Zwischen Emotion und Kalkül
'Heimat' als Argument im Prozess der Moderne
Seiten
2010
|
1., Auflage
Leipziger Uni-Vlg (Verlag)
978-3-86583-508-6 (ISBN)
Leipziger Uni-Vlg (Verlag)
978-3-86583-508-6 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
keine Neuauflage - Artikel merken
Äußerer Anstoß für die im vorliegenden Band dokumentierte Dresdner Tagung „Zwischen Emotion und Kalkül. ‚Heimat‘ als Argument im Prozess der Moderne“ im Frühjahr 2008 war die Gründung des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz vor einhundert Jahren (1908). Dieses Jubiläum bot Anlass, über die historische Entwicklung und zeitspezifischen Bedingungen von Konstrukten regionaler Identität zu reflektieren sowie die aktuellen Prozesse räumlicher Orientierung im Spannungsfeld gesellschaftlicher Zuweisungen und subjektiver Aneignungen in den Blick zu nehmen.
Heimat, Lokalität und Regionalbezüge sind gerade in der Gegenwart kulturwissenschaftlich neu zu reflektierende Größen geworden. Denn Umbrüche vollziehen sich auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Feld: Lebenswelten werden zunehmend flexibel; Arbeitsmarkt und Wirtschaftshandeln internationalisieren sich, ihre Orientierung an verbindlichen Regeln wird schwächer. In diesem Zusammenhang hat die Annahme deutlicher Raumgebundenheit von Kultur an Geltung verloren. Damit stellt sich die Frage neu, welcher Stellenwert der Ortsbezogenheit in der Moderne zukommt und wie diese hergestellt wird. Der konkrete Ort als identitätsstiftender Raum gibt sich dabei als Produkt sozialer Praxis und symbolischer Zuschreibungen zu erkennen. Und er verliert offensichtlich nicht an Relevanz. Die Muster raumbezogener Beheimatung, die sich in Reaktion auf die Zumutungen der Moderne herausgebildet haben, unterliegen freilich einem deutlichen Wandel.
Heimat, Lokalität und Regionalbezüge sind gerade in der Gegenwart kulturwissenschaftlich neu zu reflektierende Größen geworden. Denn Umbrüche vollziehen sich auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Feld: Lebenswelten werden zunehmend flexibel; Arbeitsmarkt und Wirtschaftshandeln internationalisieren sich, ihre Orientierung an verbindlichen Regeln wird schwächer. In diesem Zusammenhang hat die Annahme deutlicher Raumgebundenheit von Kultur an Geltung verloren. Damit stellt sich die Frage neu, welcher Stellenwert der Ortsbezogenheit in der Moderne zukommt und wie diese hergestellt wird. Der konkrete Ort als identitätsstiftender Raum gibt sich dabei als Produkt sozialer Praxis und symbolischer Zuschreibungen zu erkennen. Und er verliert offensichtlich nicht an Relevanz. Die Muster raumbezogener Beheimatung, die sich in Reaktion auf die Zumutungen der Moderne herausgebildet haben, unterliegen freilich einem deutlichen Wandel.
| Erscheint lt. Verlag | 24.9.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde ; 35 |
| Zusatzinfo | mehrere z.T. farb. Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 160 x 230 mm |
| Gewicht | 524 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Ethnologie ► Volkskunde |
| Schlagworte | 27. und 28.03.2008 • Aneignung • Begriff • Bindung • Gegenwart • Geschichte • Gesellschaft • Heimat • Identität • Konstrukt • Konzept • Lokalität • Moderne • Ort • Ostdeutschland • Politik • Raum • Region • Stadt • Tagung Technische Universität Dresden • Veranderung • Verortung • Volkskunde • Wandel • Wirtschaft • Zuschreibungen |
| ISBN-10 | 3-86583-508-2 / 3865835082 |
| ISBN-13 | 978-3-86583-508-6 / 9783865835086 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
von grimmschen Märchen, germanischen Mythen und den Gesängen der …
Buch | Hardcover (2024)
Edition Roter Drache (Verlag)
CHF 22,40
die philosophische Würde der Komödie
Buch | Hardcover (2025)
S. Fischer (Verlag)
CHF 36,40
an Ethnography of crowds and unruly sounds
Buch | Softcover (2024)
Oxford University Press Inc (Verlag)
CHF 39,95