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LernCafé - JobPate - Alpha-Team (eBook)

Neue Ideen für die Grundbildung
eBook Download: PDF
2010 | 1. Auflage
170 Seiten
WBV Media (Verlag)
978-3-7639-4703-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

LernCafé  - JobPate - Alpha-Team -  Tuija Schulte-Hyytiäinen
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Das moderne Arbeitsleben fordert von gering qualifizierten Mitarbeitern höhere Kompetenzen. Lebensbegleitendes Lernen wird auch für diese Zielgruppe notwendig. Das Hamburger Projekt GRAWiRA hat neue Angebote entwickelt und in verschiedenen Einsatzbereichen erprobt: Das LernCafé ist ein Lernsetting für individualisiertes, computergestütztes Lernen in ungezwungenen Lerngruppen und mit spezieller Lernbegleitung. Das Konzept erreicht sowohl bildungsferne Erwachsene als auch Jugendliche mit negativen Lernerfahrungen. Beim Konzept des JobPaten rückt ein persönlicher Berater die positiven Lebenserfahrungen und tatsächlichen Fähigkeiten der Lernenden in den Vordergrund. Gemeinsam werden die Kompetenzen und beruflichen Möglichkeiten der Lernenden ermittelt. Das Konzept Alpha-Team bindet Kursteilnehmende in Öffentlichkeitsarbeit und Entwicklung von Grundbildungsangeboten mit ein. Mit ihrem Beispiel motivieren sie andere potenzielle Lernende und erweitern gleichzeitig ihre eigenen Kompetenzen.

Tuija Schulte-Hyytiäinen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt GRAWiRA der Hamburger Volkshochschule und u.a. für die Arbeitsgruppe 'Nachholende Grundbildung für Jungerwachsene' zuständig.

Tuija Schulte-Hyytiäinen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt GRAWiRA der Hamburger Volkshochschule und u.a. für die Arbeitsgruppe "Nachholende Grundbildung für Jungerwachsene" zuständig.

Gesamtinhaltsverzeichnis 6

8 
EINLEITUNG ZUM DREIFACHBAND 9
TEIL I „LERNCAFÉ“ – COMPUTERGESTÜTZT GRUNDBILDUNG NACHHOLEN 16
1. GRUNDBILDUNG NACHHOLEN 19
2. „LERNCAFÉ“ – DAS NEUE ANGEBOT 20
2.1 VON DER LERNWERKSTATT ZUM LERNCAFÉ 21
2.2 DAS LERNSETTING – DREI SÄULEN DER MOTIVATION 22
2.3 SELBSTGESTEUERT UND COMPUTERGESTÜTZT LERNEN 24
2.4 DAS LERNPORTAL WWW.ICH-WILL-LERNEN.DE 27
2.5 LERNBEGLEITUNG UND LERNEN IN EINER GRUPPE 29
2.6 LERNEN LERNEN, LERNBERATUNG UND LERNTAGEBUCH 33
3. LERNBEGLEITUNG – NEUE ANFORDERUNGEN AN DIE PÄDAGOGIK 39
3.1 ROLLE, AUFGABEN UND KOMPETENZEN 40
3.2 FORTBILDUNG FÜR LEHRKRÄFTE UND SOZIALPÄDAGOGEN 44
4. EINSATZ IN VERSCHIEDENEN INSTITUTIONEN 56
4.1 DAS „OFFENE LERNCAFÉ“IM GRUNDBILDUNGSZENTRUM DER VHSHAMBURG 57
4.2 DAS „LERNCAFÉ“ IN DER BERUFSVORBEREITUNGSSCHULE 67
4.3 „LERNCAFÉ“ WIRD „COMCAFÉ“ 91
5. NACHHALTIGKEIT UND TRANSFER 106
6. ANHANG 109
TEIL II JOBPATE – SCHRITTE RICHTUNG ARBEIT 112
EINLEITUNG 115
1. BERUFLICHE PERSPEKTIVEN DER GERINGER QUALIFIZIERTEN 117
2. LÖSUNGSORIENTIERTE BERATUNG UND AKTIVIERUNG 119
3. DAS BERATUNGSANGEBOT: INHALTE UND PHASEN DER BERATUNG 121
3.1 ERSTGESPRÄCH UND ORIENTIERUNG 127
3.2 ERMITTLUNG DER BERUFSBIOGRAFIE, DER KOMPETENZEN UND RESSOURCEN 128
3.3 KLÄRUNG DER WÜNSCHE UND MÖGLICHKEITEN EINER ARBEITSAUFNAHME BZW. QUALIFIZIERUNG 130
3.4 ZIEL- UND ARBEITSPLAN ERSTELLEN 132
3.5 UMSETZUNG UND NACHHALTIGE BEGLEITUNG 133
4. FALLBEISPIELE 134
4.1 FALLBEISPIEL FRAU K.: PERSPEKTIVE ALTENPFLEGE 135
4.2 FALLBEISPIEL HERR T.: EINSTIEG IN DEN ARBEITSMARKT 135
4.3 FALLBEISPIEL HERR W.: NEUER START ALS KURIERFAHRER 137
4.4 FALLBEISPIEL FRAU R.: ZUKUNFT ALS PRODUKTIONSHELFERIN 139
5. ZUSAMMENARBEIT MIT EXTERNEN AKTEUREN UND INSTITUTIONEN 140
6. LITERATURLISTE 141
TEIL III EINS, ZWEI – VIELE ALPHA-TEAMS! 142
1. EINS, ZWEI – VIELE ALPHA-TEAMS! 145
2. VON DER SELBSTHILFEGRUPPE ZUM ALPHA-TEAM 145
3. DAS ALPHA-TEAM 146
4. DIE MOTIVATION, MITGLIED ZU WERDEN 146
5. TÄTIGKEITSFELDER DES ALPHA-TEAMS 149
6. KOMPETENZERWEITERUNG DURCH DIE MITARBEIT IM ALPHA-TEAM 150
6.1 BEI DER ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 150
6.2 IN DEN TEAMTREFFEN 152
6.3 ALS LERNBEGLEITENDE 154
6.4 WACHSENDE EIGENINITIATIVE 157
6.5 FÄHIGKEIT ZU SOZIALEM HANDELN STEIGT 158
6.6 ZUWACHS AN ALLGEMEINBILDUNG 158
6.7 ZUWACHS DES SELBSTBEWUSSTSEINS 167
7. FAZIT 169
ANHANG 172

EINS, ZWEI – VIELE ALPHA-TEAMS! (S. 141-142)

1. EINS, ZWEI – VIELE ALPHA-TEAMS!

Menschen mit Lese- und Schreibproblemen kommen in die Volkshochschulen, um in Kursen besser Lesen und Schreiben zu lernen. Bei einer Befragung kreuzten die Kursteilnehmenden zwar auf die Frage nach der Motivation „Warum besuchen Sie den Kurs?“ – „Für mich selbst“ an. In den Beratungsgesprächen wird aber dann besonders deutlich, welche Bedeutung das Lesen und Schreiben als Basiskompetenzen für die Berufstätigkeit hat, gerade wenn der Begriff Literalität als weiter gefasstes Kompetenzmodell verwendet wird (vgl. dazu auch die Einleitung zu diesem Band).

Die Hälfte der Kursteilnehmenden ist arbeitssuchend, diejenigen mit Arbeit haben zum größten Teil keine Ausbildung und nur einen geringen Verdienst. Je nachdem, welche Ursachen die Lese-, Schreibschwäche hat, dauert so ein Kursbesuch von einigen Semestern bis zu mehreren Jahren. Um die Unterrichtsstunden zu bekommen, die Erstklässler zum Lesen- und Schreibenlernen zur Verfügung haben, braucht man ca. sechs Semester. Bei manchen Menschen bleiben die Schwierigkeiten ein Leben lang bestehen, und nur durch den Kursbesuch wird verhindert, dass sie das Gelernte wieder vergessen.

Einige ehemalige Kursteilnehmende halten losen Kontakt, besuchen ab und zu Kurse, wie zum Beispiel „Kreatives Schreiben“, oder nehmen an einem Sommerkurs teil. Oft sind das Kurse, in denen Lesen und Schreiben am „anderen Gegenstand“ stattfindet, „Hamburg kennenlernen“, „Malen und Schreiben“ oder das „Offene LernCafé“. Entscheidend ist für fast alle aktuellen und ehemaligen Kursteilnehmenden, dass sie im Kurs nicht nur gelesen und geschrieben haben.

Vielmehr haben sie auch gelernt, mit ihrem Problem selbstbewusster umzugehen. Sie sind in der Lage, jetzt offener zu ihrem Handicap zu stehen. Für einige ist der logische nächste Schritt, dass sie sich für ihre eigene Sache engagieren, indem sie die Öffentlichkeit über das Thema informieren und so andere Betroffene ermutigen, selbst Kurse zu besuchen. An der Hamburger Volkshochschule gibt es schon seit Anfang der 80er-Jahre Alphabetisierungskurse, einen eigenen Bereich Alphabetisierung und Grundbildung seit 1987. Aber nicht alle Betroffenen wissen das. Daher ist Öffentlichkeitsarbeit wichtig. Diese bestand immer auch darin, Medien für Interviews zur Verfügung zu stehen, in denen sowohl die pädagogischen Mitarbeiter/innen als auch Betroffene zur Sprache kommen.

2. VON DER SELBSTHILFEGRUPPE ZUM ALPHA-TEAM


Im Jahr 1997 bildete sich eine Selbsthilfegruppe; ihre Motivation: „Wir wollen uns in regelmäßigen Abständen treffen, um zu reden, z. B. über Schulerfahrungen von früher. Wir wollen gemeinsam schreiben und lesen und uns mit der neuen Rechtschreibung beschäftigen.“ Ein zweiter Anlauf wurde 2005 gemacht. Die Motivation der sechs Gruppenmitglieder diesmal: „Wir wollen Erfahrungen austauschen, diskutieren, klönen und gemütlich beisammen sein.“

Einige der Teilnehmer/innen erklärten sich bereit, der Presse und dem Fernsehen Interviews zu geben, wenn dies durch die Volkshochschule (VHS) vermittelt wurde und eine Mitarbeiterin der Volkshochschule anwesend war. Den entscheidenden Impuls bekam die Gruppe jedoch 2005 durch Gruppenmitglieder, die – von der VHS-Mitarbeiterin gezielt angesprochen und ermutigt – erstmals an der jährlichen Fachtagung des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung in Frankfurt teilnahmen.

Dort lernten die Hamburger Gruppenmitglieder die „Selbsthilfegruppe Ludwigshafen“ kennen. Das motivierte sie, Ähnliches in Hamburg aufzubauen: So war die Idee für das Alpha-Team geboren! Die Mitglieder brachten Teilnehmende aus ihren Kursen mit, Kursleiterinnen sprachen gezielt Kursteilnehmende an, und bei der Vorstellung des Alpha-Teams auf den Semesterfesten äußerten einige Interesse mitzumachen.

Erscheint lt. Verlag 9.11.2010
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Themenwelt Schulbuch / Wörterbuch Schulbuch / Allgemeinbildende Schulen
Geisteswissenschaften
Medizin / Pharmazie Pflege
Sozialwissenschaften Pädagogik Erwachsenenbildung
Schlagworte Alphabetisierung • Arbeit • Ausbildung • Bildung • Computergestütztes Lernen • Gering Qualifizierte • GRAWiRA • Grundbildung • Jugendliche • Kompetenzen • Lebensbegleitendes Lernen • Lerngruppe • Lerngruppen • Niedrigqualifizierte • Öffentlichkeitsarbeit
ISBN-10 3-7639-4703-5 / 3763947035
ISBN-13 978-3-7639-4703-4 / 9783763947034
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