'Ich werd ja doch nur Hausfrau!': Eine Untersuchung aktueller Schulbücher zum Mathematikunterricht nach Geschlechtsrollenstereotpye (eBook)
73 Seiten
Bachelor + Master Publishing (Verlag)
978-3-86341-561-7 (ISBN)
Mihriban Bal wurde 1985 in Berlin geboren. Um ihre Zuneigung zu Kindern und ihre Begeisterung an Mathematik zu verbinden, entschied sich die Autorin das Lehramtsstudium Grundschulpädagogik/Mathematik zu absolvieren. Im Jahre 2010 schloss sie dieses an der Freien Universität Berlin mit dem akademischen Grad Master of Education erfolgreich ab. Zusätzlich sammelte die Autorin als Nachhilfelehrerin praktische Erfahrungen im Lernwerk, die einzige Reformnachhilfeschule in Berlin. Um die "einschleichenden" klischeehaften Gedanken unter der Gesellschaft deutlich zu machen, veröffentlicht die Autorin ihr Buch "Ich werd ja doch nur Hausfrau!": Eine Untersuchung aktueller Schulbücher zum Mathematikunterricht nach Geschlechtsrollenstereotpye.
Mihriban Bal wurde 1985 in Berlin geboren. Um ihre Zuneigung zu Kindern und ihre Begeisterung an Mathematik zu verbinden, entschied sich die Autorin das Lehramtsstudium Grundschulpädagogik/Mathematik zu absolvieren. Im Jahre 2010 schloss sie dieses an der Freien Universität Berlin mit dem akademischen Grad Master of Education erfolgreich ab. Zusätzlich sammelte die Autorin als Nachhilfelehrerin praktische Erfahrungen im Lernwerk, die einzige Reformnachhilfeschule in Berlin. Um die "einschleichenden" klischeehaften Gedanken unter der Gesellschaft deutlich zu machen, veröffentlicht die Autorin ihr Buch "Ich werd ja doch nur Hausfrau!": Eine Untersuchung aktueller Schulbücher zum Mathematikunterricht nach Geschlechtsrollenstereotpye.
„Ich werd ja doch nur Hausfrau!“ Eine Untersuchung aktueller Schulbücher zum Mathematikunterricht nach Geschlechtsrollenstereotpye 1
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
1. Einleitung 7
2. Die Bedeutung der kulturellen Geschlechtsrollenstereotype 9
3. Bisherige Forschungsergebnisse zu Geschlechtsrollenstereotypen in Mathematikschulbüchern 13
3.1 Untersuchungen ab 1970 13
3.2 Die Studie von Susanne Thomas 14
4. Methodik der Schulbuchanalyse 15
4.1 Forschungsfrage und Hypothesen 15
4.2 Auswahl der Schulbücher 17
4.3 Untersuchungsmethode 18
5. Untersuchungsergebnisse 19
5.1 Ergebnisse der zahlenmäßigen Repräsentation 20
5.2 Untersuchungsergebnisse der Themenbereiche 25
5.2.1 Haushalt 25
5.2.2 Familie 32
5.2.3 Beruf 35
5.2.4 Schule, Wissen, Leistung 38
5.2.5 Freizeit, Spiel, Hobby 44
5.2.6 Umgang mit Geldbeträgen 49
5.2.7 Weitere Auffälligkeiten 51
5.3 Interpretation der Ergebnisse 52
6. Fazit 57
Anhang 60
Literaturverzeichnis 71
Textprobe: Kapitel 3, Bisherige Forschungsergebnisse zu Geschlechtsrollenstereotype in Mathematikschulbüchern: Untersuchungen ab 1970: Seit Anfang der 1970er Jahren werden verschiedene Inhaltsanalysen gängiger Mathematikschulbücher veröffentlicht, darunter sind jedoch wenige Analysen mit einem sozialkritischen Schwerpunkt zu finden. Diese werden in unregelmäßigen Abständen erstellt, da davon ausgegangen wird, dass in der Mathematik in erster Linie die Vermittlung von Fachwissen und didaktisch- methodische Gesichtspunkte stehen. Die mir bekannten ersten Untersuchungen stammen von Glötzner. Er analysierte bayrische Mathematikbücher aus den sechziger und siebziger Jahren und stellte fest, dass die weiblichen Personen sowohl in den Textaufgaben als auch in den Illustrationen unterrepräsentiert sind. Während Frauen und Mädchen hauptsächlich in haushaltsbezogene Tätigkeiten vorkommen, treten Männer und Jungen in anderen interessanten, anspruchsvollen Tätigkeiten auf, wie z.B. Fahrradtouren, lösen Denkspiele oder erfinden Zahlensortiermaschine. Zugleich sind sie aktiv, wissenschaftlich und technisch interessiert und wissend dargestellt. Frauen werden fast gänzlich ignoriert und erhalten wesentlich wenige berufliche Identifikationsangebote. Männer hingegen üben eine breite Palette von Berufen aus. Zu diesen Ergebnissen kommen auch andere Untersuchungen von Schulbüchern aus den 1970er Jahren, wie z.B. Lopatecki & Lüking. Neuere Inhaltsanalysen aus den 1980er Jahren zeigen, dass sich trotz vehementer Kritik an der Darstellung der Frauen und Mädchen im Schulbuch nicht viel geändert hat. Dieses zeigt unter anderem Glötzner in seiner Untersuchung bayrischer Schulbücher, die im Jahre 1988/89 erschienen sind. Zwar kann in den meisten Texten zumindest aus Grundschulbüchern eine extreme Unterrepräsentation von Mädchen und Frauen nicht mehr nachgewiesen werden, wohl aber eine immer noch stark an gängigen Klischeevorstellungen orientierte Darstellung, die die Schülerinnen nach wie vor fast ausschließlich zu späteren Hausfrauen und Müttern formen will. Zusätzlich werden überwiegend männliche Wortformen benutzt. Die Studie von Susanne Thomas: Während Schulbücher in den 1970er und 1980er Jahren noch sehr stark Geschlechterrollenstereotype transportierten, haben sich diejenigen aus den 1990er Jahren in Bezug darauf verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt auch Susanne Thomas in ihrer Untersuchung, in der sie weniger die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts betonen will, sondern konkret nach neuen Maßstäben und Entwicklungen sucht. Um alle Gesichtspunkte zu erfassen, ist die Verfasserin gemäß der quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse vorangegangen. Sie untersuchte 18 Mathematikschulbücher der Jahrgangsstufe 5 bis 10, die jeweils einzeln nach einem einheitlichen Kriterienraster vorstellt werden. Dabei erfolgte die Auswertung grundsätzlich getrennt nach Jugendliche und Erwachsene in den ausgewählten Kategorien Freizeit, Geld, Beruf, Familie, Haushalt, Sozialverhalten, Schule und Sonstiges. Susanne Thomas kommt zu dem Ergebnis, dass zwar auf der quantitativen Ebene eine zahlenmäßig ausgewogene Darstellung von Frauen/Mädchen und Männer/Jungen erkennbar ist, dennoch im dem qualitativen Teil der Analyse einige Differenzen sichtbar sind. So stellt sie fest, dass berufstätige Frauen in neueren Büchern häufiger vorkommen, aber dagegen die Männer in sehr viel differenzierten Berufen und in einem viel größeren Umfang darstellen werden. Zu den Erfolgen der Schulbuchdebatte gehört, dass Frauen in Verbindung mit Geldgeschäften präsentiert werden und auch einen größeren Finanzvolumen besitzen. Zu den Kritikpunkten nennt die Verfasserin, dass Männer in Zusammenhang zu Hausarbeit nur zweimal geschildert werden. Frauen werden in diesem Bereich öfters dargestellt.
| Erscheint lt. Verlag | 1.7.2011 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 21 Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Schulbuch / Wörterbuch |
| Geisteswissenschaften | |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Erwachsenenbildung | |
| Schlagworte | Empirische Analyse • Geschlecht • Mathematik • Schulbuch • Stereotype |
| ISBN-10 | 3-86341-561-2 / 3863415612 |
| ISBN-13 | 978-3-86341-561-7 / 9783863415617 |
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