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Berufliche Weiterbildung älterer Arbeitnehmer: Gestaltung eines alterssensiblen Lernkonzepts, unter Einbezug Problemorientierten Lernens, im Rahmen einer formalisierten Weiterbildungsmaßnahme für Erzieher - Nadin Sellach

Berufliche Weiterbildung älterer Arbeitnehmer: Gestaltung eines alterssensiblen Lernkonzepts, unter Einbezug Problemorientierten Lernens, im Rahmen einer formalisierten Weiterbildungsmaßnahme für Erzieher

(Autor)

Buch | Softcover
72 Seiten
2014
Bachelor + Master Publishing (Verlag)
978-3-95820-107-1 (ISBN)
CHF 55,95 inkl. MwSt
Der demografische Wandel stellt den Wirtschaftsstandort Deutschland in den kommenden Jahren vor entscheidende Veränderungen. Um den dadurch entstehenden Herausforderungen in bestmöglichem Maße begegnen zu können, wird die Förderung der Arbeitskraft sogenannter stiller Reserven zwingend notwendig. Dazu gehören u.a. ältere Arbeitnehmer, deren Beschäftigungsfähigkeit es zu sichern gilt. In der wissenschaftlichen Literatur wird in diesem Zusammenhang seit längerer Zeit auf die Signifikanz des Lebenslangen Lernens verwiesen. Jedoch findet dieses Wissen in der Bildungspraxis nur zögerlich Annahme und Umsetzung, da Zweifel an der bestehenden Lernfähigkeit älterer Menschen in den Köpfen der Gesellschaft bis heute verankert sind. Das vorliegende Buch legt daher den Fokus auf die berufliche Weiterbildung älterer Arbeitnehmer und richtet den Blick auf Ihr Erfahrungswissen und Ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Unter Verwendung aktueller Studien und einschlägiger Fachliteratur wird ein Lernkonzept, basierend auf Leitlinien alterssensiblen Lernens, vorgestellt, das Problemorientierte Lernen (POL) als eine mögliche Lösung untersucht und am Beispiel einer alterssensiblen, formalisierten Weiterbildungsmaßnahme für Erzieher konkretisiert.

Nadin Sellach, B.A., wurde 1983 in Karlsburg geboren. Zunächst absolvierte sie nach ihrem Abitur eine medizinische Ausbildung, arbeitete anschließend in einer Rehabilitationsklinik und war als Mentorin für die praktische Ausbildung ihrer Schüler zuständig. Während dieser Zeit unterrichtete Sie zudem als freiberufliche Dozentin bei verschiedenen Bildungsträgern. Ihr Studium der Bildungswissenschaft an der FernUniversität in Hagen schloss die Autorin und Stipendiatin der Stiftung Begabtenförderung beruflicher Bildung (SBB) im Jahre 2014 mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts Educational Science ab. Während ihres Studiums sammelte sie praktische Erfahrungen in der beruflichen Weiterbildung von pädagogischen Leitungskräften. Der Fachkräftemangel im pädagogischen und medizinischen Bereich motivierte sie, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen. Die Autorin arbeitet heute als Produktentwicklerin bei einem der größten öffentlich geförderten Weiterbildungsträger Deutschlands und plant ihr Masterstudium.

Textprobe:
Kapitel 2, Klärung zentraler Begriffe:
2.1, Demografischer Wandel:
Die Demografie (Bevölkerungswissenschaft) beschreibt den gegenwärtigen Zustand der Bevölkerung (vgl. Thurich, 2011, S. 16) anhand der Variablen Fertilität (Geburtenrate), Mortalität (Sterberate) sowie Migration (Zu- bzw. Abwanderungsrate), mit deren Hilfe Prognosen für zukünftige Entwicklungen der Bevölkerung abgeleitet werden können (vgl. Hartmann, 2013, S. 4). Dabei wird der Begriff der Bevölkerung als die Gesamtheit der Einwohner in einem politisch abgegrenzten Gebiet (vgl. Hartmann, 2013, S. ebd.) definiert.
Annahmen über eine langfristige Bevölkerungsstruktur können beispielsweise anhand bestimmter Fortschreibungsverfahren, wie der koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, berechnet werden (vgl. Statistisches Bundesamt, 2009). Als demografischer Wandel soll im Kontext dieser Untersuchung vor allem die Veränderung der Altersstruktur einer Bevölkerung verstanden werden. Wie sich der demografische Wandel gegenwärtig in der Bundesrepublik Deutschland darstellt und welche Folgen sich daraus für die Arbeitswelt, speziell für die älteren Arbeitnehmer, ergeben, wird in Kapitel drei dargestellt. Im folgenden Kapitel soll zunächst geklärt werden, was unter einem älteren Arbeitnehmer zu verstehen ist.
2.2, Ältere Arbeitnehmer:
Die Begriffe Alter oder älterer Arbeitnehmer werden bis heute in der Literatur nicht eindeutig definiert und unterscheiden sich je nach wissenschaftlicher Disziplin (z.B. Pädagogik, Psychologie etc.) in ihrem Verständnis. Für die in diesem Buch im Mittelpunkt stehende berufliche Weiterbildung älterer Arbeitnehmer scheint das gerontologische Begriffsverständnis geeignet, da es den Begriff Alter als multidimensionales Phänomen beschreibt, welches das körperliche, seelisch-geistige und soziale Altern unterscheidet (vgl. Kruse, 2010, S. 827). Das körperliche und seelisch-geistige Altern ist hier vordergründig von Interesse, da es Aussagen über die Leistungsfähigkeit älterer Lernender erlaubt. Das körperliche Altern ist mit einem Rückgang der Anpassungsfähigkeit des Organismus verbunden, wobei das seelisch-geistige Altern von Wachstumsprozessen geprägt sein kann (vgl. Kruse, 2010, ebd., BMFSFJ, 2010, S. 91). An dieser Stelle kann also konstatiert werden, dass nicht alle Fähigkeiten mit zunehmendem Alter, wie lange angenommen abnehmen. Im Gegensatz zu Kruse unterscheiden Bubolz-Lutz, Gösken, Kricheldorff & Schramek (2010, S. 28) den gerontologischen Terminus Alter in die Anzahl der Lebensjahre (kalendarisches Lebensalter), den Entwicklungs- und Erhaltungsstand des Organismus (biologisches Alter) und die Art und Weise, wie ein Mensch seinen körperlichen, seelischen und geistigen Zustand im Laufe seines Lebens erlebt (subjektives Alter). Darüber hinaus wird bei Kade (2009, S. 13) das Alter nicht als biologisch eindeutiges Merkmal , sondern soziale Konstruktion verstanden. Das heißt, die Rolle eines älteren Menschen einzunehmen, wird demnach gelernt. Eine allgemeingültige Grenze, ab wann Arbeitnehmer als alt gelten, existiert gegenwärtig nicht (vgl. BMFSFJ, 2010, S. 93). Während z.B. die Europäische Kommission Menschen ab dem 55. Lebensjahr zu den älteren Arbeitnehmern zählt, legt sich die OECD auf kein exaktes kalendarisches Alter fest. Es scheint daher sinnvoll den Begriff des älteren Arbeitnehmers kontextbezogen zu verwenden und seine spezifischen Arbeitsbedingungen zu betrachten. An dieser Stelle sei auf Einstufungsrichtlinien des BMFSFJ verwiesen: Die Grenze zur Einstufung in die Gruppe der Älteren [ist ]dann niedrig [ ], wenn das schulische wie berufliche Qualifikationsniveau niedrig, der Grad der Anforderungen und Arbeitsbelastungen hoch ist, in der Arbeit nur geringe Möglichkeiten für individuelle Dispositionen bestehen und häufig technisch-organisatorische Veränderungen stattfinden (vgl. BMFSFJ, 2010, S. 93).
Auf das Berufsbild und das

Erscheint lt. Verlag 10.9.2014
Reihe/Serie Bachelorarbeit
Sprache deutsch
Maße 155 x 220 mm
Gewicht 128 g
Themenwelt Sozialwissenschaften Pädagogik Erwachsenenbildung
Schlagworte Ältere Arbeitnehmer • Ältere Arbeitnehmer / Mitarbeiter • Demografischer Wandel • Demografischer Wandel / Demographischer Wandel • Lebenslanges Lernen
ISBN-10 3-95820-107-5 / 3958201075
ISBN-13 978-3-95820-107-1 / 9783958201071
Zustand Neuware
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