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Pädagogisches Controlling (eBook)

Grundlagen - Notwendigkeiten - Anwendungen

(Autor)

eBook Download: PDF
2009
XIII, 255 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-91398-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Pädagogisches Controlling - Markus Reimer
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Markus Reimer ist promovierter Diplom-Pädagoge. Er ist Inhaber eines Beratungsinstituts für Controlling und Qualitätsmanagement in sozialen Organisationen und Geschäftsführer eines Weiterbildungsunternehmens.

Markus Reimer ist promovierter Diplom-Pädagoge. Er ist Inhaber eines Beratungsinstituts für Controlling und Qualitätsmanagement in sozialen Organisationen und Geschäftsführer eines Weiterbildungsunternehmens.

Inhaltsverzeichnis 7
Siglenverzeichnis 10
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 11
Einführung in das Thema 12
1 Controlling ad rem 18
1.1 Was ist und was will Controlling? 19
1.2 Wie funktioniert Controlling? 28
2 Der Pädagogische Prozess als Eigentümlichkeit und als Dienstleistung 100
2.1 Der pädagogische Prozess als Eigentümlichkeit 100
2.2 Der Pädagogische Prozess als Dienstleistung 168
3 Pädagogisches Controlling ad usum 180
3.1 Die Grundidee und die Relevanz eines Pädagogischen Controllings 180
3.2 Vorüberlegungen zu einem Konzept eines Pädagogischen Controllings 196
3.3 Ein mögliches Konzept eines Pädagogischen Controllings 205
4 Pädagogisches Controlling: quod erat demonstrandum? 250
Literatur 254

1 Controlling ad rem (S. 21 - 22)

„Ich bin der Controller, aber das weiß bei uns niemand."

Dieses Zitat stammt von einem Mann, der in seinem Haus die Controller- Funktion ausübt, es aber vermeidet, seinen Bereich auch so zu nennen. Weil es beim Begriff des Controllers heute eben noch zu viele Missverständnisse gibt! (vgl. Deyhle 1998b, S. 103). Controlling hat bei davon „Betroffenen" einen Prozess ausgelöst, der zunächst von Angst getragen war, dann in Überdrüssigkeit überging und bis heute in der Normalisierung endete oder endet.

Die Angst war begründet in der Furcht vor übersteigerter Merkantilisierung und entsprechend einschneidenden Rationalisierungen in allen Bereichen der Arbeitnehmerwelten. Controlling wurde mit Kontrolle über- und gleichgesetzt. Die Überdrüssigkeit schloss sich an als Resultat auf die umfangreiche, subjektiv oftmals sinnlos erscheinende und wiederum subjektiv antizipierte immerwährende Datenerhebung und –sammlung, ohne auf Anhieb Ergebnisse und Folgen dieser Erhebung erkennen zu können. Normalisierung ist bei dem Begriff, dem Wesen und der Praxis des Controllings zwischenzeitlich in vielen Wirtschaftsunternehmen eingetreten: es gehört dazu.

Auch wenn es vielerorts vielleicht noch immer falsch oder zumindest nur teiloptimiert verstanden und durchgeführt wird. Bücherwandweise könnte man Definitionen sammeln, die mehr oder minder relevant den Begriff „Controlling" fixieren. Es ist nicht abwegig, mit Berechtigung einen inflationären Gebrauch des Controlling-Begriffs zu konstatieren. Es wird sozusagen alles „controlled" und Vieles wird unter dem All-Begriff „Controlling" subsumiert. Als Ausgangspunkt der hier anzustellenden Überlegungen und Theorieentwicklungen gilt es eine relativ einfache und allgemeine Definition zu finden. Controlling und Pädagogik passen auf den ersten, vielleicht auch auf den zweiten Blick nicht zusammen.

Und doch soll hier der Versuch unternommen werden, diese scheinbare Kontradiktion „Pädagogisches Controlling" aufzulösen und sogar zu konzeptualisieren. Die Behauptung, Controlling sei nicht gleichzusetzen mit Kontrolle, ist mittlerweile ein Allgemeinplatz. Darauf wird in den folgenden Kapiteln auch nur kurz eingegangen. Die wirtschaftswissenschaftliche Literatur gibt hierzu ausrei chend Antworten. Controlling meint „Steuerung". Dies ist eine in sich einfache Festlegung, die zunächst leicht hinnehmbar erscheint. Jedoch werden durch diese Einfachheit viele näher zu erläuternde Fragen aufgeworfen. Die ersten sich anschließenden und aufdrängenden Fragen lauten:

• Was heißt Steuerung?
• Wer oder was wird gesteuert?
• Durch wen wird dieses „wer oder was" gesteuert?
• Wohin soll gesteuert werden?
• Von wo aus wird gesteuert?
• Wird nur temporär oder andauernd gesteuert?
• Mündet die Steuerung in ein Ziel, in eine Finalität?
• Wie wird gesteuert?

Diese Fragen werden auf der Basis der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur in diesem Kapitel präzisiert, aufgearbeitet und möglichst genau für die dieser Arbeit anstehenden Zwecke beantwortet.

1.1 Was ist und was will Controlling?


Auf die Frage, was Controlling sei, wird berechtigterweise eine eineindeutige definitorische Antwort erwartet. Dies ist in der Theorie keine Schwierigkeit, im Gegensatz zur Praxis: Controlling wurde und wird massenweise definiert, teilweise mit minimalen Nuancen, teilweise mit erheblichen inhaltlichen Unterschieden. Diese begrifflichen Bestimmungen können aber hier nicht umfassend dargestellt und erläutert werden.

Erscheint lt. Verlag 5.2.2009
Zusatzinfo XIII, 255 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Schlagworte Balanced Scorecard • Dienstleistung • Kennzahlen • Pädagogik • Soziale Arbeit • Soziale Dienstleistung
ISBN-10 3-531-91398-0 / 3531913980
ISBN-13 978-3-531-91398-8 / 9783531913988
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