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No Economy

Wie der Gratiswahn das Internet zerstört

(Autor)

Buch | Softcover
224 Seiten
2009
Eichborn (Verlag)
978-3-8218-5707-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

No Economy - Gisela Schmalz
CHF 23,70 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen;
    keine Neuauflage
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»Wenn du etwas gut kannst, dann tue es nicht umsonst« Joker in »Batman 3« Rettet das Internet! Unsere Gratismentalität zerstört die Online-Wirtschaft, bevor sie wirklich existiert hat. Der Befund ist eindeutig: Die schöne neue Welt des World Wide Web ist untergegangen, bevor sie überhaupt richtig entstanden ist. Statt Überraschung und Vielseitigkeit dominieren Commercials und Online-Werbung, statt Orientierung und Information gibt es Pop-ups und Porno. Gisela Schmalz plädiert in ihrer scharfen Analyse der Medienwirklichkeit für digitale Nachhaltigkeit: Relevanz statt Beliebigkeit, Qualität statt Quantität, freier Markt statt Gratiskultur. Anders gesagt: Wenn wir als Nutzer die Zukunft des Internets nicht Big Playern wie Google, Amazon oder Ebay überlassen wollen, müssen wir die Urheber von digitalem Content direkt vergüten. Denn nur wenn wir lernen, Inhalte wertzuschätzen und zu honorieren, hat das World Wide Web eine Chance, dem Tod durch Datenoverkill zu entgehen. Als Ort der Innovation und als lebendiger Markt, der nicht von Monopolisten dominiert wird, sondern von der Fantasie, dem Erfindungsreichtum und der Risikobereitschaft vieler unabhängiger Online-Unternehmer.

Gisela Schmalz, geboren 1970, ist seit 2006 Professorin für Strategisches Management und Wirtschaftsethik an der Rheinischen Fachhochschule in Köln. Neben ihrer Lehrtätigkeit in Köln beteiligt sie sich an der Konzeption und am Aufbau der Datenbank zu internationalen Medienkonzernen im Rahmen des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik, Berlin, dem sie als Fellow angehört. Darüber hinaus verantwortet sie den wissenschaftlichen Arbeitskreis des Forschungsprojekts Ethisch-Ökologisches Rating , Frankfurt.

"VORWORT Lassen Sie uns von einem System sprechen, das alle sozialen Organismen in ein Kunstwerk verwandelt, in dem der gesamte Arbeitsprozess eingeschlossen ist, ... etwas, in dem das Prinzip von Produktion und Konsumtion eine Form von Qualität annimmt. Es ist ein gigantisches Projekt. Joseph Beuys Das Internet vernetzt Menschen weltweit. Es ermöglicht ihnen, von fast jedem Ort aus rund um die Uhr miteinander zu kommunizieren oder Handel zu treiben. Über 1,5 Milliarden Menschen besaßen 2008 einen Internetzugang, mehr und mehr gehen täglich online und transferieren immer größere Datenmengen. Pro Jahr soll sich die Menge an digitalen Daten ab 2008 um 60% vergrößern. Das gesamte Datenvolumen soll bis 2011 auf 1,8 Billionen Gigabyte angewachsen sein - das wäre das Zehnfache der Menge von 2006. Diese Transfers spiegeln den Aktivismus der Onlinegemeinde. Normalbürger werden mit den Onlinetechnologien zunehmend besser vertraut. Sie vernetzen sich nicht nur über das Web und konsumieren Informations- und Unterhaltungsinhalte aus dem Web, sondern wickeln hier zunehmend mehr Geschäfte mit digitalen und physischen Gütern ab. Doch erscheinen den meisten die Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen ähnlich schleierhaft wie die der globalen Finanzwirtschaft. Wieso sonst handeln die Onliner am liebsten alles zu Nullpreisen, ohne die Folgen zu bedenken? Selbst Onlineunternehmer und Wirtschaftswissenschaftler, die Handel treibend oder forschend ins Detail gehen und an Erklärungsansätzen für dieses Verhalten basteln, haben das System der Webwirtschaft nicht zu Ende gedacht. Dass sie hier im Dunkeln stochern, ist allerdings nicht verwunderlich: Die Digitalisierung verändert dramatisch bekannte, ökonomische Grundkonstanten, nicht wenige lösen sich sogar auf:Unternehmen werden zu flexiblen und zeitlich begrenzten Kooperationseinheiten. Das Management weicht flexiblen Leitungsteams. Mitarbeiter werden zu Mitverantwortlichen und Anteilseignern. Kunden werden zu Netzwerkern, Mitarbeitern, Produzenten und Unternehmern. Produkte werden zu maßgeschneiderten und änderbaren Leistungen. Produktionsprozesse öffnen sich via Crowdsourcing oder Open Innovation. Preise sinken oder verschwinden ganz. Arbeitsplätze sind überall und nirgends. "9 to 5"- werden zu "24/7"-Arbeitszeiten. Arbeitsverträge werden zu Projektaufträgen. Märkte ändern sich rasant, konvergieren und werden global. Womöglich entzieht sich ein dynamisches, komplexes und globales Gebilde wie die Onlinewirtschaft jeglicher Darstellung. Dennoch möchte ich in diesem Buch den Versuch wagen, ein Modell zu entwerfen, das die Transaktionen im Web abbildet. Dabei wird der Frage nachgegangen, wieso die meisten Onlineinfrastrukturen, -dienste und -inhalte wie Texte, Töne, Bilder, Filme oder Spiele gratis angeboten und gratis nachgefragt werden (können). Zentrales Thema des Buchs sind die immateriellen Güter des Web, Infrastrukturen wie Communityplattformen, Dienste wie E-Mail-Systeme und Inhalte (Content) wie Blogtexte, Wetterinformationen oder Musikdownloads. Wenn ich dabei von Onlineökonomie oder Webwirtschaft spreche, beziehe ich mich auf digitale Güter, nicht materielle Gegenstände. Der Handel mit Waren, DVDs oder Möbeln, bei denen Webseiten als Kataloge und Bestellformulare fungieren, steht hier nicht im Mittelpunkt."

Sprache deutsch
Maße 137 x 215 mm
Gewicht 332 g
Einbandart Englisch Broschur
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft Wirtschaft
Schlagworte Download • Gratiskultur • Gratismentalität • Hardcover, Softcover / Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Wirtschaft/A • HC/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Wirtschaft/Allgemeines, Nachschl • Internet • Internet; Einzelne Sachgebiete • Internet-Unternehmen • Markt • Medienökonomie • Wettbewerb (Wirtschaft) • Wirtschaft
ISBN-10 3-8218-5707-2 / 3821857072
ISBN-13 978-3-8218-5707-7 / 9783821857077
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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