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Musikwissenschaft und Kalter Krieg

Das Beispiel DDR

Matthias Tischer (Herausgeber)

Buch | Softcover
V, 195 Seiten
2010
Böhlau Köln (Verlag)
978-3-412-20586-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Musikwissenschaft und Kalter Krieg -
CHF 64,90 inkl. MwSt
Der Band geht, Friedrich Schiller paraphrasierend, der Frage nach: "Warum und zu welchem Ende studiert man Musikgeschichte?" Diese Frage ist keine zweckfreie Selbstbespiegelung weltfremder Geisteswissenschaftler. Vielmehr bemühen sich die Beiträger um die theoretische Erschließung des Terrains, auf dem eine künftige Musikgeschichte der DDR als Teil einer Kulturgeschichte des Kalten Krieges situiert werden kann. Bei aller Verschiedenheit der Ansätze verdeutlichen die Aufsätze in ihrer Gesamtheit, welch enormes Potenzial eine innovative, selbstreflexive und selbstbewusste Musikforschung in sich birgt.

Matthias Tischer studierte Klarinette bei Ralph Manno, Jan Doormann und Jean François Benda, Musikwissenschaft, Schulmusik, Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie, Germanistik und Soziologie in München, Weimar und Jena. Nach einer Promotion über Inhaltsästhetik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts habilitierte er sich nach Forschungsaufenthalten in Berlin und Harvard am gemeinsamen Institut der Musikhochschule Weimar und der Universität Jena, wo er neben Lehraufträgen in Berlin, Hannover und Oldenburg als Privatdozent tätig war. Er ist Professor für Ästhetik und Kommunikation an der Hochschule Neubrandenburg. Seit 2016 vertritt er eine Professur für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sein Interesse richtet sich auf die Musikverhältnisse vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart aus historischer, ästhetischer, soziologischer, pädagogischer und medientheoretischer Perspektive.

Albrecht von Massow ist Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Vorwort

Matthias Tischer
Musikgeschichte schreiben für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts

Günter Mayer
Reflexionen zur Methodologie der Musikgeschichtsschreibung

Stefan Weiss
Landschaft mit Komponisten. Die DDR als Protagonistin von Musikgeschichte

Philip V. Bohlman
600 Jahre DDR-Musikgeschichte am Beispiel deutscher Volkslieder demokratischen Charakters

Albrecht von Massow
Autonomie und Kontext. Ein Beitrag zur Theorie der Musikgeschichtsschreibung am Beispiel von Neuer Musik in der DDR

Elaine Kelly
Reading the Past in the German Democratic Republic. Thoughts on Writing Histories of Music

Christoph Flamm
Musik, Diktatur, Geschichtsschreibung. Fünf Anmerkungen

Nina Noeske
Sozialistischer Realismus als Männerphantasie?›Gender‹ als Kategorie einer DDR-Musikgeschichte

Gerd Rienäcker
'Haben wir eine marxistische Musiktheorie?'

Matthias Tischer
Erfragte Geschichte. Praktisches zu einer Theorie der Oral History

Die Autorinnen und Autoren

Erscheint lt. Verlag 3.9.2010
Reihe/Serie KlangZeiten ; Band 007
Co-Autor Stefan Weiss, Christoph Flamm, Gerd Rienäcker, Elaine Kelly, Matthias Tischer, Albrecht Massow
Zusatzinfo 2 Illustration(en), schwarz-weiß
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 408 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Musik Musikgeschichte
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Europäische / Internationale Politik
Schlagworte DDR • Deutsche Demokratische Republik (DDR), Musik • Deutsche Demokratische Republik, Musik • Hardcover, Softcover / Musik/Musikgeschichte • Kalter Krieg • Musikwissenschaft
ISBN-10 3-412-20586-9 / 3412205869
ISBN-13 978-3-412-20586-7 / 9783412205867
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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