Leiblichkeit - Identität - Gewalt (eBook)
506 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92468-7 (ISBN)
Dr. Holger Jessel, Dipl.-Motologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Masterstudiengang Motologie an der Philipps-Universität Marburg.
Dr. Holger Jessel, Dipl.-Motologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Masterstudiengang Motologie an der Philipps-Universität Marburg.
Inhaltsverzeichnis 5
Einleitung 11
Teil I: Theoretische Perspektiven 18
1 Erkenntnistheoretische Grundlagen der psychomotorischen Gewaltprävention 19
1.1 Der Radikale Konstruktivismus – wie erkennt der Mensch die Welt? 22
1.1.1 Der Radikale Konstruktivismus als Kognitionstheorie 23
1.1.2 Die Theorie autopoietischer Systeme 26
1.1.3 Intersubjektivität, Kommunikation und Viabilität 27
1.1.4 Konsequenzen des Radikalen Konstruktivismus 31
1.2 Der interaktionistische Konstruktivismus – wie gestaltet der Mensch Beziehungen? 35
1.2.1 Das Symbolische, das Imaginäre und das Reale – drei Ebenen menschlichen Erlebens und Handelns 36
1.2.2 Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion drei Perspektiven einer konstruktivistischen Pädagogik 42
1.2.3 Konsequenzen des interaktionistischen Konstruktivismus 45
1.3 Die Personzentrierte Systemtheorie – wie wird der Mensch zur Person? 48
1.3.1 Die Ordnung unserer Lebenswelt 49
1.3.2 Grundkonzepte der Synergetik 51
1.3.3 Prozesse der Sinnkonstruktion 54
1.3.4 Konsequenzen der Personzentrierten Systemtheorie 58
1.4 Die Theorie der fraktalen Affektlogik – wie denkt und fühlt der Mensch? 60
1.4.1 Grundannahmen 61
1.4.2 Der Zusammenhang von Affekt, Kognition und Logik 62
1.4.3 Fraktale Affektlogik 68
1.4.4 Konsequenzen der Theorie der fraktalen Affektlogik 70
1.5 Konsequenzen der erkenntnistheoretischen Einordnung 71
2 Identitätstheoretische Grundlagen der psychomotorischen Gewaltprävention 75
2.1 Postmoderne Herausforderungen Verabschiedung von Einheitszwängen und Begrüßung von Pluralität 77
2.1.1 Gesellschaftliche Konsequenzen postmodernen Denkens 79
2.1.2 Individuelle Konsequenzen postmodernen Denkens 81
2.1.3 Theoretische und epistemologische Konsequenzen postmodernen Denkens 82
2.1.4 Die alltägliche Identitätsarbeit von Jugendlichen in postmodernen Gesellschaften 84
2.2 Die Bedeutung von Körper, Leib und Bewegung für die Identitätsentwicklung von Jugendlichen 89
2.2.1 Annäherungen an den Körperund Leibbegriff 93
2.2.2 Der Mensch im Spannungsfeld von Leibsein und Körperhaben (Helmuth Plessner) 98
2.2.2.1 Der Begriff der Doppelaspektivität und das Wesen der Grenze 98
2.2.2.2 Die exzentrische Positionalität des Menschen 103
2.2.2.3 Identitätsentwicklung als Aufgabe 106
2.2.3 Die Bedeutung des leiblichen Zur-Welt-Seins für die Identitätsentwicklung (Maurice Merleau-Ponty) 108
2.2.3.1 Der Leib als Vermittler zwischen Ich und Welt 109
2.2.3.2 Die Dialektik von leiblicher Erfahrung und Reflexion 111
2.2.3.3 Leibliche Intersubjektivität 113
2.2.4 Die Bedeutung des leiblichen Spürens für die Identitätsentwicklung (Hermann Schmitz) 115
2.2.4.1 Der Leib als spürbare Erfahrung 116
2.2.4.2 Leibliche Disposition und spürende Aufmerksamkeit 117
2.2.4.3 Identitätsentwicklung im Spannungsfeld von Spüren, Selbstdistanzierung undspürbarer Selbstgewissheit 119
2.2.4.4 Leibliche Kommunikation 122
2.2.5 Der Habitus als Schnittstelle zwischen gesellschaftlichen Strukturen und leiblich-körperlichen Handlungen (Pierre Bourdieu 123
2.2.5.1 Leib, Körper und die soziale Entwicklung des Habitus 124
2.2.5.2 Bewältigungsverhalten - der Habitus als praxisgenerierender Spürsinn 126
2.2.5.3 Der Körper als Kapital und als Medium für die Identitätsarbeit von Jugendlichen 127
2.2.6 Reflexive Leiblichkeit: Ein Leib-Körperfundiertes Identitätsmodell 129
2.3 Die Bedeutung des Geschlechts für die Identitätsentwicklung 133
2.3.1 Bedingungsfaktoren des Geschlechterdualismus 135
2.3.2 Der Körper-, Leibund Bewegungsaspekt der Zweigeschlechtlichkeit 139
2.4 Zur Relevanz sozialer Netzwerke für die Identitätsentwicklung 140
2.5 Der Prozess der Identitätsentwicklung 143
2.5.1 Identitätsarbeit als retround prospektiver Prozess 144
2.5.2 Identität als Passungsarbeit 145
2.5.3 Identität als Ressourcenarbeit 146
2.5.4 Identität als Narrationsarbeit 147
2.6 Integrationsund Differenzierungsleistungen der Identitätsentwicklung 148
2.6.1 Die Bedeutung von Grundbedürfnissen für die Identitätsentwicklung von Jugendlichen 149
2.6.1.1 Das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle 150
2.6.1.2 Das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung 152
2.6.1.3 Das Bedürfnis nach positiven zwischenmenschlichen Beziehungen 153
2.6.1.4 Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung 155
2.6.1.5 Das Konsistenzprinzip 157
2.6.2 Das Identitätsgefühl 160
2.6.3 Anerkennung und Autonomie 162
2.6.4 Authentizität und subjektive Stimmigkeit 164
3 Gewalttheoretische Grundlagen der psychomotorischen Gewaltprävention 167
3.1 Zur Relevanz der Thematik für die Psychomotorik 170
3.2 Zur Terminologie von Aggression und Gewalt 173
3.2.1 Der Aggressionsbegriff 175
3.2.2 Der Gewaltbegriff 178
1. Der enge Gewaltbegriff 179
2. Der psychisch erweiterte Gewaltbegriff 180
3. Der strukturell erweiterte Gewaltbegriff 183
3.3 Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt 186
3.3.1 Motivationale Hintergründe aggressiven und gewalttätigen Verhaltens 187
3.3.2 Individuelle und kollektive Aggressions- und Gewaltphänomene 189
3.3.3 Aggressions- und Gewaltphänomene in verschiedenen Kontexten 191
3.4 Erklärungsansätze zur Entstehung von Aggression und Gewalt 192
3.4.1 Postmoderne Herausforderungen als „Nährboden“ für Aggression und Gewalt? - Der modernisierungs -und individualisierungstheoretische Ansatz 194
3.4.2 Die Bedeutung von Körper, Leib und Bewegung in Erklärungsansätzen von Aggression und Gewalt 198
3.4.2.1 Der Kreislauf von Gewalt und Missachtung 199
3.4.2.2 Die Theorie der Objektbeziehung und das Verhältnis von Anerkennung und Gewalt 204
3.4.2.3 Neurobiologische und evolutionspsychologische Erklärungsansätze 208
3.4.3 Geschlechtsspezifische Erklärungsansätze 213
3.4.4 Die Bedeutung sozialer Netzwerke für die Entstehung von Aggression und Gewalt 217
3.4.4.1 Das Familien-Risiko-Modell 218
3.4.4.2 Subkulturtheorien 224
3.4.4.3 Etikettierungstheorien 227
3.4.5 Prozesse, Integrationsund Differenzierungsleistungen der Identitätsentwicklung und ihre Bedeutung für die Entstehung von Aggressionund Gewalt 229
3.4.5.1 Die Frustrations-Aggressions-Theorie 229
3.4.5.2 Die Theorie der Selbstkontrolle 232
3.4.5.3 Lerntheoretische Ansätze 235
3.5 Zusammenfassung und Konsequenzen für die Problemstellung 240
Teil II: Ansatzanalyse 244
4 Präventionstheoretische Grundlagen der psychomotorischen Gewaltprävention 245
4.1 Der Begriff der Prävention 246
4.2 Vom Präventionsgedanken zum Empowerment-Konzept 252
4.3 Der Begriff der Gewaltprävention 257
5 Zur Relevanz psychomotorischer Ansätze für die Gewaltprävention 265
5.1 Der Kompetenztheoretische Ansatz 265
5.2 Der Verstehende Ansatz 269
5.3 Systemisch-konstruktivistische Positionen 276
5.4 Praxeologische Konsequenzen 283
Teil III: Praxeologie: Der mehrperspektivische Ansatz der psychomotorischen Gewaltprävention 286
6 Integration und Differenzierung der theoretischen Zusammenhänge 287
6.1 Zum Verhältnis von Theorie und Praxis 288
6.2 Rekapitulation: Theoretische Perspektiven der psychomotorischen Gewaltprävention 291
6.2.1 Die erkenntnistheoretische Perspektive 293
6.2.2 Die identitätstheoretische Perspektive 299
6.2.3 Die gewalttheoretische Perspektive 309
6.2.4 Die psychomotorische Perspektive 314
6.3 Die Bedeutung von Mehrperspektivität im Kontext ethischer Reflexionen 321
6.3.1 Zur Terminologie: Ethik oder Moral? 322
6.3.2 Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation 327
6.3.3 Ethik und Koexistenz 331
6.3.4 Ethik, Empathie und die Bedeutung der Spiegelneurone 333
6.3.5 Ethik und Anerkennung 335
6.4 Pädagogisch-therapeutische Grundhaltungen 339
(1) Nicht-Wissen und Vertrauen 340
(2) Vergrößerung des Möglichkeitsraumes 342
(3) Hypothesenbildung 343
(4) Zirkuläres Denken 344
(5) Offenheit und Neugier 345
(6) Respekt(losigkeit) 346
(7) Verstörung bzw. Anregung 347
(8) Umdeutung 348
(9) Ressourcen- und Lösungsorientierung 349
(10) Bewusstheit 350
6.5 Wirkkomponenten der psychomotorischen Gewaltprävention 353
6.5.1 Inkonsistenzreduktion durch Ressourcenaktivierung 357
6.5.2 Destabilisierung von Störungsattraktoren durch problemspezifische Interventionen 359
6.5.3 Inkonsistenzreduktion durch Veränderung motivationaler Schemata 362
6.6 Dimensionen und Perspektiven der psychomotorischen Gewaltprävention 367
6.7 Systematik der Perspektivenkombinationen 372
7 Psychomotorische Gewaltprävention in der Praxis 384
7.1 Zielgruppen der psychomotorischen Gewaltprävention 384
7.2 Dimensionen und Perspektiven der psychomotorischen Gewaltprävention in der Praxis 387
7.2.1 Die intrapersonale Problemperspektive 388
7.2.1.1 Der implizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 1/2) 388
7.2.1.2 Der explizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 3/4) 393
7.2.1.3 Der implizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 5/6) 397
7.2.1.4 Der explizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 7/8) 401
7.2.2 Die interpersonale Problemperspektive 403
7.2.2.1 Der implizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 9/10) 403
7.2.2.2 Der explizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 11/12) 407
7.2.2.3 Der implizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 13/14) 410
7.2.2.4 Der explizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 15/16) 414
7.2.3 Die intrapersonale Ressourcenperspektive 416
7.2.3.1 Der implizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 17/18) 417
7.2.3.2 Der explizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 19/20) 418
7.2.3.3 Der implizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 21/22) 419
7.2.3.4 Der explizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 23/24) 421
7.2.4 Die interpersonale Ressourcenperspektive 423
7.2.4.1 Der implizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 25/26) 423
7.2.4.2 Der explizite Funktionsmodus in der motivationalen Perspektive (Feld 27/28) 427
7.2.4.3 Der implizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 29/30) 429
7.2.4.4 Der explizite Funktionsmodus in der potentialen Perspektive (Feld 31/32) 431
7.3 Der Prozess der psychomotorischen Gewaltprävention 432
7.3.1 Klärung von Anlässen, Anliegen und Aufträgen 432
7.3.2 Prozessorientierte Diagnostik 438
7.3.3 Auswahl entwicklungsfördernder Settings 444
7.3.3.1 Familienbezogene Maßnahmen 445
7.3.3.2 Gruppenbezogene Maßnahmen 450
7.3.3.3 Individuumsbezogene Maßnahmen 453
7.3.4 Herstellung von Stabilitätsbedingungen 454
7.3.5 Auseinandersetzung mit Entwicklungsthemen 459
7.3.6 Selbst-Bemächtigung 464
7.3.7 Auswertung 469
Reflexion und Ausblick 472
Literaturverzeichnis 476
Abbildungsverzeichnis 497
Tabellenverzeichnis 498
| Erscheint lt. Verlag | 18.8.2010 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 506 S. 10 Abb. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Psychologie ► Sozialpsychologie |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sozialpädagogik | |
| Schlagworte | Gewalt • Gewaltprävention • identitätstheoretische • Integration • Körper • Psychomotorik |
| ISBN-10 | 3-531-92468-0 / 3531924680 |
| ISBN-13 | 978-3-531-92468-7 / 9783531924687 |
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