Motorische Entwicklung und kognitive Fähigkeiten: Sind sportliche Schüler intelligenter als unsportliche?
Bachelor + Master Publishing (Verlag)
978-3-95684-154-5 (ISBN)
In dieser Arbeit wird der Zusammenhang zwischen motorischen Fertigkeiten und kognitiven Fähigkeiten bei Kindern dargestellt. Einfacher ausgedrückt: Sind sportliche Kinder auch die intelligenteren Kinder? Durch eine Studie an einer Grundschule im Raum Stuttgart wurden durch wissenschaftliche Tests 150 Kinder verglichen, deren spannende Ergebnisse in diesem Buch präsentiert werden. Das Buch gibt einen Einblick in den aktuellen Forschungstand dieses Themas und wird durch die aufwendig ausgearbeitete Studie auf dem neusten Stand erweitert.
Sven Langjahr, B.A., wurde 1989 in Stuttgart geboren. Sein Studium der Sportwissenschaften beendete er 2012 an der Universität Stuttgart. Momentan ist er auf dem Weg sein Staatsexamen in Literaturwissenschaften und Sportwissenschaften zu erlangen.
Textprobe:
Kapitel 2.3, Motorische Fertigkeiten:
Die Entwicklung motorischer Grundfertigkeiten bildet die Basis für den Erwerb von komplexen Bewegungsabläufen. Diese Grundbausteine werden unterteilt in die manipulation and objekt control skills die locomotor skills , und die stability skills (Lubans, Morgan, Cliff, Barnett & Okely, 2010). Diese Arbeit befasst sich mit den Fertigkeiten der Objektkontrolle und der Objektmanipulation, dabei handelt es sich um Bewegungsabläufe die einen Gegenstand beschleunigen oder abbremsen wie z.B. das Werfen und Fangen, welche in den folgenden Kapiteln ausführlich thematisiert werden (Haywood & Getchell, 2009; Lubans, Morgan, Cliff, Barnett & Okely, 2010).
2.3.1, Das Werfen:
Das Werfen, oder ähnliche Bewegungsformen wie zum Beispiel Stoßen, Schleudern, Schlagen oder Schießen, zählen zu den ballistischen Fertigkeiten (Schott, 2010). Wobei das Werfen die meist verbreitetste Bewegungsform davon ist (Haywood & Getchell, 2009). Beim Werfen geht es immer darum, dass ein Objekt durch eine Person beschleunigt bzw. in Bewegung gebracht wird und ihm dadurch eine Flugbahn verliehen wird. Es gilt beim Werfen zwei Bewegungsaufgaben zu unterscheiden: Einmal kann es darum gehen, mit dem Objekt möglichst präzise ein Ziel zu treffen (z.B. Torwurf, Zielwurf) andererseits kann die Aufgabe lauten, das Objekt möglichst weit weg zu befördern (z.B. Speerwurf, Weitwurf). Im Alltag, wie auch in der Sportmotorik, findet man diese Unterscheidung in unterschiedliche Bewegungsabsichten (Schott, 2010). Ein Kind kann z.B. das Ziel haben einen Stein möglichst weit auf einen See hinaus zu werfen oder es kann versuchen einen naheliegenden Baumstamm zu treffen. Im Sport gibt es Disziplinen wie den Speerwurf, bei der es nur um das Erreichen einer maximalen Weite geht oder anders wie beim Basketball möglichst präzise in ein Ziel getroffen werden muss (Haywood & Getchell, 2005). Die Fertigkeit Werfen begleitet uns schon früh nach der Geburt. Erste wurfähnliche Bewegungen können im Alter von 6 Monaten auftreten, die ersten ausgereiften Wurfbewegungen zeigen Kinder im Alter von 4 bis 4,9 Jahren. (Hardy, King, Farrell, Macniven & Hawlett, 2009; Schott, 2010).
Wie bereits erwähnt, kann das Werfen unterschiedliche Bewegungsaufgaben haben. Diese unterschiedlichen Zielvorgaben beeinflussen deshalb auch die Wurfbewegung an sich. Im Bereich des Sports sieht man z.B. beim Basketball mehr eine Stoßbewegung, beim Fußball einen beidhändigen Einwurf über dem Kopf, beim Hammerwurf eine Schleuderbewegung oder beim Handball einen einarmigen Schlagwurf. Eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Wurftechnik spielt vor allem das Wurfobjekt. Es ist selbstverständlich, dass eine Diskusscheibe, um eine maximale Weite zu erzielen, anders geworfen werden muss als ein Speer (Schott, 2010; Roberton & Konczak, 2001).
Betrachtet man die Fertigkeit Werfen bei Kindern erkennt man sehr unterschiedliche Formen. Der zweihändige Unterarmwurf mit einer Ausholbewegung zwischen den Beinen hindurch ist sehr häufig bei sehr jungen Kindern zu beobachten. Des Weiteren sieht man Formen des Hüftwurfs, des zweihändigen Oberarmwurfs mit einer Ausholbewegung hinter dem Kopf und den einhändigen Oberarmwurf (Schlagwurf) (Haywood & Getchell, 2009). Bei Kindern spielen vor allem die Größe des Wurfobjekts und die Muskelkraft die entscheidenden Rollen bei der Wahl der Wurfbewegung (Barreiros, 2002).
2.3.1.1, Der einhändige Schlagwurf:
Der in der Wissenschaft am häufigsten untersuchte Wurf ist der einhändige Schlagwurf (overarm throw), der zudem im Sport und im Alltag ebenfalls der am häufigsten verwendete Wurf ist(Haywood & Getchell, 2009).
Betrachtet man die Wurfbewegung etwas genauer lässt sie sich in drei Phasen unterteilen. Der Schlagwurf (beschrieben für Rechtshänder) beginnt mit der Vorbereitungsphase, bei der die Bewegung entgegengesetzt der beabsichtigten Wurfrichtung ausgeführt wird. Es wird eine leichte Schrittstellung eingen
| Reihe/Serie | Bachelorarbeit |
|---|---|
| Zusatzinfo | 24 Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 220 mm |
| Gewicht | 115 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Allgemeines / Lexika |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
| Schlagworte | Entwicklung • Kinder • Kindliche Entwicklung • Kognition • Kognitive Entwicklung • Motorik • Sport |
| ISBN-10 | 3-95684-154-9 / 3956841549 |
| ISBN-13 | 978-3-95684-154-5 / 9783956841545 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich