Zerstreuung/Distraction
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Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verkündete der französische Moralist Jean de la Bruyère einen neuen Habitus des In-der-Welt-Seins, den er im Charaktertypus des 'Zerstreuten' verkörpert sah. Dieser Figur war das theologische Denken abhandengekommen. Der Zerstreute konnte die Zeit nicht bestimmen, scherte sich nicht um soziale Hierarchien und besaß keine Selbsterkenntnis. Das Kind und die Hausfrau, der Arbeiter und der Leser - sie alle seien permanent zerstreut, entweder von Natur aus oder durch Akkulturation. Dieser figurationen-Band eröffnet eine kritische Diskussion über die Zerstreuung, indem er sie als diagnostisches Werkzeug für die Leiden der Gegenwart begreift.
Paul North ist Professor of German an der Yale University.
| Erscheint lt. Verlag | 9.12.2015 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Figurationen ; 16,2 |
| Co-Autor | Martin Doll, Hans-Christian von Herrmann, Florian Klinger, Petra Löffler, Thomas Schestag, Sebastian Vehlken |
| Zusatzinfo | 27 s/w-Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 165 x 235 mm |
| Gewicht | 194 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Sprachwissenschaft | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Gender Studies | |
| Schlagworte | Frankreich, Literatur • Französische Klassik 17. Jahrhundert • GesellschaftsRELEVANTE Thematik • Jean de la Bruyère 1645-1696 • Jean de la Bruyère 1645–1696 • Phänomen der »Zerstreuung« • Zeitschrift/Magazin |
| ISBN-10 | 3-412-50179-4 / 3412501794 |
| ISBN-13 | 978-3-412-50179-2 / 9783412501792 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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