Alltags- und Lebensökonomie (eBook)
285 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-86234-855-8 (ISBN)
Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky ist Betriebs- und Volkswirt und Professor für Haushalts- und Konsumökonomik an der Universität Bonn.
Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky ist Betriebs- und Volkswirt und Professor für Haushalts- und Konsumökonomik an der Universität Bonn.
Inhalt 9
Vorwort 13
Abbildungsverzeichnis 17
Abkürzungsverzeichnis 19
1 Gegenstand, Ziel und Darstellung der Analyse 21
1.1 Gegenstand des Forschungsprojekts 21
1.2 Ziel des Forschungsprojekts 23
1.3 Aufbau des Untersuchungsberichts 24
2 Grundlagen der Analyse 27
2.1 Situation und Stand der ökonomischen Grundbildung 27
2.1.1 Auf der Suche nach dem Wirtschaftsfach in den allgemein bildenden Schulen 27
2.1.2 Die Kategorien Wirtschaftsgesellschaft und Wirtschaftsordnung als Grundlagen der ökonomischen Bildung 31
2.1.3 Die Kategorien Arbeit und Konsum als Grundlagen der ökonomischen Bildung 37
2.1.4 Finanzielle Bildung als Ersatz oder Ergänzung der ökonomischen Bildung 39
2.1.5 Empirische Erkenntnisse zum Stand der ökonomischen und finanziellen Bildung 42
2.2 Kompetenzen durch ökonomische Bildung 45
2.2.1 Leitbilder, Kompetenzen und Standards ökonomischer Bildung 45
2.2.2 Schlüsselkompetenzen für eine persönlich erfolgreiche und gesellschaftlich verantwortliche Lebensgestaltung 48
2.2.3 Ökonomische Verbraucherkompetenzen für einen persönlich erfolgreichen und gesellschaftlich verantwortlichen Konsum 55
Anhang: Standards der ökonomischen Bildung nach DEGÖB 56
2.3 Wirtschaftstheoretische und empirische Grundlagen der Analyse 63
2.3.1 Wirtschaft als fundamentaler Aspekt der Lebenswelt 63
2.3.2 Methodologischer Individualismus als Erkenntnisverfahren 66
2.3.3 Empirische Skizze der Alltags- und Lebensökonomie 69
3 Haushalte und Unternehmen in der traditionellen Mikroökonomik 75
3.1 Zum Forschungsprogramm der Mikroökonomik 75
3.1.1 Mikroökonomik und Makroökonomik 75
3.1.2 Klassische und neoklassische Ökonomik 78
3.2 Verhaltens- und Umweltannahmen für die Modellbildung 80
3.2.1 Zum wissenschaftstheoretischen Charakter der Annahmen 80
3.2.2 Nutzen und Grenznutzen 83
3.2.3 Haushalte und Unternehmen 86
3.3 Elementare Modelle des Haushalts und der Unternehmung 89
3.3.1 Theorie der Nachfrage 89
3.3.2 Haushalte als Anbieter 96
3.3.3 Elementares Modell der Unternehmung 100
4 Ergänzungen für das Verständnis der Alltags- und Lebensökonomie 107
4.1 Neo-neoklassische Haushalts- und Familienökonomik 108
4.1.1 Theorie der Allokation der Zeit 108
4.1.2 Humankapitaltheorie 115
4.1.3 Ökonomik der Familie und Bevölkerungsökonomik 119
4.2 Weitere Neue Ökonomiken zur Analyse von Institutionen 126
4.2.1 Neue Institutionenökonomik und Transaktionskostenökonomik 126
4.2.2 Verbändeökonomik 133
4.2.3 Evolutorische Ökonomik 137
4.2.4 Verhaltensökonomik 142
4.3 Ökonomik der natürlichen Umwelt 152
4.3.1 Umweltökonomik 152
4.3.2 Ökologische Ökonomik 159
5 Alltags- und Lebensökonomie in der ökonomischen Bildung 165
5.1 Haushalts- und Wohlfahrtsproduktion als Paradigma 166
5.1.1 Ein Modell der endlichen Wohlfahrtsproduktion als Alternative zum Modell des Wirtschaftskreislaufs 166
5.1.2 Zur Entwicklung der Bildungskonzepte für die Alltags- und Lebensökonomie 174
5.2 Zertifikatkurs Neue Hauswirtschaft für die hauswirtschaftliche und familienbezogene Erwachsenenbildung 183
5.2.1 Das Basismodul: Neue Hauswirtschaft für die postmoderne Gesellschaft 183
5.2.2 Die Aufbaumodule: Neue Arbeitsbereiche und Medien für Haushalte und Familien 186
5.3 Grundkurs Alltags- und Lebensökonomie für die Wirtschaftslehre in Schulen 190
5.3.1 Sich selbst als Akteur wahrnehmen, Persönlichkeit entwickeln, Lernen als Humanvermögensbildung begreifen 190
5.3.2 Bedürfnisse erkennen, als Wünsche konkretisieren und Ziele setzen 193
5.3.3 Zielbildungs- und Entscheidungsprozesse gestalten, Kosten und Nutzen abwägen 197
5.3.4 Ziele verfolgen, Mittel einsetzen, Entscheidungen umsetzen, Institutionen nutzen 199
5.3.5 Langfristig denken, planen und kontrollieren, nachhaltig handeln 208
5.3.6 Berufliche Zukunft entwerfen, unternehmerisch denken und handeln 213
5.3.7 Freundschaft und Freizeit gestalten 217
5.3.8 Lebensmittelpunkt bestimmen, Haushalt und Familie gründen 221
5.3.9 Gesellschaft mitgestalten, Verantwortung übernehmen 225
5.3.10 Umwelt schützen, Nachhaltigkeit praktizieren, Naturkapital erhalten 229
5.3.11 Alltags- und Lebensprobleme meistern, wo gibt es Rat und Hilfe? 232
6 Zusammenfassung und Ausblick 237
6.1 Grundlagen des Konzepts der Alltags- und Lebensökonomie 237
6.2 Modularisierter Grundkurs Alltags- und Lebensökonomie 240
6.3 Variationen und Ergänzungen des Grundkurses 242
Literaturverzeichnis 247
"6 Zusammenfassung und Ausblick (S. 237-238)
6.1 Grundlagen des Konzepts der Alltags- und Lebensökonomie
Das Bildungskonzept der Alltags- und Lebensökonomie zielt auf die Förderung von allgemeinen und grundlegenden Kompetenzen zur Bewältigung der ökonomischen Anforderungen in der Alltags- und Lebenswelt, also dem selbst organisierten Umgang mit Knappheit und Unsicherheit bzw. Ungewissheit über die Zukunft sowie dem abwägenden Denken in Alternativen. Dabei wird der private Haushalt als Ausgangspunkt gesehen.
Die Lernbedeutung ergibt sich insbesondere daraus, dass die ersten ökonomischen Erfahrungen im Familienhaushalt gewonnen werden und die Gründung eines eigenen Haushalts zu den wichtigsten Entwicklungsaufgaben beim Übergang ins Erwachsenenleben gehört. Individuen gründen aber nicht nur private Haushalte, sondern sehr häufig auch Familien und nicht selten Unternehmen und Vereine; oder sie beteiligen sich an deren Gründung und Entwicklung. Durch die individuellen Aktivitäten auf der Mikroebene der vielen einzelnen Haushalte werden schließlich auch die Meso- und Makrostrukturen vonWirtschaft und Gesellschaft mitbestimmt. Dies alles bleibt in der herkömmlichen ökonomischen Bildung weitgehend unberücksichtigt.
Anlass für die Entwicklung des fachdidaktischen Konzepts der alltags- und lebensökonomischen Bildung waren zum einen die vielfach beklagte kritische Situation der schulischen Wirtschaftssozialisation und zum anderen die oben bereits angesprochenen Erkenntnisse. Auch dort, wo Wirtschaft in den Lehrplänen der Schulen als Fach oder als Lernbereich in einem Fächerverbund verankert ist, hat derWirtschaftsunterricht in den meisten Bundesländern eine randständige Bedeutung.
Dies dürfte zumindest auch an den theoretischen Grundlagen liegen, die von den traditionellen Konzepten der Mikro- und Makroökonomik ausgehen und damit andere Teilbereiche der ökonomischen Theorie sowie konkrete Handlungsbereiche des ökonomischen Alltags nur unzureichend einbeziehen. Das traditionelle Grundmodell der schulischen Wirtschaftsbildung ist der Geld- und Güterkreislauf. Damit werden aber nur die geldvermittelten Beziehungen im Wirtschaftsleben abgebildet und die Aktivitäten von Haushalten und Unternehmen auf dichotomisch stilisierte Rollen als Marktteilnehmer fixiert, und zwar als Konsumenten, d. h. als Anbieter von Arbeitskraft und Geld sowie Nachfrager nach Konsumgütern am Markt, sowie als Produzenten, d. h. als Nachfrager nach Arbeit und Geld sowie Anbieter von Marktgütern.
Neuerdings wird versucht, die abstrakte Modellwelt durch eine spezielle Finanzbildung zu ergänzen oder sogar zu ersetzen. Aber damit wird die angedeutete Lücke lediglich zum Teil und fast immer nur im Rahmen der traditionellen Theorie gefüllt. Das Konzept der Alltags- und Lebensökonomie bietet dagegen einen neuen Zugang zur ökonomischen Bildung."
| Erscheint lt. Verlag | 16.6.2011 |
|---|---|
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Schulbuch / Wörterbuch ► Schulbuch / Allgemeinbildende Schulen |
| Geisteswissenschaften | |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| Wirtschaft ► Volkswirtschaftslehre | |
| Schlagworte | Alltagsökonomie • Lebensökonomie • Ökonomische Bildung |
| ISBN-10 | 3-86234-855-5 / 3862348555 |
| ISBN-13 | 978-3-86234-855-8 / 9783862348558 |
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