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Die Auflösung der Weltordnungen

Essay

(Autor)

Buch | Hardcover
248 Seiten
2010
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-42162-8 (ISBN)
CHF 37,90 inkl. MwSt
Der international erfolgreiche Romancier und Essayist Amin Maalouf, geboren im Libanon und seit vielen Jahren in Frankreich ansässig, ein »Wanderer zwischen den Welten«, beschreibt, anschließend an seinen vor zehn Jahren erschienenen Essay Mörderische Identitäten (edition suhrkamp 2159), die krisenhafte »Entregelung« - in ethischer und intellektueller, geopolitischer, ökonomischer und »klimatischer« Hinsicht -, von der der Westen ebenso wie der Nahe Osten aus unterschiedlichen Gründen betroffen sind. Wo es für Autoren wie Samuel P. Huntington, aber auch Stefan Weidner (Manual für den Kampf der Kulturen. Warum der Islam eine Herausforderung ist) um einen »Kampf der Kulturen« geht, diagnostiziert Maalouf einen Zustand der Erschöpfung, in den die beiden Kulturen verfallen seien - aus dem nur eine Besinnung auf die eigenen Werte (dessen, was beide unterscheidet) sowie die Zukunft (die nur eine gemeinsame sein kann) hinausführen werde.Anschaulichkeit und Plausibilität gewinnt der Essay durch Amin Maaloufs intime Kenntnis der jüngeren und jüngsten Geschichte des Nahen Ostens, der das Buch einige überraschende Lehren zur Bewältigung der gegenwärtigen Krise verdankt.

Amin Maalouf wurde 1949 im Libanon geboren und lebt seit 1976 als Journalist und Schriftsteller in Frankreich. Er bereiste über sechzig Länder und gilt als anerkannter Spezialist für Fragen der arabischen Welt und der Beziehungen zwischen Okzident und dem Nahen Osten. Amin Maalouf war Chefredakteur der Wochenzeitschrift An Nahar International sowie des Magazins Jeune Afrique, während des Vietnamkriegs und der Islamischen Revolution arbeitete er als Kriegsberichterstatter. Als Buchautor hat er bisher sieben Romane veröffentlicht, seine Werke sind in etwa 25 Sprachen übersetzt worden und sein erstes Werk Die Kreuzzüge aus der Sicht der Araber (1983) ist zu einem Standardwerk geworden. Im August 2000 wurde bei den Salzburger Festspielen (in Zusammenarbeit mit der finnischen Komponistin Kija Saariaho) die erste Oper nach einem Libretto des Autors uraufgeführt: L'amour de loin.  

Andrea Spingler, geboren 1949 in Stuttgart, ist seit 1980 als freie Übersetzerin tätig. Sie hat unter anderem Werke von Marguerite Duras, Alain Robbe-Grillet, Patrick Modiano, Jean-Paul Sartre, André Gide ins Deutsche übertragen. 2007 wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Preis für herausragende deutsch-französische Übersetzungen ausgezeichnet, 2012 mit dem Prix lémanique de la traduction und 2021 mit dem Paul-Celan-Preis für ihr Gesamtwerk an Übersetzungen. Sie lebt in Oldenburg und Südfrankreich.

Trügerische Siege
Die abhanden gekommenen Legitimitäten
Eingebildete Gewißheiten
Eine zu lange Vorgeschichte
Nachbemerkung

»Weil Religion in Maaloufs Essay nicht so entscheidend ist, ... ist sein Buch versöhnlich.« Julia Lauer Frankfurter Allgemeine Zeitung 20101021

»Weil Religion in Maaloufs Essay nicht so entscheidend ist, ... ist sein Buch versöhnlich.«

Erscheint lt. Verlag 23.6.2010
Übersetzer Andrea Spingler
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Original-Titel Le dérèglement du monde. Quand nos civilisations s'épuisent
Maße 126 x 205 mm
Gewicht 344 g
Themenwelt Literatur Essays / Feuilleton
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Europäische / Internationale Politik
Schlagworte Essay • Frankreich • Irak • Iran • Islamische Staaten • Israel • Kulturkonflikt • Le dérèglement du monde. Quand nos civilisations s'épuisent deutsch • Libanon • Naher Osten • Palästina • Paul-Celan-Preis 2021 • Pix Goncourt 1993 • Prinz-von-Asturien-Preis 2010 • Prinz-von-Asturien-Preis 2010 • Veillon-Preis 1999 • Veillon-Preis 1999 • Wertordnung • Westeuropa • Westliche Welt • Zeitfragen • Zukunft
ISBN-10 3-518-42162-X / 351842162X
ISBN-13 978-3-518-42162-8 / 9783518421628
Zustand Neuware
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