Intervention Kultur (eBook)
174 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-92311-6 (ISBN)
Mit Beiträgen von Nikolaj Beier, Ines Borchart, Cornelia Dümcke, Dorothea Kolland, Manuela Lück, lunatics produktion (Tobias Rausch u.a.), REINIGUNGSGESELLSCHAFT, Hilmar Sack, Oliver Scheytt, Judith Siegmund, Sebastian Sooth, Hermann Voesgen, Kristina Volke, Christiane Ziller.
Kristina Volke, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, arbeitet und publiziert seit vielen Jahren zum Zusammenhang von Kultur und Entwicklung in Deutschland, untersucht ihre Akteure und analysiert die Kraft, die in kulturellem Handeln steckt und Gesellschaft verändern kann.
Kristina Volke, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, arbeitet und publiziert seit vielen Jahren zum Zusammenhang von Kultur und Entwicklung in Deutschland, untersucht ihre Akteure und analysiert die Kraft, die in kulturellem Handeln steckt und Gesellschaft verändern kann.
VORWORT 10
VOM PROBLEMBEZIRK ZUMKUNSTQUARTIER. BERLIN-NEUKÖLLN UND DIEKULTURARBEIT. 15
DAS ARBEITSFELD 15
DIE KULTURLANDSCHAFT NEUKÖLLN 16
DER NEUKÖLLNER REICHTUM 18
NEUKÖLLNER FALLBEISPIELE 23
DAS GEHEIMNIS DER POTENZIALE 29
UND WEITER? 30
LINKS UND LITERATUR 31
VON KINDHEIT UND ALTER 37
BILDLEGENDEN 38
BEGREIFEN, GESTALTEN, BEWEGEN – DIE KULTURHAUPTSTADT EUROPAS RUHR.2010. DIE KULTURHAUPTSTADTBEWERBUNGVON ESSEN UNDDER EFFEKT AUF DIE GESAMTEREGION. 43
MYTHOS RUHR BEGREIFEN –METROPOLE RUHR GESTALTEN – EUROPA BEWEGEN 44
DIE STRUKTUR DER RUHR.2010: EIN KONZEPT STARKER PARTNER 45
DIE KULTURHAUPTSTADT ÜBERNIMMT EINE VERMITTLERROLLE 47
KÜNSTLERISCHE UND RÄUMLICHE INTERVENTIONEN 49
RUHR.2010 FÖRDERT KULTUR(EN) FÜR DIE MENSCHEN 52
ZEITLICH BEGRENZTE INTERVENTION VERSUS NACHHALTIGE WIRKUNG? 55
LITERATUR 57
LINKS 57
ZURÜCK INS NIRGENDWO?GÖRLITZ [2010] UND DIEGESCHEITERTEN CHANCEN EINERKULTURHAUPTSTADTBEWERBUNG 58
GÖRLITZ, DIE DEPRESSIVE SCHÖNE 60
DIE BEWERBUNGSPHASE. KONZEPT UND PROJEKTE 62
NACH DEM ENTSCHEID 64
VOM SCHEITERN 66
LINKS 67
SHAKESPEARE IM SCHWEINESTALL VON DER EIGENWILLIGENEROBERUNG KULTURELLER RÄUMEIN DER LÄNDLICHEN PERIPHERIEOSTDEUTSCHLANDS 68
EINS (IM SCHWEINESTALL) 68
ZWEI (IM GASTHOF) 72
DREI (IN DER KIRCHE) 74
VIER (IM KULTURHAUS). UND SCHLUSS 76
LINKS 77
SCHWÄRME IM SCHNEESTURM. DIE THEATERARBEITEN VONLUNATIKS PRODUKTION ALSPARTIZIPATIVE STADTPROJEKTE 79
DIE SCHNEEKATASTROPHE 79
SCHWARM- UND NETZWERKMETAPHORIK 80
EINE STADT IN DEN SCHWARMZUSTAND VERSETZEN 83
DIE INSTITUTIONALISIERTEINTERVENTION. SOZIOKULTURZWISCHEN LEBENSWEISE,POLITISCHEM PROGRAMM UNDFÖRDERTATBESTAND 88
OPERATION GELUNGEN 90
PATIENT TROTZDEM TOT? 92
WAS WIRKT WIE UND WARUM? DAS BEISPIEL FELSENKELLER IN ALTENKIRCHEN 94
VERSUCH EINER VERALLGEMEINERUNG 96
FAZIT 98
ARBEIT – WAS IST DAS?DER SELBSTFÖRDERFONDS IM»100.000-EURO-JOB« UND DIEEROBERUNG EINES METADISKURSESDURCH KÜNSTLERISCHEPROJEKTE JUGENDLICHER. 100
DER SELBSTFÖRDERFONDS 103
DIE UMGESETZTEN PROJEKTE 104
FAZIT UND ERFAHRUNGEN 105
AUSWAHL ENTSTANDENER PROJEKTE 106
LITERATUR UND LINKS 109
MEINE ERINNERUNG –UNSERE GESCHICHTE.MUSEALEANGEBOTE UND PROJEKTEDEUTSCHER STIFTUNGEN,GESCHICHTSSCHREIBUNG ALSAKTIVEN PROZESS ZU GESTALTEN. 110
SEHNSUCHT NACH GESCHICHTE IN ZEITEN GLOBALEN WANDELS: AKTEURE DER ERINNERUNGSKULTUR 112
DAS MUSEUM IM SOZIALEN WANDEL: »ERSTE-HILFE-STELLE« ODER DIALOGPLATTFORM 113
»DAS VIELFÄLTIGE IST DIE ZUKUNFT DER VERGANGENHEIT« 114
SPURENSUCHE VOR ORT – DER GESCHICHTSWETTBEWERB DES BUNDESPRÄSIDENTEN 118
LITERATUR 121
INTERVENIERENDE, KONTEXTBEZOGENEKUNST – AUTONOMUND NÜTZLICH ZUGLEICH?EINE ABWÄGUNG AN EIGENENBEISPIELEN 123
»SOZIALE GERÄUSCHE« FRANKFURT (ODER) UND GRAZ – EIN PROJEKT AN ZWEI EU-AUSSENGRENZEN. ABER, DARF MAN ZURÜCKFRAGEN – IST DAS NOCH KUNST? 124
VIDEOS VON SEXARBEITERINNEN UND FREIERNINTERVENTION VIA RECHERCHE 127
BERUFUNG – JOB – MALOCHE? EIN LESEPROJEKT ZUM THEMA ARBEIT AUS OHNMACHT MACHT ERZEUGEN? UND WAS IST DAS PRODUKT? 128
DEN RAUM NEU ORDNEN.WIEKÜNSTLER NACH ALTERNATIVENSTRUKTUREN SUCHEN UND ÜBERKULTURELLE ARBEIT LOKALEIDENTITÄT STIFTEN WOLLEN. 132
RAUMUMORDNUNG IN BRANDENBURG 134
KUNSTPROJEKTE 135
KULTURENTWICKLUNG 137
REALITÄTSZAUBER 140
AUSBLICK 141
LITERATUR 143
LINKS 143
LEITSYSTEM ZUM NEUEN.WIE REINIGUNGSGESELLSCHAFTIM LÄNDLICHEN RAUM MITZUKUNFTSBILDERN GEGEN DASSTERBEN DER LÄNDLICHEN RÄUMEINTERVENIERT 144
LINKS 145
DIE GRAFFITI CONNECTION.KREATIVE IM WANDLUNGSPROZESS.WIE EINE SUBKULTURIN DER KREATIVWIRTSCHAFTAUFGEHT 155
GRACO VOR 10 JAHREN 155
GRACO HEUTE 156
ORTSWECHSEL IN BERLIN 157
STANDORT BERLIN 157
VON DER SUBKULTUR ZU EINEM KREATIVWIRTSCHAFTLICHEN UNTERNEHMEN 158
AUSBLICK 162
WEBSITES UND QUELLEN 162
KULTUR UND ENTWICKLUNG.VON DER KRAFT KULTURELLENHANDELNS, IHRER RELATIVITÄTUND DEN HERAUSFORDERUNGENFÜR KULTURPOLITIK 163
1 (BEKENNTNISSE) 163
2 (VON KULTUR UND ENTWICKLUNG. ODER: WIE VIEL KRISE BRAUCHT ES, UM SICH AUF DIE KRÄFTE DER KULTUR ZU BESINNEN?) 164
3 (DIE MÖGLICHEN EFFEKTE KULTURELLEN HANDELNS) 166
4 (... UND DEREN BERECHENBARKEIT. ODER: DER MÜNDIGE BÜRGER AUF BESTELLUNG?) 168
5 (WIE NÜTZLICH IST EIN NÜTZLICHKEITSDISKURS FÜR DIE KUNST? UND WEM IST DAMIT GEDIENT?) 170
Kristina Volke 175
FOTONACHWEISE 176
LEITSYSTEM ZUM NEUEN. WIE REINIGUNGSGESELLSCHAFT IM LÄNDLICHEN RAUM MIT ZUKUNFTSBILDERN GEGEN DAS STERBEN DER LÄNDLICHEN RÄUME INTERVENIERT (S. 144-145)
Unter der Überschrift »Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst« rief die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft ein Modellprojekt ins Leben, das die Erhaltung und Entwicklung des ländlichen Raums mit den Mitteln der Kunst zum Ziel hat. Der Dialog mit den Bewohnern des Ortes und die Sichtbarmachung der künstlerischen Arbeit als Prozess sind Anforderungen an jeden eingeladenen Künstler. Das Projekt der REINIGUNGSGESELLSCHAFT (RG), die sich selbst als »Labor im Denkraum Kunst an der Schnittstelle zu anderen gesellschaftlichen Bereichen« versteht und seit 1999 künstlerische Interventionen praktiziert, ist dabei eines von mehreren.
Dafür realisierten die beiden Dresdner Künstler Martin Keil und Henrik Mayer über sechs Monate gemeinsam mit den 700 Bewohnern der Gemeinde Grambow in Nordwestmecklenburg ein partizipatives Kunstprojekt, das sich zur Aufgabe stellte, ein neues Gemeinschaftsbewusstsein zu befördern und Handlungsperspektiven für das Leben vor Ort anzuregen, um damit der Ausdünnung der Region und dem Verlust kommunaler Souveränität im ländlichen Raum entgegenzuwirken.
Basierend auf einer Umfrage über die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum entwickelte die RG ein »Leitsystem zum Neuen«. Es besteht aus Verkehrsschildern, deren Piktogramme auf die Aufgaben der Zukunft verweisen. Ausgehend von strukturellen Herausforderungen wie Klimawandel, demographische Entwicklung, Arbeitsplatzperspektiven und Lebenschancen im ländlichen Raum bietet das Leitsystem Orientierungspunkte zum gesellschaftlichen Handeln. Das Projekt wurde im Laufe der sechsmonatigen Laufzeit schrittweise und ergebnisoffen realisiert.
Dabei stand die Kommunikation mit den Menschen vor Ort im Mittelpunkt. Dazu gab es mehrere öffentliche Treffen mit den Dorfbewohnern, die meist im Gemeindehaus stattfanden. Darüber hinaus haben die Künstler das Gespräch mit Bürgern gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren. In einem weiteren Schritt wurde eine Befragung entwickelt, die sich mit der Lebensqualität im ländlichen Raum auseinandersetzt. Es wurden Fragen nach den Vor- und Nachteilen für das Leben im ländlichen Raum, nach beruflichen und privaten Lebensperspektiven und Zukunftswünschen gestellt. Sowohl qualitative als auch quantitative Ergebnisse der Umfrage wurden grafisch und bildhaft umgesetzt in einer Ausstellung zugänglich gemacht.
Gemeinsam wurde ein Neun-Punkte-Plan abgeleitet, der zeigt, wie die Bewohner Veränderungen durch Eigeninitiative selbst auslösen können. Dazu gehören Vorschläge wie: Bildung von Fahrgemeinschaften, die selten verkehrende Buslinien ersetzen, ein Dorfladen mit Produkten aus der Region, ärztliche Betreuung, vor allem für ältere Dorfbewohner, bis hin zur Dorfzeitung, die als »Grambower Moorbote« während Projektzeit im Ort gegründet wurde. Die Zeitung erscheint seitdem monatlich und wird kostenlos an alle Haushalte verteilt. Sie soll den Bewohnern vor allem ein besseres Kennenlernen ermöglichen aber auch kommunale Themen verständlich machen und neue Initiativen unter den Bewohnern befördern.
| Erscheint lt. Verlag | 10.5.2010 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 174 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
| Schlagworte | Gesellschaft • Institution • Kultur • Kulturfinanzierung • Kulturmanagement • Kulturpolitik • Kulturstaat • Kunst • Pädagogik • Reinigungsgesellschaft • Ruhr.2010 • Scheytt, Oliver • Soziokulturelle Zentren |
| ISBN-10 | 3-531-92311-0 / 3531923110 |
| ISBN-13 | 978-3-531-92311-6 / 9783531923116 |
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