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Aufwachsen in Dialog und sozialer Verantwortung (eBook)

Bildung - Risiken - Prävention in der frühen Kindheit
eBook Download: PDF
2010
313 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92693-3 (ISBN)

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Aufwachsen in Dialog und sozialer Verantwortung -
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Die frühen Entwicklungsjahre von Kindern sind in den vergangenen Jahren in zunehmendem Ausmaß ins Blickfeld der öffentlichen und fachlichen Aufmerksamkeit geraten. Neben der Familie richtet sich das Interesse insbesondere auf Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Das Spektrum der einschlägigen Diskussionen reicht von der Neu- bzw. Wiederentdeckung der Kitas als Bildungseinrichtungen bis hin zu deren Eingliederung in neue Netzwerke des Kinderschutzes. Der Band 'Aufwachsen in Dialog und sozialer Verantwortung' setzt hier spezifische Akzente, indem er einerseits wichtige Diskurslinien nachzeichnet sowie grundlegende Begrifflichkeiten und Konzepte weiter entwickelt. Andererseits werden Rahmenbedingungen, Handlungsansätze und Praxisprojekte vorgestellt und diskutiert. Bezugspunkte dafür sind v.a. der Wandel von Lebenslagen und der Bedingungen des Aufwachsens von Kindern.

Günther Robert ist Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).
Kristin Pfeifer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).
Thomas Drößler ist Leiter des Kompetenzzentrums 'Aufwachsen in sozialer Verantwortung' an der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).

Günther Robert ist Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Dresden (FH). Kristin Pfeifer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) der Evangelischen Hochschule Dresden (FH). Thomas Drößler ist Leiter des Kompetenzzentrums „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“ an der Arbeitsstelle für Praxisberatung, Forschung und Entwicklung (apfe) der Evangelischen Hochschule Dresden (FH).

Inhalt 5
Einleitung 7
Welches sind günstige Rahmenbedingungen für die ersten Jahre des Aufwachsens? Wie können diese in Einrichtungen öffentlicher Sozialisation gefördert werden? Überlegungen auf der Grundlage eines laufenden Forschungsprojekts 1 20
Einleitung 20
Das zentrale Risiko bei Kindeswohlgefährdung: die Triade fehlt 22
Strukturbedingungen sozialisatorischer Interaktion 23
Ist die Familie am Ende? Und wenn ja: Was kommt danach? Und wenn nicht: Was folgt daraus? 28
Öffentliche Erziehung als Krieg gegen die Familie oder als Familienunterstützung? 30
Frühe Hilfen: Paradoxien der Prävention 31
„Keiner fällt durchs Netz“: ein familienorientiertes Projekt früher Hilfen. 33
Professionelles Handeln als Voraussetzung für eine Haltung der Anerkennung 36
Ein Fallbeispiel 38
Professionelles Handeln statt Prävention? Oder eine andere Prävention? 42
Schluss 43
Literatur 44
Verwirklichungschancen von Anfang an: Frühe Förderung als Beitrag zur Befähigungsgerechtigkeit 47
Erste Leitlinie: Stärkung der Lebenssouveränität 47
Vierte Leitlinie: Förderung positiver Entwicklungsbedingungen 48
Fünfte Leitlinie: Befähigungsgerechtigkeit 50
Sechste Leitlinie: Bildungsgerechtigkeit 50
Siebte Leitlinie: Inklusion 51
Neunte Leitlinie: Lebensverlaufsperspektive 51
Frühe Förderung: Unterschiedliche Zugänge 52
Zu 1: Kindeswohl als staatliche Kontrollaufgabe 53
Zu 2: Kindeswohl durch Risikoprävention 53
Zu 3: Gesundheitsförderung als Ressourcenförderung 54
Gegen eine Reduktion früher Hilfen auf Kontrolle 54
Frühe Förderung als synergiegestütztes Angebot 57
Förderung des Kindeswohls: Verwirklichungschancen für einen guten Start ins Leben 61
Verwirklichungschancen: Capability 61
Gesundheitsförderung als Befähigung 62
Welche Ressourcen brauchen Heranwachsende zur produktiven Lebensbewältigung? 64
Literatur 67
Moderne Kindheiten – Funktionale Autonomie als paradox wirkende Zielbestimmung von Sozialisation und pädagogischem Handeln 69
A 69
Kindheiten 69
Bestimmende Komponenten 69
„Natürliches“ Aufwachsen im sozialen Kontext 71
Kindheit als Chiffre 72
Institutionalisierung und Organisierung der Kindheit 73
B 74
Sozialer Wandel, veränderte Vergesellschaftung, neue Anforderungen – die Entdeckung des Kindes als wachsende Persönlichkeit 74
Programmatische Anthropologien 76
C 78
Das Kind als Person 78
Exkurs zum Begriff der Person 79
Dialog – Das Soziale der Sozialisation 81
D 82
Ein neuer (?) Blick auf Sozialisation und Erziehung 82
E 85
Inszenierte Naturwüchsigkeit – veranstaltete Kindheit 85
Literatur 89
Sprachlose Pädagogik? – Zur Diskrepanz von Präventionsprogrammatik, pädagogischem Selbstverständnis und pädagogischer Arbeitspraxis 93
Einleitung 93
Defizite in der Programmatik von Prävention 96
Unangemessenes Wirkungsverständnis 97
Normalitätsfiktionen 100
Exkurs: Prävention von Analphabetismus? 102
Kontexte 105
Zwischenfazit 107
Implikationen/Fallbezug 107
Fazit/Ausblick 112
Literatur 114
Präventive Skepsis oder: „Wo sind wir da hineingeraten?“ Zur Diskussion neuer Anforderungen und Erwartungen an Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. 117
Einleitung oder: Prävention hat Konjunktur 117
Die frühe Kindheit im Fokus: Bildung, Risiko und soziale Benachteiligung 119
Die Parallelität einer Verengung und Erweiterung des Bildungsverständnisses 122
Neue Bezugsrahmen der frühpädagogischen Diskussion 124
Prämissen und Konzepte 125
Prävention durch (frühe) Bildung? 129
Implizite und explizite Voraussetzungen 131
Kindheiten und Kontexte 133
Bildung in Kindertageseinrichtungen 135
Eine Bilanz 142
Literatur 146
Strategien und Konzepte der Frühprävention in Kindertageseinrichtungen 150
Präventions- und Interventionsprogramme in Kindertageseinrichtungen – Bestandsaufnahme und Diskussion 150
Kompensatorisch angelegte Präventionsprogramme 151
Erfahrungen aus „large scale“-Projekten 152
Die Nutzung der Sozial- und Bildungsberichterstattung 153
Weiterentwicklung von Einrichtungsformen und programmatische Veränderungen der Frühpädagogik 154
Die veränderte Perspektive auf Lernprozesse in der frühen Kindheit 156
„Kinder besitzen eine angeborene Neigung zu Neugierverhalten, Erkunden und Lernen“ 156
„Nachhaltiges Lernen erfordert Eigenmotivation und Interesse“ 157
„Lernen kann verstanden werden als ein individueller und sozialer Konstruktionsprozess“ 158
„Lernen geschieht in sich wandelnden Beziehungen“ 158
„Entwicklung verläuft asynchron und diachron“ 159
„Entwicklungsprozesse sind gekennzeichnet durch Kontinuität und Diskontinuität“ 160
„Unterschiede zwischen Kindern sollten beachtet und pädagogisch genutzt werden“ 160
Schlussfolgerungen für die Prävention und Entwicklungsförderung 161
Literatur 162
Frühförderung und frühe Prävention – Zum Aufbau und zur Praxis sozialer Frühwarnsysteme 166
Frühe Prävention ist notwendiger denn je 166
Die Leistungsfähigkeit der verantwortlichen Stellen sichern 167
Neue Impulse wurden gegeben 168
Warum die Suche nach neuen Wegen? 169
Auf dem Weg zu einem neuen fachlichen Profil 171
Basiselement Wahrnehmen 172
Basiselement Warnen 172
Basiselement Handeln 173
Vernetzen: Die einzige Chance – aber auch die größte Herausforderung 174
Kindertageseinrichtungen sind wichtige Ausgangsorte für frühe Prävention 175
Der sozialräumliche Blick 176
Ein Risikobericht als Steuerungsinstrument 178
Die Ressourcenfrage 179
Identifikation der Politik 180
Frühwarnsysteme lohnen sich 181
Literatur 182
Veränderte Bedarfslagen, gewandelte Aufgabenstellungen Programmatik und Handlungsstrategien eines öffentlichen Trägers im frühpädagogischen Feld 184
Kontexte und Rahmenvorgaben 186
Kommunale Strategien und Ansätze 188
Trägerübergreifende Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen 188
Die Dresdner Bildungsoffensive 189
Die Dresdner Fortbildungskonzeption 191
Kompetenz- und Beratungszentrum für Familienbildung in Kindertageseinrichtungen 193
Kompetenz- und Beratungszentrum „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“ 194
Dresdner Fachtage 195
Bildungsbaustein Best Practice 196
Fortbildungsangebote zu aktuellen Bedarfen 196
Arbeitskreise 197
Projekte 197
Literatur 199
Familienbildung und Resilienzförderung durch Vernetzung in Kindertageseinrichtungen – Projekterfahrungen und -ergebnisse 200
Einführung 200
Formen der Vernetzung 202
Evaluation des Projektes „Stärkung der Erziehungskraft von Familien durch undüber den Kindergarten“ 202
„Kinder Stärken!“ – Ein Programm zur Förderung der seelischen und körperlichen Widerstandskraft (Resilienz) von Kindern in Kindertagesstätten 203
Zu 1) Vernetzung von Kitas mit Institutionen im Sozialraum 203
Zu 2) Vernetzung von Kitas untereinander 204
Zu 3) Vernetzung von Kitas mit Forschungsinstitutionen 205
Zu 4) Vernetzung von Kitas mit Ausbildungsstätten 206
Hindernisse – als Chancen für Weiterentwicklung sehen 207
1) Fehlende klare Strukturen der Zusammenarbeit 207
2) Fehlende Ressourcen und Kompetenzen 207
3) Gegenseitige Vorurteile 208
4) Probleme der Begegnung auf gleicher Augenhöhe 208
5) Datenschutz 209
Fazit 209
Literatur 210
Kindertageseinrichtungen im Kontext institutioneller und sozialräumlicher Vernetzung Erfahrungen des Modellprojektes KiNET Dresden 213
Einleitung 213
Ein Stadtteil mit besonderen Herausforderungen – Ausgangslage und veränderte Anforderungen an Kindertageseinrichtungen in Gorbitz 215
Zielsetzung und konzeptionelle Ansätze des Projektes KiNET 216
Ausgangslage – Vernetzung im Stadtteil 219
Methodische Ansätze 221
Dimensionen von Vernetzung 221
Adressaten und Akteure 221
Kontakt-, Kommunikations- und Kooperationsformen 223
Wege zur fachlichen Weiterentwicklung 224
Wege zur institutionellen Weiterentwicklung 226
Ergebnisse und Bilanzen 227
Zur Weiterentwicklung von Kitas 228
Zur Gestaltung eines Netzwerkes 230
Kooperation mit anderen pädagogischen Einrichtungen 231
Kooperation mit dem ASD Cotta 231
Kooperation mit Institutionen im Gesundheitswesen 232
Kooperation mit Eltern 233
Markante Punkte im Vernetzungsprozess 233
Grundlagen für Vernetzung 234
Herausforderungen eines institutionsübergreifenden Ansatzes 235
Wandel mit Spannung 237
Literatur 237
Wege zur chancengerechten Kita – Innovationsimpulse und Praxisdynamiken in einem gewachsenen Handlungsfeld 240
Das Handlungsprogramm „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“ 242
Erste Erwartungen der Kindertageseinrichtungen 245
Kindertageseinrichtungen als Organisationen 248
Theoretischer Bezugsrahmen 248
Kontexte und Ausgangsbedingungen in Kindertagesstätten 250
Die Organisationskultur als Handlungs- und Aushandlungsrahmen 253
Wechselseitige Aufladungen – Potenziale und Impulse 257
Fazit 260
Literatur 264
Frühe Hilfen und Frühwarnsysteme – Strukturen, Zugänge und Modelle zum Kindesschutz und zur Früherkennung riskanter Lebenslagen 266
Einführung 266
Hintergründe von Kindeswohlgefährdung 266
Risikofaktoren 267
Kindeswohlgefährdung – Ein zunehmendes Phänomen? 268
Ein Blick in die Kinder- und Jugendhilfestatistik 269
Frühzeitige Hilfen 270
Frühe Hilfen und Frühwarnsysteme in der aktuellen Diskussion 271
Früh2: Frühe Hilfen für die frühe Kindheit 272
Konzeptionelle Ansätze 274
Bisherige Praxiskonzepte 274
Breite Zugänge 275
Spezifische Zugangsformen 276
Modellüberlegungen und Strategien 277
Sieben-Punkte-Strategie 277
Gelingensbedingungen 279
Fazit 282
Entwicklungsfelder 282
Literatur 283
Der sozialräumliche Blick auf Kindheit und Kindertageseinrichtungen 286
Die sozial-räumliche Entwicklung von Kindern 287
Entwicklung als sozialräumliche Aneignung 289
Bewegung, Veränderung, Verknüpfung von Räumen – Raumaneignung heute 291
Ebenen einer Sozialraumarbeit 294
Der Einsatz von Analyse- und Beteiligungsmethoden 294
Ein Beispiel: Stadtteilbegehung mit Kindern 295
Sozialraumarbeit als professionelle Haltung 296
Sozialraumarbeit als Konzeptentwicklung 297
Schritte einer sozialräumlichen Konzeptentwicklung 298
Methoden innerhalb der Konzeptentwicklung: Institutionsanalyse, Erwartungen, „der Blick von außen“ 298
Konsequenzen für eine sozialräumliche Orientierung von Tageseinrichtungen 300
Von der Analyse zur Entwicklung konzeptioneller Differenzierungen 301
Sozialraumarbeit als Prävention 303
Literatur 304
Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes 306

Erscheint lt. Verlag 18.11.2010
Zusatzinfo 313 S. 10 Abb.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Psychologie
Sozialwissenschaften Pädagogik
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte childhood studies • Fördermodelle • Frühförderung • Kindertageseinrichtungen • Pädagogik • Resilienzförderung
ISBN-10 3-531-92693-4 / 3531926934
ISBN-13 978-3-531-92693-3 / 9783531926933
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