Verdrängung oder Akzeptanz?
Zum Umgang mit Tod in industriellen Gesellschaften anhand des Beispiels AIDS
Seiten
2008
|
2. Aufl.
GRIN Verlag
978-3-638-92923-3 (ISBN)
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,4, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Institut für Ethnologie), Veranstaltung: Krankheit und Gesellschaft, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit befasse ich mich mit dem Thema "Tod und Sterben im Kontext von AIDS in industriellen Gesellschaften". Zunächst werde ich auf Vorstellungen von Körper und Krankheit in der sogenannten "westlichen" Kultur eingehen. Dann beschäftige ich mich mit thanatologischen Fragestellungen, wobei ich die fünf Phasen des Sterbens nach Elisabeth Kübler-Ross, Tod und Sterben in "modernen" Gesellschaften und die Verdrängung des Todes ins Auge fasse. Im vierten Kapitel betrachte ich Sterben und Tod im Kontext von AIDS, bevor ich schließlich auf neue Formen von Sterbebegleitung und Trauer zu sprechen komme.
Im Seminar "Krankheit und Gesellschaft" ging es um diverse Aspekte von Krankheit und Gesundheit unter verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Umständen. Einer dieser Aspekte ist das Thema "Lebenserwartung und Tod", zu dem auch die Krankheit AIDS gehört. Der Umgang mit AIDS, oder auch allgemein mit Sterben und Tod unterscheidet sich, sicherlich auch innerhalb, aber vor allem zwischen verschiedenen Gesellschaften. In dieser Arbeit beschränke ich mich auf die als "industriell", "modern" oder "westlich" bezeichneten Gesellschaften.
In den Augen vieler Menschen sind Sterben und Tod in sogenannten "modernen" Gesellschaften aus dem alltäglichen Leben weitgehend verschwunden. Mit dem Auftreten von AIDS fanden diese, oft als "verdrängt" bezeichnete Themen, seit den 80er Jahren wieder mehr Eingang in öffentliche Diskurse. Der Schock einer unheilbaren "Seuche" in einer Zeit, in der die moderne Medizin doch in der Lage gewesen war, einige schlimme Krankheiten auszulöschen, traf die Menschen, ließ Ängste entstehen und begünstigte ein Klima der Stigmatisierung und Ausgrenzung der mit dem HI-Virus Infizierten. Heute rücken Tod und Sterben im Kontext von AIDS jedoch wieder mehr in den Hintergrund. Während der letzten Jahre seit der Entdeckung des Virus wurden in rasender Geschwindigkeit Medikamente und Therapiemöglichkeiten entwickelt, die den Tod über Jahre hinweg hinauszögern und die Hoffnung nähren, den Tod zu überwinden. Gleichzeitig hatte die Krankheit und ihre Verbreitung, sowie der lange Zeit frühe, schnelle und oft als "grausam" bezeichnete Tod der Erkrankten zur Folge, dass andererseits Tod und Sterben neu in den Blickpunkt der Gesellschaft rückten und neue Wege, damit umzugehen gesucht und gefunden wurden, wie z.B. neue Formen der Sterbebegleitung oder der Trauer.
Im Seminar "Krankheit und Gesellschaft" ging es um diverse Aspekte von Krankheit und Gesundheit unter verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Umständen. Einer dieser Aspekte ist das Thema "Lebenserwartung und Tod", zu dem auch die Krankheit AIDS gehört. Der Umgang mit AIDS, oder auch allgemein mit Sterben und Tod unterscheidet sich, sicherlich auch innerhalb, aber vor allem zwischen verschiedenen Gesellschaften. In dieser Arbeit beschränke ich mich auf die als "industriell", "modern" oder "westlich" bezeichneten Gesellschaften.
In den Augen vieler Menschen sind Sterben und Tod in sogenannten "modernen" Gesellschaften aus dem alltäglichen Leben weitgehend verschwunden. Mit dem Auftreten von AIDS fanden diese, oft als "verdrängt" bezeichnete Themen, seit den 80er Jahren wieder mehr Eingang in öffentliche Diskurse. Der Schock einer unheilbaren "Seuche" in einer Zeit, in der die moderne Medizin doch in der Lage gewesen war, einige schlimme Krankheiten auszulöschen, traf die Menschen, ließ Ängste entstehen und begünstigte ein Klima der Stigmatisierung und Ausgrenzung der mit dem HI-Virus Infizierten. Heute rücken Tod und Sterben im Kontext von AIDS jedoch wieder mehr in den Hintergrund. Während der letzten Jahre seit der Entdeckung des Virus wurden in rasender Geschwindigkeit Medikamente und Therapiemöglichkeiten entwickelt, die den Tod über Jahre hinweg hinauszögern und die Hoffnung nähren, den Tod zu überwinden. Gleichzeitig hatte die Krankheit und ihre Verbreitung, sowie der lange Zeit frühe, schnelle und oft als "grausam" bezeichnete Tod der Erkrankten zur Folge, dass andererseits Tod und Sterben neu in den Blickpunkt der Gesellschaft rückten und neue Wege, damit umzugehen gesucht und gefunden wurden, wie z.B. neue Formen der Sterbebegleitung oder der Trauer.
| Reihe/Serie | Akademische Schriftenreihe |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 49 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie ► Volkskunde |
| ISBN-10 | 3-638-92923-X / 363892923X |
| ISBN-13 | 978-3-638-92923-3 / 9783638929233 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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