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Prekäre Hilfen? (eBook)

Soziale Arbeit aus der Sicht wohnungsloser Jugendlicher

(Autor)

eBook Download: PDF
2010
244 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92530-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Prekäre Hilfen? - Frank Mücher
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Das Thema 'Jugend und Armut' wird in den letzten Jahren wieder vermehrt in der Sozialen Arbeit diskutiert. Die Gründe hierfür sind neben einer wachsenden Sensibilisierung für soziale Problemlagen sicherlich auch in der zunehmenden Verschlechterung der Arbeitsmarkt- bzw. Ausbildungsbedingungen für junge Menschen zu sehen. Vor allem sozial benachteiligte Jugendliche, deren B- graphie dabei häufig von Brüchen geprägt ist, und die oftmals nicht über n- wendige schulischen Schlüsselqualifikationen verfügen, fallen vermehrt durch die Netze sozialstaatlicher Sicherungssysteme. So gelten gegenwärtig - folgt man den Zahlen des 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung - 25% aller heute in Deutschland aufwachsenden Kinder als arm oder als akut von Armut gefährdet. Die Folgen von Armut bei Kindern und Jugendlichen sind dabei vielfältig: Neben fehlenden Bildungschancen, mangelnder Integration in den Ausbildun- und Arbeitsmarkt, materielle Armut in der Herkunftsfamilie, sind es oft auch individuelle Faktoren, wie etwa Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen innerhalb der Familie, missglückte Jugendhilfemaßnahmen oder aber auch der Gebrach von Suchtmitteln, die dazu beitragen, dass Jugendliche den an sie gestellten - forderungen des Aufwachsens nicht gewachsen sind. Die Lebensphase 'Jugend' erscheint somit als ein besonders risikobeladener Abschnitt, an dem viele Jugendliche im Übergang zum Erwachsensein scheitern und manche von ihnen ein Leben 'auf der Straße' als selbst gewählte Alternative gegenüber anderen, ihnen ausweglos erscheinenden Lebensformen, bevorzugen.

Dr. Frank Mücher ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie der TU Dortmund.

Dr. Frank Mücher ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie der TU Dortmund.

Inhalt 6
1 Einleitung 9
1.1 Fragestellung und Zielsetzung der Untersuchung 11
1.2 Aufbau und Gliederung der Untersuchung 12
2 Wohnungslose Jugendliche als soziales Problem? 15
2.1 Überblick über die aktuelle Diskussion 15
2.1.1 Zum Stand der Forschung 16
2.2 Zur Problemgeschichte von juveniler Obdachlosigkeit 22
2.2.1 Die gesellschaftliche Funktion der Armenfürsorge 22
2.2.2 Jugend als Problem – das Problem der Jugendfürsorge 25
2.2.3 Die Debatte um die ‚Neue Unterschicht’ – oder die Krise der Arbeitsgesellschaft revisted 29
2.3 Wohnungslose Jugendliche im Kontext von Jugendhilfe 35
2.3.1 Wohnungslose Jugendliche im Kontext sozialpädagogischer Forschung 35
2.3.2 Wohnungslose Jugendliche: Eine quantitative Annäherung am Beispiel Off Road Kids 39
2.4 Wohnungslose Jugendliche als Adressaten Sozialer Arbeit 42
2.4.1 Die Straße als Handlungsfeld Sozialer Arbeit 43
2.4.2 Wohnungslose Jugendliche als Adressaten von Straßensozialarbeit 49
2.4.3 Wohnungslose Jugendliche als Adressaten von Off Road Kids 51
2.5 Zusammenfassung 58
3 Zur Perspektive einer adressatenbezogenen Jugendhilfeforschung 60
3.1 Jugendhilfeforschung 60
3.1.1 Jugendhilfeforschung – eine unsichtbare Disziplin? 61
3.1.2 Genese von Jugendhilfeforschung 63
3.1.3 Bezugsfelder von Jugendhilfeforschung 65
3.2 Zur Forschungsperspektive einer adressatenbezogenen Jugendhilfeforschung 72
3.2.1 Soziale Dienstleistungen aus Nutzersicht (A. Schaarschuch) 72
3.2.2 Die lebensweltliche Perspektive der Adressaten im Kontext adressatenbezogener Jugendhilfeforschung 75
3.2.3 Adressatenbezogene Jugendhilfeforschung im Kontext der sozialpädagogischen Wirkungs und Qualitätsdebatte 78
3.2.4 Zum Verwendungskontext von Jugendhilfeforschung in der Jugendhilfepraxis 81
3.3 Zusammenfassung 84
4 Empirische Bearbeitung 85
4.1 Methodologisches Design 85
4.1.1 Ethnographische Methoden in der Jugendhilfeforschung 86
4.1.2 Teilnehmende Beobachtung 94
4.1.3 Interviewerhebung 104
4.1.4 Fallbesprechungen 109
4.2 Zusammenfassung 110
5 Darstellung der empirischen Ergebnisse 112
5.1 Das Untersuchungsfeld – Eine ethnographische Erkundung 113
5.1.1 Berlin Alexanderplatz 113
5.1.2 Bahnhof Zoologischer Garten 117
5.1.3 Fazit: Beobachtung von Sozialer Arbeit im öffentlichen Raum 120
5.2 Straßensozialarbeit aus Sicht ihrer Adressaten 122
5.2.1 Die Mannigfaltigkeit sozialer Wirklichkeiten 123
5.2.2 Sozialwissenschaftliche Typen und Typenbildung 125
5.3 Fallbezogene Analyse Rekonstruktion der Verlaufstypen 129
5.3.1 Verlaufstyp 1: Nina – Straßensozialarbeit als Form peripherer Unterstützung 130
5.3.2 Verlaufstyp 2: Stanislav – Gescheiterter Übergang nach Beendigung der Jugendhilfe 142
5.3.3 Verlaufstyp 3: Jennifer – ‚Muttersein’ als die Eröffnung einer neuen Perspektive 152
5.3.4 Verlaufstyp 4: Kevin – Wohnungslosigkeit als zeitlich begrenzte Krise 169
5.3.5 Verlaufstyp 5: Christian – Jugendhilfe als die Nutzung einer zweiten Chance 180
5.4 Zusammenfassung und Diskussion der Verlaufstypen 196
5.4.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Verlaufstypen 197
6 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse 209
6.1 Wie ‚wirkt’ Straßensozialarbeit aus Sicht ihrer Adressaten? 209
6.1.1 Bilanzierung von Straßensozialarbeit aus Sicht der Adressaten 210
6.1.2 Konsequenzen für Straßensozialarbeit 212
6.1.3 Möglichkeiten und Grenzen einer adressatenbezogenen Jugendhilfeforschung 215
6.2 Prekäre Jugend – prekäre Hilfen? 217
6.3 Fazit und Ausblick 221
7 Literaturverzeichnis 224

Erscheint lt. Verlag 3.8.2010
Zusatzinfo 244 S. 5 Abb.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Schlagworte Jugendhilfe • Jugendlicher • Soziale Arbeit • soziale Dienstleistungen • Sozialpädagogik • Straßensozialarbeit • Wohnungslosigkeit
ISBN-10 3-531-92530-X / 353192530X
ISBN-13 978-3-531-92530-1 / 9783531925301
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