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Der T-Faktor (eBook)

Mäßigungskonzepte in der Sozialen Arbeit
eBook Download: PDF
2010 | 2010
248 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92170-9 (ISBN)

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Der T-Faktor -
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Professor Dr. Frederic Fredersdorf leitet den Forschungsschwerpunkt 'Gesellschaftliche und sozialwirtschaftliche Entwicklung' an der FH Vorarlberg und lehrt dort in sozialarbeiterischen Studiengängen.
Professor Dr. Wolfgang Heckmann leitet das Forschungsinstitut 'MISTEL' an der Hochschule Magdeburg-Stendal und lehrt dort am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen.

Professor Dr. Frederic Fredersdorf leitet den Forschungsschwerpunkt „Gesellschaftliche und sozialwirtschaftliche Entwicklung“ an der FH Vorarlberg und lehrt dort in sozialarbeiterischen Studiengängen. Professor Dr. Wolfgang Heckmann leitet das Forschungsinstitut „MISTEL“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal und lehrt dort am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen.

Vorwort 6
Inhaltsverzeichnis 9
Tabellenverzeichnis 10
Abbildungsverzeichnis 11
1 Temperenz 12
2 Philosophie und Geschichte der Temperenz 19
2.1 Frühzeit und Antike 19
Hammurabi (18. Jhd. v. Chr.) 19
Konfuzius (551 – 479 v. Chr.) 21
Euripides (ca. 480 – 406 v. Chr.) 24
Thukydides (ca. 460 – ca. 396 v. Chr.) 25
Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) 25
Sallust (86 v. Chr. – 34 v. Chr.) 29
Tacitus (58 – 116 n. Chr.) 30
Seneca der Jüngere (ca. 1 – 65 n. Chr.) 33
Epiktet (50 – ca. 125) 33
Lucian (120 – 180 n. Chr.) 37
Marc Aurel (121 – 180) 38
2.2 Mittelalter 39
Der heilige Benedikt (um 480 - 547) 41
Karl der Große (747 - 814) 43
Hartmann von Aue (ca. 1165 – ca. 1210) 45
Thomas von Aquin (1225 – 1274) 46
Karneval/Fastnacht und Fasten im Kampf um das „rechte Maß“ 48
2.3 Neuzeit 49
Martin Luther (1483-1546) 50
Erasmus von Rotterdam (1465-1469) 53
Michel de Montaigne (1533 - 1592) 54
Paracelsus (1493 - 1541) 55
Feudale Mäßigkeitsorden (16. und 17. Jhd.) 56
Montesquieu (1689 – 1755) 56
Adolph Freiherr von Knigge (1752 – 1796) 57
Immanuel Kant (1724 – 1804) 58
Temperenzbewegungen Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts 59
Temperenzbewegung Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts 63
Der T-Faktor in der modernen Konfliktgesellschaft 65
3 Peers gegen Disko-Unfälle – eine Initiative führt von Sachsen-Anhalt nach Europa 78
3.1 Das Projekt 84
Das Problem führt zur Idee 90
Eine Intention wird zum Konzept 91
Planen ist gut, anfangen ist besser… 93
3.2 Die externe Evaluation 99
Lohnt die Mühe? Nutzen und Wirksamkeit des Peer-Projekts an Fahrschulen 101
3.3 Die Verbreitung in Deutschland 109
Ausgangslage in den kooperierenden Regionen 110
Internetpräsenz und Kommunikationsforum 114
Befragung der Fahrschülerinnen und Fahrschüler 114
Charakteristika der Fahrschülerinnen und Fahrschüler 116
3.4 Der Weg nach Europa 120
Projektpartner 121
Projektevaluation 123
Indikatoren zur Projektevaluation 124
Dokumentations- und Evaluationsinstrumente 125
Ergebnisse der Peer-Educator-Ausbildung 125
Stabilisierung von „Peer-Drive Clean!“ in den Regionen 131
Konferenz zur Evaluation 135
4 Mehr Spaß mit Maß in Vorarlberg In Zusammenarbeit mit Pascale Roux 27 137
4.1 Das Projekt 141
4.2 Die externe Evaluation 142
4.3 Sektor Gemeinden 148
Ziele und Maßnahmen im Sektor 150
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 152
Ziele und Maßnahmen der externen Evaluation 153
Ergebnisse der externen Evaluation 156
4.4 Sektor Handel 160
Ziele und Maßnahmen im Sektor 160
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 162
Ziele und Maßnahmen der externen Evaluation 166
Ergebnisse der externen Evaluation 167
4.5 Sektor Gastronomie 172
Ziele und Maßnahmen im Sektor 173
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 174
Ziele und Maßnahmen der externen Evaluation 176
Ergebnisse der externen Evaluation 178
4.6 Sektor Verkehr 180
Ziele und Maßnahmen im Sektor 181
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 182
Ziele und Maßnahmen der externen Evaluation 183
Ergebnisse der externen Evaluation 185
4.7 Sektor Frauen/Mädchen 194
Ziele und Maßnahmen im Sektor 195
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 197
Ziele und Maßnahmen der externen Evaluation 198
Ergebnisse der externen Evaluation 200
4.8 Sektor Multiplikatoren 204
Ziele und Maßnahmen im Sektor 206
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 207
Ziele und Maßnahmen der externen Evaluation 207
Ergebnisse der externen Evaluation 208
4.9 Sektor Ärzte 219
Ziele und Maßnahmen im Sektor 220
Ergebnisse des internen Projektmonitorings 221
5 Gesundheit! 224
Literatur 227
Die Autoren 239

4 Mehr Spaß mit Maß in Vorarlberg (S. 143-144)
In Zusammenarbeit mit Pascale Roux

Ein bis dato einzigartiges Projekt der alkoholbezogenen Verhältnis- und (in geringerem Umfang) Verhaltensprävention wurde zwischen 2004 und 2008 in Vorarlberg umgesetzt. Im westlichsten österreichischen Bundesland bildete sich während einer etwa zweijährigen Vorprojektphase eine große Allianz an gesellschaftlich relevanten Gruppen, die das gemeinsame Ziel verfolgten, jugendlichem Alkoholmissbrauch auf breiter Basis entgegenzuwirken. Denn seinerzeit konnten in Österreich und Vorarlberg dieselben Phänomene wie in weiten Teilen Westeuropas beobachtet werden, teilweise sogar in verschärftem Ausmaß:

Auf der Skala des Pro-Kopf-Verbrauchs an Reinalkohol lag Österreich Anfang des Jahrtausends im internationalen Vergleich von 53 Ländern an elfter, bezüglich des Anteils Jugendlicher mit regelmäßigem (mindestens wöchentlichem) Alkoholkonsum sogar an fünfter Stelle (Uhl u.a. 2002, S. 115, 121). Alkopops fanden neue Zielgruppen und verbreiteten sich vor allem in Kreisen junger Mädchen – 30 Prozent der österreichischen Mädchen hatten im Alter von 15 Jahren bereits wiederholte Alkoholräusche gehabt (ebd., S. 125). So waren beispielsweise die jüngsten Alkoholpatienten in der Wachstation einer Salzburger Suchtklinik elf Jahre alt. Pro Monat behandelten deren Ärzte etwa zehn Kinder mit Alkoholvergiftungen aufgrund von Binge Drinking – durchschnittlich mit 1,2 bis 2 Promille (Haller 2006).

Binge-Drinking wurde ebenfalls in der Vorarlberger Presse thematisiert und trat damit als neues Jugendphänomen ins regionale Bewusstsein (z.B. Wann & Wo 2004; Der Standard 2004; VN Online 2005). Teile der Vorarlberger Gastronomie organisierten nach internationalem Vorbild, unterstützt durch zugkräftige Markennamen und Getränkevergünstigungen, spirituosenbezogene Clubbing-Events im Stil der „Happy Hour“ oder der „Flatrate- Party“, welche besonders auf junge Menschen abzielen. 28 Eine unreflektierte Alkoholkultur war in den Dörfern weit verbreitet. Übermäßiger Alkoholkonsum zeigte sich auf den beliebten dörflichen Vereinsfeiern, Zeltfesten und Faschingsumzügen auch unter Jugendlichen. Er wurde bis dato kaum thematisiert, moralisch sanktioniert oder gar präventiv unterbunden.

Infolgedessen konnte zu Beginn des neuen Jahrtausends u.a. eine hohe Zahl junger Männer zwischen 18 und 24 Jahren konstatiert werden, die vor allem zur beliebten „Disco-Zeit“ unter Alkoholeinfluss Auto fuhren. Die österreichische Verkehrsunfallstatistik 2002 wies in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen die höchste Zahl alkoholisierter Beteiligter aller Altersklassen nach sowie die Tatsache, dass Alkoholunfälle im Straßenverkehr hauptsächlich von männlichen Jugendlichen und Männern aller Alterstufen begangen werden (Kuratorium für Verkehrssicherheit 2002, S. 69). 29 Vorarlberg lag im Jahr 2002 mit 7,3 Prozent alkoholbedingter Verkehrsunfälle an dritter Stelle im Vergleich aller österreichischen Bundesländer (Tirol = 7,9%, Burgenland = 9,2%; vgl. ebd., S. 71). Die Vorarlberger Stiftung Maria Ebene 30 und die ihr angegliederte Werkstatt für Suchtprophylaxe (SUPRO) fassen auf der Homepage zum Projekt „Mehr Spaß mit Maß“ die damaligen Fakten über die besondere Gefährdung Jugendlicher wie folgt prägnant zusammen:

Erscheint lt. Verlag 13.9.2010
Reihe/Serie Forschung und Entwicklung in der Sozial(arbeits)wissenschaft
Forschung und Entwicklung in der Sozial(arbeits)wissenschaft
Zusatzinfo 248 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Schlagworte Mäßigung • Peer-Education • Punktnüchternheit • Sozialarbeit • Soziale Arbeit • Suchtprävention • Temperenz
ISBN-10 3-531-92170-3 / 3531921703
ISBN-13 978-3-531-92170-9 / 9783531921709
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