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Memento mori

Bild und Text in Totentänzen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit

(Autor)

Buch | Hardcover
353 Seiten
2011
Böhlau Verlag
978-3-412-20422-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Memento mori - Susanne Warda
CHF 63,90 inkl. MwSt
  • Titel erscheint in neuer Auflage
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Der spätmittelalterliche Totentanz zeichnet sich in seiner typischen Form durch die Kombination von Bild und Text aus: Dialogstrophen begleiten den gemalten Reigentanz von Mensch und Tod. Hierbei formen Text und Bild ein komplexes Beziehungsgefüge, das durch vielfältige Techniken etabliert wird. Die Intention des Totentanzes – das mahnende und belehrende »memento mori« – wird dadurch besonders eindrucksvoll realisiert. Im vorliegenden Band werden die Text-Bild-Kombinationen verschiedener Totentänze untersucht und auch die Beziehungen der Werke untereinander in den Blick genommen. Den Schwerpunkt bilden dabei deutschsprachige Beispiele, doch auch andere europäische Totentanz-Traditionen werden berücksichtigt.

1. Einleitung
1.1. Bemerkungen zum Korpus der untersuchten Totentänze
2. Theoretischer Teil
2.1. Kurzer Abriß der Forschungsgeschichte zum Thema Text und Bild
2.2. Grundsätzliches zur Verbindung von Text und Bild
2.2.1. Semiotische Grundlagen der Bild-Text-Kommunikation
2.2.2. Bildlektüre – Lesen von Bildern
2.2.3. Exkurs: Sind Totentänze narrativ?
2.3. Grundsätzliches zur Bimedialität von Totentänzen
2.3.1. Grundfragen bei der Untersuchung von Text-Bild-Beziehungen in Totentänzen
2.3.2. Zum Stand der Totentanz-Forschung – Kurzer Überblick
2.3.3. Zu den möglichen Ursprüngen der Totentänze:
Vorstellung verschiedener Ansätze.
2.3.4. Aspekte des Raumes – Monumentaler Totentanz vs. Buchtotentanz.
2.3.5. Wie entstand ein Totentanz? Praktisches Vorgehen bei der Zusammenstellung von Texten und Bildern.
2.3.6. Zur Bedeutung von Restaurierungen und Umgestaltungen
3. Einzeluntersuchungen der Totentänze
3.1. Die niederdeutschen Totentänze
3.1.1. Der Totentanz in der Lübecker Marienkirche von 1463.
3.1.1.1. Der spätmittelalterliche Totentanz in seiner ursprünglichen Form
3.1.1.2. Der neue Text Schlotts im Verhältnis zum Bild .
3.1.2. Die Inkunabel Des dodes dantz, Lübeck 1489
3.1.3. Der Frühdruck Dodendantz, Lübeck 1520
3.1.4. Der Berliner Totentanz
3.1.5. Der Prosa-Totentanz in Hermann Botes „Hannoverscher Weltchronik“
3.1.6. Die Wismarer Totentänze.
3.1.7. Das Westfälische Totentanzfragment
3.1.8. Der dänische Totentanz, Kopenhagen 1550
3.2. Die mitteldeutschen Totentänze
3.2.1. Der mittelrheinische Totentanz.
3.2.1.1. Der Knoblochtzer-Druck
3.2.1.2. Die Kasseler Handschrift
3.2.1.3. Die Zimmernsche Handschrift
3.2.1.4. Der Totentanz von Kienzheim
3.2.1.5. Der Nordböhmische Totentanz
3.2.1.6. Seitenblick: Die mittelniederländische Totentanz-Überlieferung
3.3. Die oberdeutschen Totentänze
3.3.1. Der oberdeutsche vierzeilige Totentanz-Text
3.3.1.1. Die lateinisch-deutsche Mischfassung
3.3.1.2. Das Heidelberger Blockbuch
3.3.1.3. Das Münchner Blockbuch
3.3.1.4. Ein Sonderfall: Der Gossembrot-Totentanz
3.3.2. Die Basler Totentänze
3.3.2.1. Der Basler Totentanz auf dem Friedhof der Predigerkirche – Überblick
3.3.2.2. Die Restaurierung durch Hans Hug Kluber im Jahre 1568
3.3.2.3. Hulderich Frölichs Totentanz-Drucke
3.3.2.4. Die neuentdeckte Gouachenfolge des Basler Totentanzes
3.3.2.5. Merians Kupferstiche
3.3.2.6. Der Basler Totentanz in Beziehung zum Klingentaler Wandgemälde
3.3.2.7. Die Bedeutung der restaurierten Originalfragmente
3.3.2.8. Schlußfolgerungen: Bild und Text im Basler Totentanz
3.3.3. Der Berner Totentanz
3.3.3.1. Der Berner Totentanz und seine Stellung in der oberdeutschen Überlieferung
3.3.3.2. Bild und Text im Berner Totentanz
3.3.4. Die Todesbilder von Hans Holbein dem Jüngeren – Ausblick in die Frühe Neuzeit
3.4. Exkurs: Totentänze außerhalb des deutschen Sprachraums
4. Bild und Text in Totentänzen – Ergebnisse
4.1. Texttraditionen – Bildtraditionen
4.1.1. Die niederdeutschen Totentänze .
4.1.2. Die mitteldeutschen Totentänze
4.1.3. Die oberdeutschen Totentänze
4.2. Gegenseitige Bezugnahme und Zusammenwirken von Text und Bild
4.3. Text und Bild und ihre spezifischen Aufgaben in den Totentänzen
5. Schlußbemerkung
Anhang
Tabellen und Übersichten zu den untersuchten Totentänzen
Tabelle 1: Der Kienzheimer Totentanz im Vergleich zur ober- und mitteldeutschen Überlieferung
Tabelle 2: Synoptische Tabelle der Figurenreihenfolge in den Text und Bildzeugen des mittelrheinischen Totentanzes
Tabelle 3: Modell des letzten Teils des Basler Totentanzes auf der Friedhofsmauer des Predigerklosters.
Tabelle 4: Synoptische Tabelle zum Basler Totentanz, Klingentaler Totentanz und oberdeutschen vierzeiligen Totentanz
Literaturverzeichnis
Abkürzungen
Bibelstellen-Register
Stichwortverzeichnis
Benutzungshinweis zu der beigelegten CD-ROM
Bildnachweis

Erscheint lt. Verlag 3.2.2011
Reihe/Serie Pictura et Poesis ; Band 029
Zusatzinfo 10 s/w-Abb. auf 8 Taf. Mit CD-ROM-Beilage.
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Maße 184 x 266 mm
Gewicht 1030 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Kunstgeschichte / Kunststile
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Sozialwissenschaften Ethnologie
Schlagworte Frühe Neuzeit • Reigentanz • Spätmittelalter • Totentanz • Totentanz (Kunst)
ISBN-10 3-412-20422-6 / 3412204226
ISBN-13 978-3-412-20422-8 / 9783412204228
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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