Die Menschen-Sammler
Über den Umgang mit menschlichen Überresten im Übersee-Museum Bremen
Seiten
2011
Tectum Wissenschaftsverlag
978-3-8288-2691-5 (ISBN)
Tectum Wissenschaftsverlag
978-3-8288-2691-5 (ISBN)
Viele Museen und Forschungseinrichtungen in aller Welt sind wahre Knochenlager. Hauptsächlich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende trugen Forscher und Abenteurer diese menschlichen Überreste akribisch zusammen. Einige wurden fair eingetauscht oder mit Billigung der Einheimischen entfernt. In anderen Fällen nahmen die Kolonialherren, was sie für wissenschaftlich wertvoll hielten entgegen aller Proteste oder moralischer Bedenken. Doch das Verständnis hat sich gewandelt. Etwa seit 1970 wehren sich indigene Gesellschaften weltweit immer stärker dagegen, dass diese Überreste weiter wissenschaftlich genutzt, ausgestellt oder fern ihres Herkunftsortes aufbewahrt werden. Die Museen wiederum fürchten, wertvolle Objekte zu verlieren. Auch sind die Forderungen nach Rückgabe oft subtiler Teil politischer Bewegungen im Zusammenhang mit dem Verhältnis zwischen ehemaligen Kolonien und ihren Mutterstaaten. Sarah Fründt zeigt unterschiedliche Möglichkeiten auf, mit den problematischen Sammlungen umzugehen. Nur der Dialog mit den Ursprungsgesellschaften kann letztlich zu einer verträglichen Lösung für alle Seiten führen.
Viele Museen und Forschungseinrichtungen in aller Welt sind wahre Knochenlager. Haupts chlich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende trugen Forscher und Abenteurer diese menschlichen berreste akribisch zusammen. Einige wurden fair eingetauscht oder mit Billigung der Einheimischen entfernt. In anderen F llen nahmen die Kolonialherren, was sie f r wissenschaftlich wertvoll hielten entgegen aller Proteste oder moralischer Bedenken. Doch das Verst ndnis hat sich gewandelt. Etwa seit 1970 wehren sich indigene Gesellschaften weltweit immer st rker dagegen, dass diese berreste weiter wissenschaftlich genutzt, ausgestellt oder fern ihres Herkunftsortes aufbewahrt werden. Die Museen wiederum f rchten, wertvolle Objekte zu verlieren. Auch sind die Forderungen nach R ckgabe oft subtiler Teil politischer Bewegungen im Zusammenhang mit dem Verh ltnis zwischen ehemaligen Kolonien und ihren Mutterstaaten. Sarah Fr ndt zeigt unterschiedliche M glichkeiten auf, mit den problematischen Sammlungen umzugehen. Nur der Dialog mit den Ursprungsgesellschaften kann letztlich zu einer vertr glichen L sung f r alle Seiten f hren.
Viele Museen und Forschungseinrichtungen in aller Welt sind wahre Knochenlager. Haupts chlich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende trugen Forscher und Abenteurer diese menschlichen berreste akribisch zusammen. Einige wurden fair eingetauscht oder mit Billigung der Einheimischen entfernt. In anderen F llen nahmen die Kolonialherren, was sie f r wissenschaftlich wertvoll hielten entgegen aller Proteste oder moralischer Bedenken. Doch das Verst ndnis hat sich gewandelt. Etwa seit 1970 wehren sich indigene Gesellschaften weltweit immer st rker dagegen, dass diese berreste weiter wissenschaftlich genutzt, ausgestellt oder fern ihres Herkunftsortes aufbewahrt werden. Die Museen wiederum f rchten, wertvolle Objekte zu verlieren. Auch sind die Forderungen nach R ckgabe oft subtiler Teil politischer Bewegungen im Zusammenhang mit dem Verh ltnis zwischen ehemaligen Kolonien und ihren Mutterstaaten. Sarah Fr ndt zeigt unterschiedliche M glichkeiten auf, mit den problematischen Sammlungen umzugehen. Nur der Dialog mit den Ursprungsgesellschaften kann letztlich zu einer vertr glichen L sung f r alle Seiten f hren.
| Erscheint lt. Verlag | 16.7.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Ethnologie ; 3 |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 251 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie |
| Schlagworte | Anthropologie • Dekolonalisierung • Ethik • Ethnologie • indigene Rechte • Kulturgut • menschliche Überreste • Museum • Museumsethnologie • Repatriierung • Restitution • Source Communities • völkerkundlich • Völkerrecht • Völkerrecht (VölkerR) |
| ISBN-10 | 3-8288-2691-1 / 3828826911 |
| ISBN-13 | 978-3-8288-2691-5 / 9783828826915 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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