Allein unter Frauen (eBook)
419 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92408-3 (ISBN)
Dr. Robert Baar ist Akademischer Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Dr. Robert Baar ist Akademischer Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Danksagung 5
Inhalt 6
Einleitung 9
A Theoretische Grundlagen 18
1. Der geschlechterbezogene Ansatz dieser Arbeit 18
2. Männerforschung und Erziehungswissenschaft 23
2.1 Empirische Männerforschung 23
2.2 Kurzer historischer Abriss der deutschsprachigen Männerforschung 24
2.3 Erträge kritischer Männerforschung zur Geschlechterforschung 30
2.3.1 Das Konzept des männlichen Geschlechtshabitus nach Pierre Bourdieu 30
2.3.2 Das Konzept der hegemonialen Männlichkeit nach Robert Connell 37
2.3.3 Konklusion der Ansätze Bourdieus und Connells 40
2.4 Männerforschung und Schulpädagogik: Aktueller Forschungsstand 44
3. Die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes am Beispiel ‚Grundschule‘ 53
3.1 Zur Begrifflichkeit 53
3.2 Begründungstheorien für die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes 57
3.3 Historischer Abriss zur geschlechtsspezifischen Segregation des Grundschullehrerberufs 64
3.4 Männer in gegengeschlechtlichen Berufsfeldern 73
B Methodologische Grundlagen 83
1. Methodologische Vorüberlegungen und Verfahrensweisen 83
1.1 Empirische Sozialforschung 83
1.2 Symbolischer Interaktionismus als Grundlage qualitativer Forschung 86
2. Explikation des Forschungsdesigns 87
2.1 Das problemzentrierte Interview als Erhebungsmethode 87
2.2 Die dokumentarische Methode als Auswertungsverfahren 93
3. Zur Auswahl des Samples 102
C Empirische Ergebnisse 111
1. Sechs Fallanalysen 113
1.1 Fallanalyse David: „Was mir fehlt, ist einfach so ein Kumpel.“ 113
1.2 Fallanalyse Herr Maier: „Man flirtet mal vielleicht ein bisschen.“ 163
1.3 Fallanalyse Herr Jehle: „Fast wie wenn es meine Kinder wären.“ 185
1.4 Fallanalyse Sören: „Ich möchte nicht so eine typische Grundschultante sein.“ 229
1.5 Fallanalyse Konrad: „Damit ich irgendwie überlebe.“ 257
1.6 Fallanalyse Udo: „Ich will da meine Unabhängigkeit ein Stück weit haben.“ 296
2. Kontrastierung der Handlungsorientierungen nach Themenfeldern 322
2.1 Berufswahlmotivation 323
2.2 Berufsbiografie 326
2.3 Professionsverständnis 335
2.4 Stellung im Kollegium 341
2.5 Berufsprestige 351
2.6 Vergeschlechtlichte Deutungsmuster im Arbeitsalltag: Allein unter Frauen? 357
2.7 Zusammenfassung und Ableitung einer Typologie 363
3. Typologie 366
3.1 Reflexiver Habitus: Denkhandeln in Distanz 367
3.2 Nicht-reflexiver Habitus: (Bedrohte) Selbstverständlichkeiten 369
3.2.1 Sexierung 370
3.2.2 Führungsanspruch 371
3.2.3 Innere Emigration 375
D Resümee 380
1. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Habituelle (Un-)Sicherheiten, Männlichkeits-konstruktionen, Bewältigungs strategien 380
2. Perspektiven: Entdramatisierung durch Dramatisierung von Geschlecht 394
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis 396
Abbildungsverzeichnis 396
Literatur 397
Anhang 411
1. Transkriptionsrichtlinien 411
2. Interviewleitfaden 412
C Empirische Ergebnisse (S. 111-112)
Im Teil C der vorliegenden Arbeit werden die empirischen Ergebnisse der Studie zum berufs bezogenen Habitus männlicher Grundschullehrer vorgestellt. Dies geschieht in drei Schritten: In Kapitel 1 werden relevante Fallanalysen nachgezeichnet, um diese im sich anschließenden Kapitel 2 nach Themenfeldern zu kontrastieren. Beide forschungsmethodologischen Schritte führen schließlich zu einer Typologie, die im Kapitel 3 expliziert wird. Zuvor wird das ge nauere Vorgehen knapp erläutert und begründet; dieses basiert im Übrigen auf die bereits in Kapitel B 2.2 explizierte dokumentarische Methode.
Zum Vorgehen
Aus den Interviews und deren Analysen lassen sich jene Themen herauslesen, die von den Interviewten zum Teil selbst in die Erzählung eingebracht, zum Teil auch durch das Erhe bungsinstruments an die Probanden herangetragen werden. Durch fallinterne Vergleiche ein zelner Passagen gelingt eine interpretative Analyse des Orientierungsrahmens, innerhalb des sen sich der Interviewpartner bewegt. So kann der dokumentarische Sinngehalt in der Ab handlung der Themen sichtbar gemacht werden (vgl. Kap. B 2.2).
Fokussierungsmetaphern, also Passagen, bei denen ein besonders starkes Engagement der Interviewpartner deutlich wird, werden mit fallübergreifenden Fokussierungsmetaphern aus anderen Interviews verglichen. Mittels dem so gewonnenen Vergleichs- und Gegenhorizont kristallisieren sich Handlungsorientierungen und inkorporierte Motive heraus, die zu einem jeweils spezifischen berufsbezogenen Habitus führen.
Obschon die Probanden alle Themen mehr oder weniger intensiv bearbeiten, werden die ein zelnen Interviews in der Einzelfalldarstellung zunächst nicht innerhalb eines themenbe zo genen Rasters interpretiert. Gerade um Fokussierungsmetaphern sichtbar zu machen, aber auch um die innere Logik der Narrationen rekonstruieren zu können, erscheint es sinnvoll, die jeweilige Struktur des einzelnen Interviews aufzugreifen und diese im Aufbau der Interpre tation abzubilden.
Aus diesem Grund werden die ausgewählten Interviews im Rahmen der Fallanalysen zunächst nicht zwingend synchron dargestellt. Dennoch treten Überschnei dungen im Aufbau auf, was zum einen dem Interviewleitfaden geschuldet ist, zum anderen aber auch der Tatsache, dass sich alle Interviewpartner als männliche Grundschullehrer in einem ähnlichen Feld bewegen. Auch in den kurzen Zusammenfassungen der einzelnen Inter pretationen werden die herausgearbeiteten Ergebnisse noch nicht nach Themenfeldern syste matisiert. Um die Vergleichs- und Gegenhorizonte für eine anschließende Typenbildung nachvollziehbar zu machen, geschieht dies in einem nächsten Schritt, der ‚Kontrastierung nach Themenfelder‘ genannt wird, und der die Grundlage für eine anschließende Abstraktion der Einzelfälle mit Typenbildung bildet.
Für die Darstellung wird pro Typ bzw. Subtyp zunächst je ein Interview ausgewählt und aus führlich dargestellt, das die identifizierbare Typik besonders deutlich repräsentiert. Insgesamt können zwei Grundtypen herausgestellt werden, wobei sich ein Typ zunächst sinngenetisch, dann aber auch unter dem Aspekt ‚Generation‘ soziogenetisch weiter ausdifferenziert. So er gibt sich letztlich die Zahl von sechs darzustellenden Einzelfallanalysen.
| Erscheint lt. Verlag | 28.6.2010 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 419 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sozialpädagogik | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Schlagworte | Erziehung • Erziehungswissenschaft • Feminisierung • Geschlechterrollen • Grundschule • Lehrer • Männerforschung • Männlichkeitskonstruktion • Schule • Verweiblichung |
| ISBN-10 | 3-531-92408-7 / 3531924087 |
| ISBN-13 | 978-3-531-92408-3 / 9783531924083 |
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