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Sexueller Missbrauch in pädagogischen Kontexten (eBook)

Faktoren. Interventionen. Perspektiven

Marion Baldus, Richard Utz (Herausgeber)

eBook Download: PDF
2011
278 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-93353-5 (ISBN)

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Sexueller Missbrauch in pädagogischen Kontexten -
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Sexueller Missbrauch und sexualisierte Handlungen in pädagogischen Kontexten sind nicht einfach als Perversionen Einzelner abzutun. Vielmehr ergeben sie sich aus einer Konstellation struktureller und personaler Faktoren, die mit jeder pädagogischen und sozialpädagogischen Tätigkeit verbunden sind und zueinander in einem Spannungsverhältnis stehen. So müssen die sozial-/pädagogischen Akteure als professionelle Praktiker in der direkten Interaktion von Erziehung und Bildung stets Nähe herstellen und gleichzeitig Distanz halten. Das Buch beleuchtet aus verschiedenen disziplinären Perspektiven, durch welche personalen und kontextuellen Faktoren die Balance gestört wird, in eine Sexualisierung der Beziehung umschlägt und sich entlang des Machtgefälles zwischen Professionellen und ihren Adressaten zu einem Missbrauch vereinseitigt. Konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen weisen Lösungsperspektiven zur Prävention sexuellen Missbrauchs auf.

Dr. Marion Baldus ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Heilpädagogik/Inclusive Education am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mannheim.
Dr. Richard Utz ist Professor für Soziologie in der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mannheim.

Dr. Marion Baldus ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Heilpädagogik/Inclusive Education am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mannheim.Dr. Richard Utz ist Professor für Soziologie in der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mannheim.

Inhalt 5
Vorwort und Danksagung 7
Einleitung 8
Anliegen und Zielsetzung des Buches 9
Aufbau des Buches 12
Zu den einzelnen Beiträgen 12
Literatur: 24
I Disziplinäre Perspektiven auf sexuellen Missbrauch in Handlungsfeldern der Sozialpädagogik und Pädagogik 25
Moralischer Idealismus und sexueller Missbrauch 26
1 Einktiver Diskurs über moralische Institutionen 26
2 Die These 32
3 Radikalität und Moral 34
4 Scheitern an der Alltäglichkeit 39
5 Paradoxien des Guten 42
6 Schluss 45
Literatur 46
„Total Institutions“, „Greedy Institutions“. Verhaltensstruktur und Situation des sexuellen Missbrauchs 48
1 Vorbemerkung zur soziologischen Perspektive 48
1.1 Eingrenzung auf sexuellen Missbrauch im säkularen Internatsbetrieb 49
2 Die Bestimmung der Verhaltensstruktur „Missbrauch“ 51
2.1 Missbrauchsmacht und institutionelle Macht 52
2.2 Missbrauchsmacht und professionelle Interaktionsbeziehung 54
2.3 Die Struktur des Missbrauchs – Parasitäre De-Funktionalisierunginstitutioneller Fügsamkeitsbereitschaften und professionellerZugangs- und Zugriffschancen 56
3 Die soziale Situation des Missbrauchs 58
3.1 Odenwaldschule als „Total Institution“ und „Greedy Institution“ 58
3.1.1 Die Odenwaldschule als „Total Institution“ 59
3.1.2 Odenwaldschule als „Greedy Institution“ 64
4 Sexueller Missbrauch und sein institutioneller Kontext am Beispiel der „Odenwaldschule“ 68
4.1 Was tun? 71
Literatur 72
Professionalisierung gegen Missbrauch in pädagogischen Einrichtungen 74
Risikoszenario Reformpädagogik? 76
Adoleszenztheoretische Risiko-, Orientierungsund Experimentierkorridore als pädagogische Risikofelder? 81
Gesellschaftliche Zeitfenster zur Neudebatte von Sexualmoral und Sexualpädagogischer Paradigmen? 82
Welche Schlüsse lassen sich aus der bisherigen Debatte ziehen? 84
Literatur 86
Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Kontexten Anfragen an eine Disziplin 88
Anfragen an eine Disziplin 89
Erziehungsbegriff der Gegenwart 91
Argumentationsfiguren und verzerrte Wirklichkeitskonstruktionen vonTätern 94
Bagatellisierung und ‚Zustimmungslüge‘ 97
Nutzenhypothese 98
Abhängigkeitsund Machtverhältnisse in Erziehungsprozessen 99
Angewiesenheit und Gefährdetsein 101
Transparenz und ethische Legitimierbarkeit erzieherischen Handelns 101
Machtmissbrauch im Kontext von Sexualität 102
Professionalisierung institutioneller Erziehungskontexte 107
Die Bedeutung von Schutzrechten 109
Literatur 111
Sexueller Missbrauch aus der Perspektive der Opfer 114
1 Was erleben die Opfer? 114
2 Wenn die Institution die Opfer im Stich lässt 115
3 Wer sind die Opfer? 117
4 Folgen für die Opfer 119
4.1 Bewältigungsstrategien 119
4.2. Emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten 120
4.3 Neurophysiologische Folgen und psychosomatische Erkrankungen 124
5 Wie lässt sich der Missbrauch eines Kindes erkennen? 125
6 Hilfen für gefährdete Kinder und Jugendliche 130
7 Was fordern die Opfer? 131
Literatur 132
Betrachtungen zum Thema sexueller Missbrauch in pädagogischen Einrichtungen – Eine transkulturelle Sicht 139
Betrachtungen über das Thema 139
Die kulturvergleichende Perspektive5 145
Literatur 153
Aspekte der Klinischen Psychologie: Sexueller Missbrauch in Beratungskontexten 155
1 Einleitung 155
2 Definition: Was ist sexueller Missbrauch in Psychotherapie oderBeratung? 157
3 Epidemiologische Daten 158
4 Ethische und juristische Einordnung sexuellen Missbrauchs in Beratung und Therapie 159
5 Folgen sexuellen Missbrauchs in Beratung und Therapie für die Betroffenen 166
6 Prädestinierende Faktoren für sexuellen Missbrauch in Therapie und Beratung 167
7 Fazit 170
Literatur 171
II Interventionen, Krisenmanagement, Lösungsansätze 173
Sexuelle Misshandlung und sexuelle Gewalt – Kindesschutz systemisch gesehen 174
1 Systemische Perspektive 175
2 Fünf Interventionen 176
3 Familiendynamische Nachlese 181
Fazit 186
Literatur 187
„Achtung, der Grapscher kommt“ 188
Institutionelle Strukturen 190
Täterstrategien 191
Dynamik 192
Bleiben Mädchen immer Opfer, werden Jungen immer Täter? 193
Erleben der Opfer 196
Aufdeckung durch Professionelle 198
Interdisziplinäre Kooperation 200
Literatur 202
Umgang mit sexueller Gewalt in der Jugendhilfe – Interventionen und Leitlinien 204
Jugendhilfe und sexuelle Gewalt 204
Die Aufgaben des Jugendamtes beim Schutz vor sexueller Gewalt 205
Der Schutzauftrag der Jugendhilfe gem. § 8a SGB VIII 206
Kooperation der Fachkräfte 206
Leitlinien für die fachliche Kooperation bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Mannheim1 207
Die Geschichte von Max und Tim (Namen geändert) 209
Reflexion 209
Kollegiale Beratung 210
Fachberatung 210
Helfer/innenkonferenz 211
Aufgaben der Helfer/innenkonferenz 211
Maßnahmen zum Schutz von Kindern 212
Konfrontationsgespräch 213
Therapeutische Angebote 213
Strafanzeige 214
Hohe Belastung von Jugendlichen und Heranwachsenden 215
Sexuelle Gewalt in sozialpädagogischen Einrichtungen 216
Professionelle oder „Schützt die Institution die Täter?“ 217
Literatur 219
Sexueller Missbrauch von Kindern aus der Perspektive des Strafrechts 220
1 Vorbemerkung 220
2 Fakten und Zahlen 220
2.1 Tatbestände zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen 220
2.2 Statistische Zahlen 221
3 Drei häu 223
3 Drei häufige gestellte Fragen, drei aufschlussreiche Antworten 223
3.1 Was sanktioniert der Gesetzgeber als sexuellen Missbrauch? 223
3.2 Muss das nicht angezeigt werden? 225
3.3 Muss das nicht verfolgt werden? 227
Literatur 229
Sexueller Missbrauch in Organisationen und dieAufgaben des Managements – Wie Six Sigma inInstitutionen mit Schutzbefohlenen möglich wird1 230
Literatur 240
III Anhang 243
Leitlinien für die fachliche Kooperation bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Mannheim1 244
Handlungskonzepte 245
4.1 Teilnehmer/innen 246
4.2 Aufgaben 246
4.3 Maßnahmen 247
4.4 Evaluation 247
5 Hilfeplankonferenz 247
6 Konfrontationsgespräch 248
7 Therapeutische Angebote 248
8 Strafanzeige 249
8.1 Sexuelle Gewalt ist strafbar 249
8.2 Wird durch die Helfer/innenkonferenz die Entscheidung für eine Strafanzeigegetroffen oder durch Dritte Anzeige erstattet, muss im Interesse derbetroffenen Mädchen oder Jungen Folgendes gewährleistet sein: 249
8.3 Das Jugendamt unterbreitet in der Strafanzeige lediglich einen Sachverhalt.Dieser wird von den Strafverfolgungsbehörden auf ein strafrechtlichrelevantes Verhalten geprüft. 250
8.4 Die Strafanzeige erfolgt schriftlich durch den Amtsleiter oder durch einevon ihm beauftragte Person. In dringenden Fällen kann in Absprache mitdiesem die Polizei auch fernmündlich vorab unterrichtet werden. 250
8.5 Die Strafanzeige ist zu richten an: 250
Form und Inhalt der Strafanzeige 250
Persönliche Checkliste bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen* 252
Auszug aus dem Strafgesetzbuch 253
§ 174 Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen 253
§ 174a Sexueller Missbrauch von Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen 253
§ 174b Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung 254
§ 174c Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungsoder Betreuungsverhältnisses 254
§ 176 Sexueller Missbrauch von Kindern 254
§ 176a Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern 255
§ 176b Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge 256
§ 177 Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung 256
§ 178 Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Todesfolge 257
§ 179 Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen 257
§ 180 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger 258
§ 182 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen 258
§ 184 Verbreitung pornographischer Schriften 259
§ 184b Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften 260
§ 184c Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornographischer Schriften 261
§ 184g Begriffsbestimmungen 261
Anlaufstellen 262
Autorinnen und Autoren 267

Erscheint lt. Verlag 13.7.2011
Zusatzinfo 278 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Schlagworte Gewalt • Kinderschutz • Machtverhältnisse • Pädagogik • Strafrecht
ISBN-10 3-531-93353-1 / 3531933531
ISBN-13 978-3-531-93353-5 / 9783531933535
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