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Sprachlich bedingte soziale Ungleichheit -  Anke Walzebug

Sprachlich bedingte soziale Ungleichheit (eBook)

Theoretische und empirische Betrachtungen am Beispiel mathematischer Testaufgaben und ihrer Bearbeitung
eBook Download: PDF
2014 | 1. Auflage
302 Seiten
Waxmann Verlag GmbH
978-3-8309-8201-2 (ISBN)
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Studien zu schulischen Leistungen belegen seit Jahren, dass Schülerinnen und Schüler nicht-privilegierter Herkunft tendenziell schlechter abschneiden. Die vorliegende Arbeit geht diesem Befund genauer nach und fragt danach, ob und, wenn ja, in welchem Ausmaß sozial bedingte Weisen des Sprachgebrauchs dazu beitragen, dass Testaufgaben - hier am Beispiel mathematischer Testaufgaben der Studie Trends In International Mathematics and Science Study (TIMSS 2007) - weniger erfolgreich bearbeitet werden können. In einem Dreischritt aus fachlicher Klärung, sprachlicher Klärung und Klärung im Rahmen von Interaktion wird exploriert, welche Aufgabenmerkmale Schwierigkeiten evozieren. Ebenso wird geprüft, welche sozialstrukturellen Zusammenhänge sich im Zusammenhang mit mathematischer Testleistung zeigen. Die Ergebnisse liefern Anregungen und Anknüpfungspunkte sowohl für die Entwicklung und Prüfung von Testaufgaben als auch für die (vor-) schulische Sprachförderung.

Anke Walzebug studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Ethnologie an der Universität Hamburg. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität Dortmund und promovierte als Stipendiatin der NRW Research School 'Education and Capabilities' an der Universität Bielefeld und der Technischen Universität Dortmund. Sie arbeitet und forscht u.a. im Bereich des (vor-) schulischen Schriftspracherwerbs und zur Güte von Test- und Schulbuchaufgaben.

Dank 5
Inhalt 6
1 Einleitung 10
2 Zur sozialen Herkunft von Schülerinnen und Schülern 15
2.1 Kapitalorientierte Ressourcen und Habitus 15
2.1.1 Kapital als Repertoire von handlungsbefähigenden Ressourcen 16
2.1.2 Habitus als strukturierende Struktur 21
2.1.3 Zwischenfazit und Diskussion I 25
2.2 Empirische Erfassung der sozialen Herkunft von Schülerinnen und Schülern 28
2.2.1 Operationalisierung und Rekonstruktion von sozialer Herkunft 28
2.2.2 Zwischenfazit und Diskussion II 42
2.3 Konsequenzen für die Arbeit 44
3 Zum familialen Hintergrund von Schülerinnen und Schülern 47
3.1 Die Familie als Reproduktionskontext von Kapitalgut 48
3.1.1 Zum Repertoire von familialen Kapitalformen 49
3.1.2 Zum familialen Habitus 51
3.1.3 Zwischenfazit und Diskussion I 56
3.2 Die Familie als Spracherwerbskontext 57
3.2.1 Zum Erwerb familialer Sprachpraktiken 58
3.2.2 Zur sozialen Rahmung familialer Sprachpraktiken 63
3.2.3 Zwischenfazit und Diskussion II 67
3.3 Konsequenzen für die Arbeit 68
4 Zur Testleistung in der Domäne Mathematik 69
4.1 Mathematische Testleistung am Ende der Grundschulzeit 70
4.1.1 Bildungsstandards für das Fach Mathematik 70
4.1.2 Kernlehrpläne und Kompetenzmodelle für das Fach Mathematik 72
4.1.3 Bildungsziele und ihre Evaluation 76
4.1.4 Zwischenfazit und Diskussion I 82
4.2 Zur Testdomäne Mathematik in TIMSS 2007 83
4.2.1 Die Rahmenkonzeption 84
4.2.2 Die strukturelle Konzeption 87
4.2.3 Die inhaltliche Konzeption 89
4.2.4 Zwischenfazit und Diskussion II 93
4.3 Zur Bearbeitung von mathematischen Testaufgaben 93
4.3.1 Zur Bedeutung des mathematikspezifischen Wissens 94
4.3.1.1 Konzeptuelles Wissen 95
4.3.1.2 Prozedurales Wissen 95
4.3.1.3 Metakognitives Wissen 96
4.3.2 Zur Bedeutung des sprachlichen Wissens 98
4.3.2.1 Bildungssprachliches Wissen 99
4.3.2.2 Lese- und Textverständnis 104
4.3.3 Zur Bedeutung des Handlungswissens 108
4.3.3.1 Das Verstehen von Operatoren einer Aufgabe 108
4.3.3.2 Adäquates und adressatenorientiertes Lösen einer Aufgabe 108
4.3.3.3 Implizites Wissen als Handlungsorientierung 109
4.3.4 Zwischenfazit und Diskussion III 110
4.4 Konsequenzen für die Arbeit 112
5 Zur Trias von sozialer Herkunft, familialer Sprachsozialisation und mathematischer Testleistung 113
6 Leitende Forschungsfragen und Hypothesen 120
7 Methodisches Vorgehen 125
7.1 Methodisches Vorgehen im Rahmen der Vorstudien 125
7.1.1 Differential Item Functioning (DIF) 126
7.1.1.1 Zum Verfahren des Differential Item Functioning 127
7.1.1.2 Zum Lord-x2-Ansatz 128
7.1.1.3 DIF als Validitäts-Check? 131
7.1.2 Aufgabengeleitete klinische Interviews 132
7.1.2.1 Zur Struktur der Interviews 133
7.1.2.2 Zur Methode des Lauten Denkens 133
7.1.2.3 Gütekriterien qualitativen Interviewmaterials 134
7.1.3 Vertiefende Analyse der Testaufgaben 137
7.1.3.1 Zur Struktur der Aufgabenanalyse: Das Aufgabenraster 138
7.1.3.2 Zur Bedeutung der Expertenmeinungen 140
7.2 Methodisches Vorgehen im Rahmen der Hauptstudie 140
7.2.1 Strukturgleichungsmodellierung (SEM) 141
7.2.1.1 Zum Verfahren der Strukturmodellierung 142
7.2.1.2 Gütemaße der Strukturmodellierung 145
7.2.2 Umgang mit fehlenden Werten 146
7.3 Zur Kombination von Methoden in der Arbeit 147
8 Datengrundlage 149
8.1 Vorstellung der genutzten Studien 149
8.1.1 TIMSS 2007 149
8.1.2 PARS 150
8.2 Datengrundlage im Rahmen der DIF-Analyse 151
8.2.1 Fallauswahl 151
8.2.2 Instrumentenauswahl 155
8.3 Datengrundlage im Rahmen der Interviewstudie 155
8.3.1 Fallauswahl 155
8.3.2 Instrumentenauswahl 157
8.4 Datengrundlage im Rahmen der Strukturgleichungsmodellierung 157
8.4.1 Fallauswahl 157
8.4.2 Instrumentenauswahl 158
8.5 Zur Integration von Daten in der Arbeit 167
9 Empirische Analysen 168
9.1 Zur Beschaffenheit von Testaufgaben und ihrer Bearbeitung 168
9.1.1 Analyse der mathematischen Testaufgaben 169
9.1.1.1 Beschaffenheitsanalyse aus fachlich-kognitiver Perspektive 170
9.1.1.2 Beschaffenheitsanalyse aus sprachlicher Perspektive 173
9.1.2 Analyse der Bearbeitung mathematischer Testaufgaben 175
9.1.2.1 Zur ‚social situatedness‘ der Interviews 175
9.1.2.2 Die Testaufgabe ‚Dreiecke‘ und ihre Bearbeitung 176
9.1.2.3 Die Aufgabenbearbeitung von Levin 181
9.1.2.4 Die Testaufgabe ‚Laufen‘ und ihre Bearbeitung 185
9.1.2.5 Die Aufgabenbearbeitung von Marco 189
9.2 Sozialstrukturelle Zusammenhänge mathematischer Testleistung 192
9.2.1 Theoriegeleitete Annahmen zum Zusammenhangsgeflecht 192
9.2.2 Ergebnisse zum sozialstrukturellen Zusammenhangsgeflecht 198
9.2.3 Analysen der in das Strukturmodell integrierten Testaufgaben 201
9.2.3.1 Beschaffenheitsanalyse aus fachlich-kognitiver Perspektive 202
9.2.3.2 Beschaffenheitsanalyse aus sprachlicher Perspektive 204
9.2.3.3 Die Testaufgabe ‚Jahrmarkt‘ und ihre Bearbeitung 208
10 Zusammenfassung und Diskussion 220
10.1 Zu den Leitideen der Arbeit 220
10.1.1 Der allgemeine bildungswissenschaftliche Rahmen 220
10.1.2 Der fokussierte bildungswissenschaftliche Rahmen 221
10.2 Zusammenfassung und Interpretation der Befunde 224
10.2.1 Sozialstrukturelle Zusammenhänge mathematischer Testleistung 225
10.2.2 Aufgabenbeschaffenheit und Aufgabenbearbeitung 227
10.2.2.1 Aufgabenbeschaffenheit aus fachlich-kognitiver Perspektive 228
10.2.2.2 Aufgabenbeschaffenheit aus sprachlicher Perspektive 230
10.2.2.3 Aufgabenbearbeitung aus sprachlicher Perspektive 235
10.2.3 Zur sprachlich bedingten sozialen Ungleichheit 237
10.3 Implikationen für die Praxis 238
10.3.1 Entwicklung und Prüfung von mathematischen Testaufgaben 239
10.3.2 Frühkindliche Sprachbildung 242
10.3.3 Schulische Sprachförderung 243
10.3.4 Sprachsensibilisierung in der Lehreraus- und -fortbildung 244
10.4 Ausblick auf die weitere Forschung 246
11 Verzeichnisse und Abstract 247
11.1 Literatur 247
11.2 Tabellenverzeichnis 300
11.3 Abbildungsverzeichnis 301
Abstract 302

Erscheint lt. Verlag 1.12.2014
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik
ISBN-10 3-8309-8201-1 / 3830982011
ISBN-13 978-3-8309-8201-2 / 9783830982012
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