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Klein aber fein! (eBook)

Quantitative empirische Sozialforschung mit kleinen Fallzahlen

Peter Kriwy, Christiane Gross (Herausgeber)

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2009 | 2009
VIII, 406 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-91380-3 (ISBN)

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Klein aber fein! -
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Dr. Peter Kriwy und Dipl.-Soz. Christiane Gross sind wissenschaftliche MitarbeiterInnen am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Dr. Peter Kriwy und Dipl.-Soz. Christiane Gross sind wissenschaftliche MitarbeiterInnen am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Geleitwort 6
Inhaltsverzeichnis 7
Kleine Fallzahlen in der empirischen Sozialforschung 9
1 Teststärkenanalyse – das Stiefkind der Inferenzstatistik 9
2 Methodische Besonderheiten und die Rolle des Vorwissens 12
3 Was ist „ein Fall“? 14
4 Aufbau des Sammelbandes 17
5 Literatur 20
Computersimulationsmodelle für kleine und kleinste Fallzahlen 22
1 Einleitung 22
2 Was sind kleine Fallzahlen in der Computersimulation? 23
3 Arbeitsschritte bei der Entwicklung von Computersimulationsmodellen zu kleinen Fallzahlen 30
4 Modellierungsstrategien für kleine Fallzahlen 35
5 Diagnostik für kleine Fallzahlen 36
6 Literatur 40
Bayesianische Ansätze zur Analyse kleiner Fallzahlen 42
1 Einleitung 42
2 Inferenzstatistische Ansätze 43
3 Probleme klassischer Analysen kleiner Datensätze 46
4 Die Bayesianische Schätzung und Interpretation statistischer Modelle 49
5 Zusammenfassung: Chancen und Kritik 60
6 Literatur 62
Qualitative Comparative Analysis: Ein Überblick 64
1 Einführung in Qualitative Comparative Analysis 64
2 Crisp-Set QCA 68
3 Umgang mit Problemen in der Empirie 74
4 Maßzahlen der Konsistenz und der Abdeckung in csQCA 77
5 Fuzzy- Set QCA 80
6 Software 87
7 Zusammenfassung und Ausblick 88
8 Literatur 89
Diagnostik von Regressionsschätzungen bei kleinen Stichproben (mit einem Exkurs zu logistischer Regression) 92
1 Viele Wege führen nach Rom 93
2 Grafische Beurteilung der Daten 95
3 Formale Identifikation einflussreicher Datenpunkte 101
4 Exkurs: Ausreißerdiagnostik bei der logistischen Regression 114
5 Diskussion 117
6 Literatur 121
Datenerhebung bei Spezialpopulationen am Beispiel der Teilnehmer lokaler Austauschnetzwerke 125
1 Einleitung 125
2 Tauschringe als Spezialpopulation 126
3 Sampling und Feldzugang bei den lokalen Austauschnetzwerken 130
4 Die Telefonbefragung bei den lokalen Austauschnetzwerken 133
5 Response Rates 137
6 Telefonbefragungen als Trend für Spezialpopulationen? 141
7 Literatur 143
Wie valide sind Verhaltensmessungen mittels Vignetten? 146
1 Einleitung 146
2 Messung von Verhalten in der empirischen Sozialforschung 147
3 Messung von Verhalten mit faktoriellen Surveys 152
4 Methodische Konzeption des Instrumentenvergleichs 155
5 Die externe Validität der Verhaltensmessung mittels faktorieller Surveys 164
6 Zusammenfassung und Ausblick 169
7 Literatur 171
Die Methodik des Faktoriellen Surveys in einer Paarbefragung 176
1 Einleitung 176
2 Relevanz und theoretischer Hintergrund 178
3 Methodische Umsetzung 182
4 Ergebnisse 192
6 Literatur 204
Faktorieller Survey und klassische Bevölkerungsumfrage im Vergleich – Validität, Grenzen und Möglichkeiten beider Ansätze 208
1 Einleitung 208
2 Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung 210
3 Vignettenstudien als Alternative zur herkömmlichen Mobilitätsforschung 213
4 Methodisches Vorgehen und Daten 224
5 Ergebnisse 230
6 Zusammenfassung und Ausblick 236
7 Literatur 238
Pendeln oder Umziehen? Entscheidungen über unterschiedliche Mobilitätsformen in Paarhaushalten 243
1 Einleitung 243
2 Umziehen oder Pendeln: Zum Stand der Forschung 244
3 Die Wahl zwischen Mobilitätsformen als diskretes Verhandlungsproblem 249
4 Design und Operationalisierungen 254
5 Analyse und Resultate 258
6 Diskussion 261
7 Literatur 262
Ist das neunte amerikanische Berufungsgericht liberaler als die anderen Bundesberufungsgerichte? 265
1 Einleitung 265
2 Was heißt hier ideologisch? 268
3 Daten 273
4 Analyse 275
5 Zusammenfassung 285
6 Literatur 286
Wie weit kommt man mit einem Fall? Die Simulation internationaler Verhandlungen am Beispiel der Amsterdamer Regierungskonferenz 1996 289
1 Einleitung 289
2 Modellierung internationaler Verhandlungen 291
3 Problematik der kleinen Fallzahlen und empirische Überprüfung 301
4 Fazit 313
5 Literatur 315
Freundschafts- und Ratgebernetzwerke unter Studienanfängern 318
1 Einführung 318
2 Forschungs- und Theorieperspektiven 319
3 Beschreibung der Daten 324
4 Deskriptive Ergebnisse zur Struktur der erhobenen Netzwerke 328
5 Empirische Evidenz zu Freundschaftswahlen und Studienerfolg 330
6 Schlussbetrachtung 340
7 Literatur 341
Studentische Fachkulturen und Lebensstile – Reproduktion oder Sozialisation? 343
1 Einleitung 343
2 Studienfachkultur als Folge selektiver Studienfachwahl und universitärer Sozialisation 344
3 Studentische Lebensstile und soziale Herkunft 345
4 Forschungsleitende Fragen 348
5 Datenbasis 349
6 Latent-Class-Cluster Analyse 350
7 Ergebnisse 352
8 Diskussion und Fazit 363
9 Literatur 364
Rechtfertigungen und Bagatelldelikte: Ein experimenteller Test 367
1 Einleitung 367
2 Theoretischer Hintergrund der Neutralisationstheorie 370
3 Empirische Evidenzen anhand von Umfragedaten 371
4 Die Entwicklung einer experimentellen Methode 372
5 Forschungsstand zur experimentellen Überprüfung der Neutralisationstheorie 375
6 Herleitung der Forschungshypothesen 377
7 Experimentelles Design 378
8 Interpretation der Ergebnisse 381
9 Diskussion 386
10 Literatur 388
Sozialer Status und Hup-Verhalten. Ein Feldexperiment zum Zusammenhang zwischen Status und Aggression im Strassenverkehr 391
1 Einleitung 391
2 Methode 395
3 Resultate 396
4 Diskussion 400
5 Literatur 402
AutorInnen- und HerausgeberInneninformationen 405

Die Methodik des Faktoriellen Surveys in einer Paarbefragung (S. 179-180)

Katrin Auspurg, Martin Abraham und Thomas Hinz

Zusammenfassung: Vorliegender Beitrag demonstriert anhand einer familiensoziologischen Anwendung, wie sich mit einer Vignettenbefragung bereits mit wenigen Paaren theoretische Hypothesen testen und Beschränkungen der herkömmlichen Surveyforschung überwinden lassen. Inhaltlich geht es um eine Überprüfung der Verhandlungstheorie, einem theoretisch besonders gehaltvollen Konzept für die Analyse familialer Entscheidungsprozesse.

Nach einer knappen Darlegung der Theorie werden die Schwierigkeiten ihrer Überprüfung mit herkömmlichen Surveydaten benannt. Im Zentrum steht aber die alternative Umsetzung mit einem Faktoriellen Survey-Design, genauer einer Vignettenbefragung zu Umzugsentscheidungen in Partnerschaften. Es werden die einzelnen praktischen Schritte von der Vignettenkonstruktion bis hin zur Datenauswertung beschrieben, um dann das Analysepotenzial mit beispielhaften Hypothesentests zu belegen. Nach unserem Fazit bietet das Verfahren – trotz seiner abschließend diskutierten Grenzen – gerade auch der Familiensoziologie eine wertvolle zusätzliche Option.

1 Einleitung

Während bei Experimenten einige Probanden für Hypothesentests ausreichen, aber jeweils nur wenige Stimuli simultan zu variieren und damit auch nur wenige Hypothesen prüfbar sind, erfordern Umfragedaten zur Drittvariablenkontrolle hohe Fallzahlen und lassen die gleichzeitige Untersuchung mehrerer Hypothesen zu. Das quasi-experimentelle Design des Faktoriellen Surveys versucht hier einen Mittelweg zu gehen: Statt einzelner Items bewerten die Probanden hypothetische Objekt- oder Situationsbeschreibungen. Indem in diesen ‚Vignetten’ einzelne Merkmalsausprägungen experimentell variiert werden, lässt sich ihr isolierter Einfluss auf die abgefragten Urteile oder Entscheidungen bestimmen. Bereits mit relativ wenigen Befragten sind hinreichende Fallzahlen für komplexe Hypothesenprüfungen realisierbar.

Die Methodik und Vorteile des Verfahrens, aber auch seine Schwächen werden im vorliegenden Beitrag anhand einer familiensoziologischen Anwen dung zur empirischen Überprüfung der Verhandlungstheorie demonstriert. Bargaining- Modelle gelten als viel versprechende Konzepte, um das Zusammenspiel gemeinsamer wie individueller Interessen zwischen Ehe- und Lebenspartnern zu analysieren. Kernpunkt ist die Annahme, dass familiale Entscheidungen und Verteilungen von Haushaltsressourcen die relative Verhandlungsmacht der Partner widerspiegeln.

Diese Verhandlungsmacht bestimmt sich nach der generellen (finanziellen und emotionalen) Unabhängigkeit von der Beziehung, für welche insbesondere die individuellen Erwerbschancen bedeutsam sind. Obwohl sich das damit gewonnene Analysepotenzial theoretisch für viele familiensoziologische Fragestellungen bewährt hat, mangelt es nach wie vor an empirischen Untersuchungen. Der Grund ist, dass Daten zum Umgang mit Machtveränderungen in Partnerschaften kaum vorliegen. Lediglich einen der beiden Partner betreffende Verbesserungen der (Erwerbs-)Optionen und die darauf folgenden Reaktionen sind selten beobachtbar. Die empirische Prüfung wird zusätzlich dadurch erschwert, dass theoretisch interessierende Konstellationen, wie solche mit einem Einkommensvorsprung von Frauen, wenig auftreten.

Gerade hier bietet das Design eines Faktoriellen Surveys einen innovativen Ausweg. Mittels Vignetten lassen sich gezielt Situationen simulieren, welche eine Veränderung der Erwerbskonstellationen und Machtverhältnisse in Paarhaushalten bedeuten. Konkret kann dies durch die Vorgabe unterschiedlicher Anreize zu einem Haushaltsumzug geschehen. Die beobachteten Reaktionen der Befragten eröffnen dann Antworten auf unsere Forschungsfragen: Antizipieren die Akteure tatsächlich die mit Umzügen verbundenen Veränderungen ihrer relativen Verhandlungsmacht? Reagieren sie entsprechend mit einer geringeren Umzugsneigung? Zeigt sich ein höheres Konfliktpotenzial wenn sich die Verhandlungsmacht zwischen den Partnern verschiebt? Und ist das Entscheidungsverhalten tatsächlich so geschlechtsneutral, wie von der Verhandlungstheorie prognostiziert?

Erscheint lt. Verlag 7.2.2009
Reihe/Serie Forschung und Entwicklung in der Analytischen Soziologie
Forschung und Entwicklung in der Analytischen Soziologie
Zusatzinfo VIII, 406 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie Empirische Sozialforschung
Schlagworte Bayesianische Modelle • Computersimulation • Datenerhebung • Empirische Sozialforschung • Emprische Sozialforschung • Experimente • faktorieller Survey • Sozialforschung • Vignetten
ISBN-10 3-531-91380-8 / 3531913808
ISBN-13 978-3-531-91380-3 / 9783531913803
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