Die Reform des deutschen Kommunalverfassungsrechts durch die britische Besatzungsmacht
Wiedereinführung einer demokratischen Stadtverfassung in Lüneburg 1945 und die Neufassung der Deutschen Gemeindeordnung 1946
Seiten
1988
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-8204-0321-3 (ISBN)
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-8204-0321-3 (ISBN)
- Keine Verlagsinformationen verfügbar
- Artikel merken
"Decentralization", "Democratization" und - zunächst etwas schwächer - "Political Re-Education" - das wollten die Briten erreichen, als sie im Frühjahr 1945 Nordwestdeutschland besetzten. Schon in den Untersuchungen des Londoner Foreign Office war dem Kommunalrecht bei dieser Neustrukturierung eine Schlüsselrolle zugewiesen.
Als die Besatzung Ende der 40er Jahre stufenweise aufgehoben wurde, hinterliessen die Briten die Revidierte Deutsche Gemeindeordnung vom 1. April 1946, von den Deutschen (Verwaltungsleitern) heftig als aufoktroyiertes englisches Recht befeindet. Erstaunlicherweise war zugleich das Selbstbewusstsein der Gemeinden deutlich gestärkt. Hatte man um 1930 in Deutschland die "Krise der Selbstverwaltung" debattiert, weil diese in einer Demokratie keine Berechtigung mehr habe, so fühlten sich die Gemeinden jetzt als notwendige Gliederung des demokratischen Staates.
Was die Briten wollten, wie sie es umsetzten und was sie erreichten - kurz: Planung und Implementation der britischen Kommunalreform will diese Arbeit untersuchen und bewerten.
Als die Besatzung Ende der 40er Jahre stufenweise aufgehoben wurde, hinterliessen die Briten die Revidierte Deutsche Gemeindeordnung vom 1. April 1946, von den Deutschen (Verwaltungsleitern) heftig als aufoktroyiertes englisches Recht befeindet. Erstaunlicherweise war zugleich das Selbstbewusstsein der Gemeinden deutlich gestärkt. Hatte man um 1930 in Deutschland die "Krise der Selbstverwaltung" debattiert, weil diese in einer Demokratie keine Berechtigung mehr habe, so fühlten sich die Gemeinden jetzt als notwendige Gliederung des demokratischen Staates.
Was die Briten wollten, wie sie es umsetzten und was sie erreichten - kurz: Planung und Implementation der britischen Kommunalreform will diese Arbeit untersuchen und bewerten.
Aus dem Inhalt: Kommunalrecht in Weimarer Republik und "Drittem Reich" aus britischer Sicht - Wiedereinführung einer demokratischen Stadtverfassung in Lüneburg 1945 - Entwicklung der DGO 1946 und Durchsetzung in Lüneburg - Der Streit um den "split" von Bürgermeister und Gemeindedirektor - Einfluss der Briten auf das Deutsche Kommunalverfassungsrecht - Demokratisierung - Dezentralisierung.
| Erscheint lt. Verlag | 1.7.1988 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Verfassungs- und Verwaltungsrecht unter dem Grundgesetz ; 4 |
| Verlagsort | Frankfurt a.M. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 240 mm |
| Gewicht | 370 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Militärgeschichte |
| Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika | |
| Recht / Steuern ► Rechtsgeschichte | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung ► Politische Systeme | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung ► Staat / Verwaltung | |
| Schlagworte | 1945 • 1946 • Bacmeister • Besatzungsmacht • Britische • demokratischen • deutschen • durch • einer • Gemeindeordnung • KOMMUNALVERFASSUNGS • Kommunalverfassungsrechts • Lüneburg • Neufassung • Reform • Stadtverfassung • Wiedereinführung |
| ISBN-10 | 3-8204-0321-3 / 3820403213 |
| ISBN-13 | 978-3-8204-0321-3 / 9783820403213 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende
Buch | Softcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80
von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart
Buch | Hardcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 69,85