Wissensmanagement im Rahmen der digitalen Entwicklung in Organisationen: Wie elektronische Formen der Wissensvermittlung und -speicherung die Arbeitsweise und Zusammenarbeit von Organisationsmitgliedern beeinflussen und klassische Lernformen ablösen
Bachelor + Master Publishing (Verlag)
978-3-95684-117-0 (ISBN)
Dies umfasst die Frage, wie implizites Wissen in die neue Enterprise 2.0 Organisation gespeist werden kann und informelles Lernen Bestandteil der Lernprozesse wird. Dabei spielt speziell der Einsatz elektronischer Systeme zur Wissensvermittlung und Social Media eine wichtige Rolle.
Pascal Gries studierte Bildungswissenschaften und Wirtschaft und beschäftigt sich als Personalentwickler mit dem Thema der effizienten und nachhaltigen Wissensvermittlung. Dabei haben insbesondere die Vermischung formeller und informeller Lernformen unter Berücksichtigung neuer, digitalen Lernmedien und deren praktische Anwendung sein Interesse geweckt und ihn zu diesem Buch inspiriert.
Textprobe:
Kapitel 3.3.1, Aufgaben und Ziele des Wissensmanagements:
Die übergeordneten Ziele von WM umfassen eine verbesserte Kommunikation, Transparenz von Wissen, schnellerer Zugriff, weniger Zeitaufwand bei der Suche sowie, einen verbesserten Wissensaustausch und die Vermeidung von Redundanzen. Dies erhöht die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, sowie die Produktivität, durch eine verbesserte Produkt- und Servicequalität, sowie verbesserter Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit (vgl. North, K., 2011, S.146; Herbst, 2000, S.188). Die Aufgaben von WM können grundsätzlich auf drei Ebenen betrachtet werden:
- Strategieorientiert: Kodifizierungs- oder Personalisierungsstrategie; - Prozessorientiert: Unterstützung Geschäftsprozesse oder WM selbst; - Systemorientiert: Informationssysteme zur Unterstützung der Strategie und Prozesse (vgl. Riempp, G., 2004, S.78).
Bei der Frage der Strategie existieren zwei Varianten: Die Kodifizierung oder Personalisierung. Bei der Kodifizierung liegt der Fokus darauf Wissen in Informationssysteme einzubinden. Dabei wird vornehmlich in die IT und elektro-nische Dokumentensysteme investiert und Mitarbeiter für das Ablegen von explizitem Wissen, dem Kodifizieren, belohnt. Bei der Personalisierungsstrategie liegt der Fokus weniger auf der IT, sondern auf der Bildung informeller Netzwerke, damit implizites Wissen ausgetauscht wird. Dabei wird nicht Kodifizierung, sondern der direkte Wissensaustausch der Mitarbeiter selbst belohnt. Bekannter Vertreter der Kodifizierungsstrategie ist Ernst & Young und für die Personalisierungsstrategie McKinsey & Company (vgl. Hansen, M. T.; Nohria, N.; Tierney, T., 1999, S. 2f.). Aus prozessorientierter Sicht hat WM die Aufgabe, Wissen zu lokalisieren, zu erfassen, es auszutauschen und zu verteilen, wobei dies sowohl aktuelles, als auch zukünftiges Wissen miteinschließt (vgl. Riempp, G., 2004, S.81). Aus systemorientierter Sicht dienen die Informationssysteme als Unterstützung, durch das Bereitstellen von Informationsobjekten für Geschäftsprozesse oder zum Auffinden von Experten. Je nach Strategie liegt ein unterschiedlicher Schwerpunkt vor (vgl. Riempp, G., 2004, S.84). Die Schlüsselbereiche für die Ausgestaltung von professionellem WM sind:
- Wissensinhalte: Ziele, Bedarf, Informationsquellen; - Prozesse: Vereinfachung und Standardisierung der Nutzung; - IT Systeme: Hardware, Datenbank, Sicherheit, Schnittstellen; - Organisation: Sponsor, /IT-Team , Kultur (vgl. Herbst, D., 2000, S.157).
3.3.2, Wissensträger in Organisationen:
Zentrales Element des WM und Kriterium für die Strategie, sind die Wissensträger. Zu den Wissensträgern zählen Objekte, Personen oder Systeme, die in der Lage sind Wissen zu speichern (Rehäuser, J.; Krcmar, H., 1996 zit. n. Al-Laham, A., 2003, S.31f.). Dies umfasst Dokumente und Datenbanken, Systeme, Menschen oder die Unternehmenskultur (vgl. Al-Laham, A., 2003, S.35). Kategorisch lassen sich die Wissensträger in materielle und personelle teilen (vgl. Riempp, G., 2004, S.62). Während personelle Wissensträger Experten zu bestimmten Themen beschreiben und sowohl in individueller, als auch kollektiver Form vorliegen, bezeichnen materielle (vgl. Al-Laham, A., 2003,S. 38ff.):
- Druckbasierte: Bücher, Zeitschriften, Notizen; - Audiovisuelle Träger: Tonbänder, Fotos, Videos; - Computerbasierte: CD, DVD, USB, Internet; - Produktbasierte: Fertigungsanlagen (vgl. Amelingmeiyer, J., 2000, S.57).
Im Rahmen der Kodifizierung, also der Dokumentation von Wissen in Form von Informationsobjekten in Medien, kann es als explizites Wissen vervielfältigt und an andere personelle Wissensträger übertragen werden. Allerdings können nach dem heutigen Verständnis nur Informationen, also Know-What in audiovisuellen Wissensträgern gespeichert werden, da sie nur in einem subjektivem und situativen Kontext zu Wissen werden können (vgl. Laham, A. , 2003, S.34f.; Trillitzsch, U.C.; Klostermeier, F., 2002, S. 229).
Die Identifi
| Reihe/Serie | Bachelorarbeit |
|---|---|
| Zusatzinfo | 23 Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 190 x 270 mm |
| Gewicht | 246 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Erwachsenenbildung |
| Schlagworte | eLearning • Informelles Lernen • Personalentwicklung • Social Media • Wissensmanagement • Wissensmanagement / Knowledge-Management |
| ISBN-10 | 3-95684-117-4 / 3956841174 |
| ISBN-13 | 978-3-95684-117-0 / 9783956841170 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich