Die postmortale Gesellschaft
Seiten
2010
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-16922-4 (ISBN)
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-16922-4 (ISBN)
Die international bekannte Soziologin mit ihrer Analyse der "Postmortalen Gesellschaft"
"Wir wollen versuchen, sehenden Auges in den Tod einzugehn. " Marguerite Yourcenar, Erinnerungen des Hadrian Mit dem Tod ist nicht zu spaßen. Sobald wir uns an seine Ufer wagen, mahnt uns die philosophische Tiefe der Fragen, die er aufwirft, zu grö- möglicher Vorsicht. Den Theologen, Philosophen und Dichtern wollen wir es überlassen, die unendliche Weite der geistigen und existenziellen Räume zu erforschen, die er beansprucht, und uns in den folgenden Seiten darauf beschränken, seine Spiegelbilder im gesellschaftlichen Leben zu betrachten. Über den Tod als solchen werden wir kaum etwas aussagen, außer dass er seit Beginn der Geschichte vom kollektiven Bewusstsein der menschlichen Gesellschaften so erschreckend Besitz ergreift, dass man symbolische Bo- werke aufrichten musste, um Zuflucht vor ihm zu finden. In Ton gemeißelt hat das Gilgamesh-Epos Jahrtausende durchquert, um vom Geschick des Menschen zu zeugen, das ihm aufnötigt, sich seiner Endlichkeit als dem Beweis für humanes Dasein zu stellen: "Als die götter die menschheit - schufen haben sie zugleich den tod für sie bestimmt - und punkt. nichts vermag vergessen zu machen daß sie auch deinen bruder sein schicksal - ben erleiden lassen - daran ist nichts zu ändern noch wäre es das jemals 1 gewesen.
"Wir wollen versuchen, sehenden Auges in den Tod einzugehn. " Marguerite Yourcenar, Erinnerungen des Hadrian Mit dem Tod ist nicht zu spaßen. Sobald wir uns an seine Ufer wagen, mahnt uns die philosophische Tiefe der Fragen, die er aufwirft, zu grö- möglicher Vorsicht. Den Theologen, Philosophen und Dichtern wollen wir es überlassen, die unendliche Weite der geistigen und existenziellen Räume zu erforschen, die er beansprucht, und uns in den folgenden Seiten darauf beschränken, seine Spiegelbilder im gesellschaftlichen Leben zu betrachten. Über den Tod als solchen werden wir kaum etwas aussagen, außer dass er seit Beginn der Geschichte vom kollektiven Bewusstsein der menschlichen Gesellschaften so erschreckend Besitz ergreift, dass man symbolische Bo- werke aufrichten musste, um Zuflucht vor ihm zu finden. In Ton gemeißelt hat das Gilgamesh-Epos Jahrtausende durchquert, um vom Geschick des Menschen zu zeugen, das ihm aufnötigt, sich seiner Endlichkeit als dem Beweis für humanes Dasein zu stellen: "Als die götter die menschheit - schufen haben sie zugleich den tod für sie bestimmt - und punkt. nichts vermag vergessen zu machen daß sie auch deinen bruder sein schicksal - ben erleiden lassen - daran ist nichts zu ändern noch wäre es das jemals 1 gewesen.
Céline Lafontaine ist Professorin für Soziologie an der Universität Montreal.
Der Horizont der postmortalen Gesellschaft.- Die neuen Grenzen des Todes.- Von der Entropie zum Selbstmord der Zelle. Die biomedizinische Dekonstruktion des Todes.- Der regenerierte Körper. Der Kampf gegen das Altern und die verlängerte Langlebigkeit.- Vom Ziel der Vervollkommnung zur Unsterblichkeit. Das endlose Leben des Posthumanen.- Die Rückkehr des Todes. Ende des Lebens - Ende des Sinns.- Schluss.
| Erscheint lt. Verlag | 15.4.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Neue Bibliothek der Sozialwissenschaften |
| Co-Autor | Nina Jakoby |
| Übersetzer | Annette Foegen |
| Zusatzinfo | 196 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 315 g |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Soziologie |
| Schlagworte | Biopolitik • Gesellschaft • Individuum • Leben • Selbstbestimmung • Sozialwissenschaften • Soziologie • Tod |
| ISBN-10 | 3-531-16922-X / 353116922X |
| ISBN-13 | 978-3-531-16922-4 / 9783531169224 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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