184
8.4.5 Die Organisation von Differenz am Beispiel der Schia 187
8.4.6 Der Hadith als Quelle des Fiqh 189
8.4.7 Der Koran als heiliges Buch 190
8.5 Die Gemeinde als Modus der Integration 192
8.5.1 Die Nachbarschaftlichkeit als Modus vivendi 195
8.6 Fazit: Religion als Obligation 196
9. Die Lehrtexte aus Deutschland und Österreich im Vergleich 199
9.1 Die Lebenswirklichkeit der LehrplanerInnen als Kontext der Lehrtexte 199
9.2 Die Verortungsargumente des ZMD und der IGgiÖ im Vergleich 202
9.2.1 Der unausgesprochene Umgang mit den islamischen Quellentexten 202
9.2.2 Argumente zur Säkularität 204
9.2.3 Argumente zur Gemeinschaft 206
9.3 Fazit: Der gemeinsame Nenner 208
10. Ein Ausflug in die niederländische Unterrichtslandschaft 209
10.1 Die Stadt Rotterdam und ihre Integrationspolitik 212
11. Koordination muslimischer Interessen: Zwei Lehrtextsammlungen herausgegeben von der Stichting Platform Islamitische Organisaties Rijnmond (S.P.I.O.R.) 215
11.1 Die Verortung der S.P.I.O.R.: ausgesprochen sunnitisch 216
11.1.1 Die S.P.I.O.R. als Koordinatorin muslimischer Interessen 220
11.2 Die Genese der Lehrtexte 221
11.3 Argumente zur Gemeinschaft 228
11.3.1 Viele sunnitische Wege zu Gott 228
11.3.2 Instrumente für das Management von Differenz 230
11.3.3 Van Bommels Blick auf die Gemeinschaft und van Domburgs Blick auf deren Grenzen 232
11.3.4 Die agrarische moslimgemeenschap und ihre partikularen Interessen 234
11.4 Der Islam als Instrument der Integration 236
11.5 Das Universelle und das Partikulare als komplementäre Teile 239
11.6 Für eine kontextuelle Exegese des Koran 241
11.6.1 Die Prophetengeschichten traditionell erzählt 244
11.6.2 Eindeutige und mehrdeutige Quellentexte 246
11.6.3 Weltliche und religiöse Dimensionen des Islam 247
11.7 Fazit: Ein pragmatisches Nebeneinander verschiedener Interessen 250
12. Schluss: Modi der Verortung sind Antworten auf Welterfahrung 255
12.1 Klassifikationen als Grundentscheidungen über die Ordnung der Welt 255
12.2 Zur Funktion von Leerstellen für die Praxis 258
12.3 Modi der Veränderung 262
12.4 Die Verortung der HerausgeberInnen 266
12.5 Ausblick auf die Entwicklung einer islamischen Fachdidaktik 269
Anhang 271
Literatur 287
| Erscheint lt. Verlag | 15.7.2015 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Globaler lokaler Islam |
| Globaler lokaler Islam | |
| Globaler lokaler Islam | Globaler lokaler Islam |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 150 x 150 mm |
| Gewicht | 483000 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Islam |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Spezielle Soziologien | |
| Schlagworte | Bildung • Education • Europa • Europe • Islam • Islamic Studies • Islamwissenschaft • Pädagogik • Pedagogy • Religion • Unterricht |
| ISBN-10 | 3-8394-0453-3 / 3839404533 |
| ISBN-13 | 978-3-8394-0453-9 / 9783839404539 |
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