Langzeitwirkungen der schulischen Integration
Eine empirische Studie zur Bedeutung von Integrationserfahrungen in der Schulzeit für die soziale und berufliche Situation im jungen Erwachsenenalter
Seiten
2011
|
1. Auflage 2011
Haupt Verlag
978-3-258-07704-8 (ISBN)
Haupt Verlag
978-3-258-07704-8 (ISBN)
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Verbessert schulische Integration von "Lernbehinderten" deren spätere berufliche und soziale Situation? Die vorliegende Langzeitstudie gibt eindeutige Antworten auf diese Frage. Personen mit Schulschwächen und mit Migrationshintergrund sind
ab ihrem zweiten Grundschuljahr bis ins junge Erwachsenenalter untersucht worden. Was bisher Vermutung war, ist durch diese aufwändige Studie eindeutig belegt: Die Separation von schulschwachen und sozial benachteiligten Kindern in Sonder schulen für Lernbehinderte verschlechtert deren Chancen zur beruflichen und sozialen Integration im Erwachsenenalter. Die Forschungsergebnisse lassen bildungs- und sozial politische Schlussfolgerungen zu: Das aktuelle Postulat der Chancengerechtigkeit für alle setzt unter anderem die Abschaffung der Sonderklassen/-schulen
für Lern behinderte voraus. Die Forscher warnen jedoch vor weitergehenden Schluss folgerungen. Die Realisierung von mehr Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung und Berufswelt ist keine Annäherung an das Ideal des verständnisvollen Zusammenlebens von beruflich Erfolgreichen und Erfolglosen. Diesem Ideal stehen weiterhin zentrale Merkmale unseres tradierten Kultur- und Bildungsbegriffs im Weg: Leistungsstärke, Erfolg und Streben nach gesellschaftlichem Prestige. Die diesem Ideal angemessenen pädagogisch-ethischen Forschungsfragen warten weiterhin auf Bearbeitung.
ab ihrem zweiten Grundschuljahr bis ins junge Erwachsenenalter untersucht worden. Was bisher Vermutung war, ist durch diese aufwändige Studie eindeutig belegt: Die Separation von schulschwachen und sozial benachteiligten Kindern in Sonder schulen für Lernbehinderte verschlechtert deren Chancen zur beruflichen und sozialen Integration im Erwachsenenalter. Die Forschungsergebnisse lassen bildungs- und sozial politische Schlussfolgerungen zu: Das aktuelle Postulat der Chancengerechtigkeit für alle setzt unter anderem die Abschaffung der Sonderklassen/-schulen
für Lern behinderte voraus. Die Forscher warnen jedoch vor weitergehenden Schluss folgerungen. Die Realisierung von mehr Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung und Berufswelt ist keine Annäherung an das Ideal des verständnisvollen Zusammenlebens von beruflich Erfolgreichen und Erfolglosen. Diesem Ideal stehen weiterhin zentrale Merkmale unseres tradierten Kultur- und Bildungsbegriffs im Weg: Leistungsstärke, Erfolg und Streben nach gesellschaftlichem Prestige. Die diesem Ideal angemessenen pädagogisch-ethischen Forschungsfragen warten weiterhin auf Bearbeitung.
Urs Haeberlin, Jahrgang 1937, ist Ordentlicher Professor für Heilpädagogik an der Universität Freiburg (Schweiz), und erfolgreicher Autor wissenschaftlicher Bücher. Sein sechzigster Geburstag war für ihn Anlass, diesen Roman zu schreiben und zu publizieren.
| Erscheint lt. Verlag | 12.9.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Beiträge zur Heil- und Sonderpädagogik ; 33 |
| Zusatzinfo | 30 Tab., 12 Abb. |
| Verlagsort | Bern |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 225 mm |
| Gewicht | 221 g |
| Einbandart | kartoniert |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Sonder-, Heil- und Förderpädagogik |
| Schlagworte | Heil- und Sonderpädagogik • Integration • Integrationspädagogik • Lernbehinderung • Schulentwicklung |
| ISBN-10 | 3-258-07704-5 / 3258077045 |
| ISBN-13 | 978-3-258-07704-8 / 9783258077048 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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