Theatraler Protest und der Weg Polens zu 1989
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Was hat Protest mit Theatralität zu tun? Ein neuer Blick auf den politischen Umbruch von 1989 in Polen.
Um Einzelne oder Gruppen nicht als politische Subjekte anzuerkennen, genügt es, ihnen jegliche Art von Äußerung im öffentlichen Raum zu versagen. Diese Strategie wurde auch in dem totalitären Herrschaftssystem verfolgt, das in Polen zu Zeiten des Kommunismus bestand.
Unter dem Aspekt der Theatralität analysiert Berenika Szymanski in ihrer interdisziplinären Studie, wie dieses System mit Hilfe von öffentlichen Protestakten seitens der Gewerkschaft Solidarnosc, aber auch anderer zivilgesellschaftlicher Akteure, durchbrochen wurde. Diese Perspektive ermöglicht es, einen entscheidenden - bis dato jedoch vernachlässigten - Beitrag zum politischen Umbruch von 1989 herauszuarbeiten.
Berenika Szymanski-Düll ist Professorin für Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt transnationale Theatergeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitherausgeberin der Zeitschrift Forum Modernes Theater. Sie leitet das ERC-Forschungsprojekt T-MIGRANTS. Ihre Forschungsinteressen umfassen Mobilität und Migration, Theater und Gesellschaft sowie Performance Art in Osteuropa.
»Eine informative und abwägend argumentierende Studie [...], die ein breites Spektrum der oppositionellen Gruppierungen und der von diesen benutzten theatralen Strategien in den Blick nimmt. Damit werden wichtige Akteure des politischen Umbruchs in Polen sichtbar, die in der politikwissenschaftlichen Forschung bislang keine Rolle spielten.«
Katarzyna Sliwinska, sehepunkte, 15/3 (2015) 20150301»Eine informative und abwägend argumentierende Studie [...], die ein breites Spektrum der oppositionellen Gruppierungen und der von diesen benutzten theatralen Strategien in den Blick nimmt. Damit werden wichtige Akteure des politischen Umbruchs in Polen sichtbar, die in der politikwissenschaftlichen Forschung bislang keine Rolle spielten.«
»Alles in allem ist [...] ein wichtiges Buch entstanden, das methodisches Neuland betritt und dem man eine weite Verbreitung wünschen muss.«
»Vor dem Hintergrund der kaum mehr zu überblickenden sozialwissenschaftlichen Forschung zu den polnischen Protestbewegungen der 1980er-Jahre stellt sich die Frage, ob [die] Analyse lediglich aus theaterwissenschaftlicher Sicht von Interesse ist oder auch für die Politikwissenschaft einen Mehrwert bietet. Und Letzteres lässt sich eindeutig konstatieren.Das Buch ist auch für viele sozialwissenschaftliche Disziplinen jenseits des engen Bereichs der Transformationsforschung sehr empfehlenswert.«
»Szymanski gelingt es überzeugend, ihr formuliertes Vorhaben umzusetzen. Die Arbeit zeigt, dass die theatralen Protestformen nicht nur Ornament des politischen Umbruchs sind. Vielmehr wird durch sie die politische Mobilisierung für einen Systemwandel erst vollzogen.
Besprochen in:H-Soz-u-Kult, 9 (2012), Saskia Fischer
| Erscheint lt. Verlag | 8.2.2012 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Theater ; 43 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 225 mm |
| Gewicht | 499 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Theater / Ballett |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Schlagworte | 1989 • Civil Society • Contemporary history • Cultural Studies • Kulturwissenschaft • Öffentlichkeit • Polen • Polen; Kultur • Polen; Politik/Zeitgesch. • Polen; Politik/Zeitgeschichte • Politics • Politik • Protest • Solidarnosc • Solidarnosc (Polnische Gewerkschaft) • Theater • Theaterwissenschaft • Theatralität • Theatre • Theatre Studies • Zeitgeschichte • Zivilgesellschaft |
| ISBN-10 | 3-8376-1922-2 / 3837619222 |
| ISBN-13 | 978-3-8376-1922-5 / 9783837619225 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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