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Leibbezogene Seele?

Interdisziplinäre Erkundungen eines kaum noch fassbaren Begriffs
Buch | Softcover
349 Seiten
2015
Mohr Siebeck (Verlag)
978-3-16-153573-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Leibbezogene Seele? -
CHF 79,90 inkl. MwSt
Der Begriff der Seele hat in der Moderne seine prominente Stellung eingebüßt. Gleichwohl scheint er gegenüber alternativen Begriffen einen "Mehrwert" zu haben. Dieser Beobachtung und ihrer Deutung gehen die Beiträger dieses Bandes nach.
Der Begriff der Seele hatte bis ins 18. Jahrhundert eine prominente Stellung in naturwissenschaftlichen, religiösen, ästhetischen und metaphysischen Erörterungen des Menschlichen als höchster Stufe des Lebendigen. Diese Stellung hat der Seelenbegriff in der Moderne eingebüßt. Er scheint von Begriffen wie Subjektivität, Personalität und Individualität abgelöst worden zu sein. Gleichwohl scheint dem Begriff der Seele ein symbolischer "Mehrwert" anzuhaften, der sich allerdings einer klaren Fassung entzieht. So wird das Wort "Seele" insbesondere im Kontext der Begriffe der menschlichen Selbstbeschreibung gebraucht: Man spricht von der Seele in lebensweltlichen und bildungssprachlichen, in literarischen, religiösen und ethischen Zusammenhängen. Elementar verknüpft ist mit der Seele die Leiblichkeit des Menschen. Damit kommen medizinische, neurowissenschaftliche und erfahrungsbezogene Einsichten ins Spiel, und die Phänomene des Seelischen verweisen auf soziale Zusammenhänge des intersubjektiven Umgangs. Auch Fragen nach dem Verhältnis des Körperlichen und Mentalen, des Physischen und Psychischen bleiben mit der Rede von der Seele verbunden, und mit der wissenschaftlich anerkannten Differenz von Erster- und Dritter-Person-Perspektive erhebt sich das Problem des Ortes von Eigenleiberleben und seiner deutenden Beschreibung. Diese mehrfach verschränkte Codierung des Begriffs der Seele wirft Fragen auf, denen die Beiträge des Sammelbandes nachgehen. Eine Leitfrage ist dabei: Steht die Rede von der Seele für die präreflexive Selbstgegebenheit der Subjektivität, wie sie sich vorrangig in der Leiberfahrung und (allenfalls?) nachrangig in der Wissenschaftsreflexion ausdrückt?

Geboren 1959; Studium der Theologie und Philosophie; 1987 Promotion; seit 1995 Professor für Systematische Theologie / Ethik und Religionsphilosophie an der Universität Hamburg; seit 2012 erster Vorsitzender der Internationalen Schleiermacher-Gesellschaft.

Geboren 1974; Studium der Ev. Theologie und Philosophie in Tübingen, Wien und Göttingen; 2007 Promotion; 2014 Habilitation; Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, sowie Direktor des Rudolf-Bultmann-Instituts für Hermeneutik an der Philipps-Universität Marburg.

Erscheint lt. Verlag 1.4.2015
Reihe/Serie Dogmatik in der Moderne
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Maße 156 x 230 mm
Gewicht 535 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie Geschichte der Philosophie
Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie der Neuzeit
Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Sozialwissenschaften Ethnologie
Schlagworte Leiblichkeit • Leib-Seele-Beziehung • (Religions-)Philosophie • Seele • Subjektivität(-stheorie) • Wissenschaftsphilosophie
ISBN-10 3-16-153573-1 / 3161535731
ISBN-13 978-3-16-153573-4 / 9783161535734
Zustand Neuware
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