Über Dualismen hinaus
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-2928-4 (ISBN)
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Das ausgehende 20. Jahrhundert leitete in den Sozialwissenschaften einen Paradigmenwechsel ein, der den methodologischen Nationalismus hinterfragt und nach alternativen analytischen Instrumenten sucht, um etwa Gruppenbildungsprozesse, Institutionen und kulturelle Ausdrucksformen jenseits essentialistischen Reinheitsdenkens zu untersuchen. Für diesen Paradigmenwechsel steht die Hybridologie, wie sie sich in den letzten Jahren am Sorbischen Institut in Bautzen als neuer Forschungsansatz etabliert hat. Ihren diversitätsbewussten Fokus richtet sie vor allem auf die Dialogizität und Prozessualität von interkulturellen Begegnungen, wobei auch alte und neue Formen von Reinheitsdenken thematisiert werden. Dieser sechste Band der Reihe „Hybride Welten“ versammelt nun neben neuen Erkenntnissen aus transdisziplinären Diskussionen eine Vielzahl von Anwendungen der hybridologischen Sicht auf kulturelle, sprachliche, schulische, historische und minderheitenpolitische Themen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Dörfergemeinschaft, dem Kirchspiel Schleife in der mittleren Lausitz, das ein historisch gewachsenes, mehrkulturelles Beziehungsgeflecht darstellt und sich dabei aktuell mit den Auswirkungen des Braunkohletagebaus konfrontiert sieht.
Elka Tschernokoshewa, PD Dr., seit 1992 Leiterin der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde (seit 2014 Kulturwissenschaften) am Sorbischen Institut Bautzen; geboren in Sofia; Studium der Kulturwissenschaft und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin; Promotion in Berlin; Habilitation in Sofia; Forschungs- und Lehrtätigkeit an diversen Universitäten u. a. in Sofia, Basel, Tübingen, Leipzig, Berlin, Bremen, Bristol; Mitglied des Vorstands des Europäischen Instituts für Kulturforschung ECURES (zuvor ERICarts); Mutter von Sohn Hristio und Tochter Iva; Forschungsschwerpunkte: Kulturanthropologie, Minderheiten, Medien, Kulturelle Massenprozesse, Kulturelle Identität, Transkulturalität, Vergleichende Kulturforschung Ost- und Westeuropa, Kulturpolitik; Buchpublikationen: Unterhaltung und Kultur (1987), Das Reine und das Vermischte. Die deutschsprachige Presse über Andere und Anderssein am Beispiel der Sorben (2000), Herausgeberin des Bandes So langsam wird’s Zeit. Kulturelle Perspektiven der Sorben in Deutschland (1994), Mitherausgeberin der Bände Der alltägliche Umgang mit Differenz. Bildung – Medien – Politik (2001), Auf der Suche nach hybriden Lebensgeschichten. Theorie – Feldforschung – Praxis (2005), Beziehungsgeschichten. Minderheiten – Mehrheiten in europäischer Perspektive (2007), Beziehungsgeflecht Minderheit. Zum Paradigmenwechsel in der Kulturforschung/Ethnologie Europas (2009), Dialogische Begegnungen. Minderheiten – Mehrheiten aus hybridologischer Sicht (2011), Über Dualismen hinaus. Regionen – Menschen – Institutionen in hybridologischer Perspektive (2013).
Fabian Jacobs, Dr. phil., geboren 1977 in Dresden, aufgewachsen in Bautzen/Budyšin; 1997–2003 Studium der Ethnologie, Soziologie und Psychologie an der Universität Leipzig; 2004–2008 assoziiertes Forschungsprojekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim SFB 586 „Differenz und Integration“ der Universitäten Leipzig und Halle/Wittenberg; seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde am Sorbischen Institut in Bautzen; 2010 Promotion; Forschungsschwerpunkte: Mittlere Lausitz, Tsiganologie/Romani Studies sowie die heterogene Gesellschaft; Buchpublikationen: Roma-/Zigeunerkulturen in neuen Perspektiven – Romani/Gypsy Cultures in New Perspectives (Hg. mit J. Ries 2008), Modern aus Tradition. Ansichten zu den Kulturen der Roma/Zigeuner (Hg. mit J. Barth und Th. Jacobs 2009), Sorbische Kultur und Identität in der Ortslage Proschim (Prožym) mit Karlsfeld (Hg. mit E.Tschernokoshewa, H. Krohn, Th. Jacobs, A. Roggan und I. Neumann 2011), Vielheiten. Leipziger Studien zu Roma/Zigeuner-Kulturen (Hg. mit Th. Jacobs 2011), Bewegliche Kulturen. Eine kongruente Geschichte der Gabor in Siebenbürgen (2012), Über Dualismen hinaus. Regionen – Menschen – Institutionen in hybridologischer Perspektive (Hg. mit E. Tschernokoshewa 2013).
| Reihe/Serie | Hybride Welten ; 6 |
|---|---|
| Zusatzinfo | mit Grafiken von Maja Nagel |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 165 x 235 mm |
| Gewicht | 765 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie ► Volkskunde |
| Schlagworte | Dichotomisierung • Dichotomisierung • Hybridität • Hybridologie • Hybridologie • Interkulturelle Kommunikation • Kärnten • Kärnten • Koroška • Koroška • Lausitz • Lausitz • Lausitz; Volkskunde • Migration • Migration • Migration und Interkulturelle Kommunikation • Minderheiten • Minderheiten • Minderheiteninteressen • Minderheiteninteressen • Niederlausitz • Niederlausitz • Niedersorben • Niedersorben • Niedersorbisches Gymnasium Cottbus • Niedersorbisches Gymnasium Cottbus • Oberlausitz • Oberlausitz • Romani • Romani • Serbski-Sejmik-Initiative • Serbski-Sejmik-Initiative • sorbische Musikkultur • sorbische Musikkultur • sprachliche Hybridität • sprachliche Hybridität • transkulturelle Gemeinschaft • transkulturelle Gemeinschaft • Volks-Tanzen • Volks-Tanzen • Wenden • Wenden |
| ISBN-10 | 3-8309-2928-5 / 3830929285 |
| ISBN-13 | 978-3-8309-2928-4 / 9783830929284 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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